Rebecca Herda

Arbeitsbereich: Neuere Deutsche Literatur

Betreuer: Prof. Dr. Eva Blome

Arbeitstitel: „[D]er Krieg vom Festland aufs Papier. Eine Ästhetik des Krieges bei Novalis, Jean Paul und Heinrich von Kleist“

Abstract:

Schließen sich Krieg und Dichtung zur Zeit der Romantik aus? Die Texte von E.T.A. Hoffmann lassen nur eine Antwort auf diese Frage zu, denn Krieg bedeutet Alltag, Elend und Leid. All dies versucht Hoffman in seiner Dichtung auszublenden und widmet sich einer poetologischen Neubestimmung der romantischen Literatur. Die Nähe von Dichtung und Krieg hat ein anderer Dichter, Charles Baudelaire, anders beantwortet, in dem er nicht nur die Kriegskunst mit der Dichtkunst verglich, sondern Soldat, Dichter und den Mann im Allgemeinen in eine Sphäre erhob. Das Dissertationsprojekt stellt sich zum Ziel, die Literarisierung des Krieges zur Zeit der Befreiungskriege zu untersuchen. Dabei werden Texte von Novalis, Heinrich von Kleist und Jean Paul auf ihre ästhetische Strategie der literarischen Kriegsführung hin analysiert und dabei genderspezifische Artikulationen, Inszenierungen und deren Wirkung herausgearbeitet werden. Die Dichtungen von Kleist, Jean Paul und Novalis thematisieren jedoch nicht nur Gewalt in der Literatur und aktualisieren diese durch ihre literarische Sprache. In ihrem Entstehungskontext zur Zeit der Romantik beleuchten diese Texte das Verhältnis der Romantik zum Krieg. Anhand der Texte sowie in Rückgriff auf die ästhetisch-philosophischen Diskurse sollen anhand der literarischen Texte Konzepte des Krieges erarbeitet werden.