Muster in der Sprache der Ingenieurwissenschaften

Eine korpusbasierte konstruktionsgrammatische Analyse

Im April 2017 startet das Forschungsprojekt „Muster in der Sprache der Ingenieurwissenschaften. Eine korpusbasierte konstruktionsgrammatische Analyse“, das über einen Zeitraum von drei Jahren von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wird.

Das Projekt hat das Ziel, Muster in der Sprache der Ingenieurwissenschaften (am Beispiel der Automobiltechnik) systematisch zu erfassen und zu beschreiben. Dafür soll zunächst ein elektronisches Korpus aus ca. 4.500 wissenschaftlichen Aufsätzen zweier renommierter Fachzeitschriften aufgebaut werden. Bei der Analyse stehen drei ausgewählte Charakteristika im Mittelpunkt: verschiedene non-agentive Strukturen, die Nominalisierung (vor allem im Zusammenhang mit der Versprachlichung semantischer Relationen) sowie die Verwendung figurativer Verben als ein Beispiel der so genannten Alltäglichen Wissenschaftssprache. Durch verschiedene statistische Methoden (z.B. Kookkurrenzanalyse, Analyse distinktiver Kollexeme) werden sprachliche Muster, die Ausdruck einer usualisierten Sprachverwendung sind, erfasst, systematisiert und beschrieben. Damit wiederum sind zwei Ziele verbunden: Zum einen sollen die bislang kaum empirisch belegten Charakteristika ingenieurwissenschaftlicher und technischer Fachsprachen auf den Prüfstand gestellt und gegebenenfalls überarbeitet werden; zum anderen sollen die erfassten Muster aus einem konstruktionsgrammatischen Ansatz heraus beschrieben werden, so dass mit den im Projekt zu untersuchenden sprachlichen Ausschnitten auch ein Beitrag zum Aufbau einer konstruktionsbasierten Grammatik des Deutschen geleistet werden kann.

Weitere Informationen zum Projekt folgen in Kürze.

Kontakt

Prof. Dr. Antje Heine
Projektleitung

Institut für deutsche Philologie
Rubenowstr. 3 - Raum 2.17
17489 Greifswald
Fax: 86-3423
Telefon: 86-3410
antje.heine(at)uni-greifswald(dot)de