Carolin Blenn

Arbeitsbereich: Germanistische Sprachwissenschaft
 
Betreuer: Prof. Dr. Jürgen Schiewe
 
Arbeitstitel: 
Die Textsorte „Vortrag“ als Gegenstand der Wissenskommunikationsforschung. Eine transferwissenschaftlich- textsortenlinguistische Untersuchung am Beispiel einer Vortragsreihe im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald.
 
Abstract:
Die Vermittlung von Wissen wird nicht nur im Rahmen der Ausbildungskommunikation eines Menschen als notwendig angesehen, sondern noch weit darüber hinaus, worauf bereits das bekannte Schlagwort vom ‚lebenslangen Lernen‘ verweist. In Abhängigkeit davon, wer wem Wissen vermitteln möchte, sind an die gelingende Wissensvermittlung besondere kommunikative Anforderungen geknüpft. Das Dissertationsvorhaben beabsichtigt, Wissensvermittlung am Beispiel von öffentlichen Vorträgen, in denen WissenschaftlerInnen Wissen an ein überwiegend nicht-fachliches Publikum weitergeben, zu untersuchen.
Die Binnendifferenzierung von Sprache führt aufgrund der sich verändernden und der sich stetig neu herausbildenden Fachsprachen in vielen Fällen zu Verständigungsproblemen zwischen fachlich unterschiedlich vorgebildeten Kommunizierenden. Doch auch für die Kommunikation innerhalb der eigenen Fachgrenzen wird es zunehmend schwieriger, die angestrebten kommunikativen Ziele zu erreichen und dem Gegenüber fachliche Inhalte verständlich zu präsentieren. Das Problem verschärft sich abermals, wenn der Blick von einer fachinternen auf eine fachexterne Perspektive gerichtet wird, wie sie sich zeigt, wenn die Kommunikation von Fachpersonen zu bzw. mit einem fachexternen Publikum betrachtet wird. Insbesondere im Rahmen fachexterner Vermittlungskontexte bedarf es dabei einer erhöhten Sensibilisierung der Vermittelnden.
Das Ziel der textlinguistisch-transferwissenschaftlich ausgerichteten Arbeit ist es, herauszuarbeiten, mittels welcher sprachlichen Strukturen sowie kommunikativen Strategien und Techniken WissenschaftlerInnen mündlich fachexterne Wissenskommunikation realisieren. Aus den analysierten Phänomenen wird sodann ein Modell der musterhaften sprachlichen Mittel abgeleitet, die fachexterne Wissenskommunikation leisten. Für die theoretische Fundierung des Dissertationsvorhabens ist die Verbindung der drei wissenschaftlichen Disziplinen Fachsprachenlinguistik, Transferwissenschaft sowie Verständlichkeitsforschung relevant.
 
Förderung: 
Landesgraduiertenstipendium der Universität Greifswald