Dissertationsprojekte

 

Informationen zu den aktuellen Dissertationensprojekten im Arbeitsbereich Germanistische Sprachwissenschaft finden Sie auf den Seiten zu "Forschung & Kooperation" in der Rubrik "Dissertationen".

 

DoktorandInnen des Arbeitsbereichs:

Carolin Blenn

Carolin Blenn

Arbeitsbereich: Germanistische Sprachwissenschaft
 
Betreuer: Prof. Dr. Jürgen Schiewe
 
Arbeitstitel: 
Die Textsorte „Vortrag“ als Gegenstand der Wissenskommunikationsforschung. Eine transferwissenschaftlich- textsortenlinguistische Untersuchung am Beispiel einer Vortragsreihe im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald.
 
Abstract:
Die Vermittlung von Wissen wird nicht nur im Rahmen der Ausbildungskommunikation eines Menschen als notwendig angesehen, sondern noch weit darüber hinaus, worauf bereits das bekannte Schlagwort vom ‚lebenslangen Lernen‘ verweist. In Abhängigkeit davon, wer wem Wissen vermitteln möchte, sind an die gelingende Wissensvermittlung besondere kommunikative Anforderungen geknüpft. Das Dissertationsvorhaben beabsichtigt, Wissensvermittlung am Beispiel von öffentlichen Vorträgen, in denen WissenschaftlerInnen Wissen an ein überwiegend nicht-fachliches Publikum weitergeben, zu untersuchen.
Die Binnendifferenzierung von Sprache führt aufgrund der sich verändernden und der sich stetig neu herausbildenden Fachsprachen in vielen Fällen zu Verständigungsproblemen zwischen fachlich unterschiedlich vorgebildeten Kommunizierenden. Doch auch für die Kommunikation innerhalb der eigenen Fachgrenzen wird es zunehmend schwieriger, die angestrebten kommunikativen Ziele zu erreichen und dem Gegenüber fachliche Inhalte verständlich zu präsentieren. Das Problem verschärft sich abermals, wenn der Blick von einer fachinternen auf eine fachexterne Perspektive gerichtet wird, wie sie sich zeigt, wenn die Kommunikation von Fachpersonen zu bzw. mit einem fachexternen Publikum betrachtet wird. Insbesondere im Rahmen fachexterner Vermittlungskontexte bedarf es dabei einer erhöhten Sensibilisierung der Vermittelnden.
Das Ziel der textlinguistisch-transferwissenschaftlich ausgerichteten Arbeit ist es, herauszuarbeiten, mittels welcher sprachlichen Strukturen sowie kommunikativen Strategien und Techniken WissenschaftlerInnen mündlich fachexterne Wissenskommunikation realisieren. Aus den analysierten Phänomenen wird sodann ein Modell der musterhaften sprachlichen Mittel abgeleitet, die fachexterne Wissenskommunikation leisten. Für die theoretische Fundierung des Dissertationsvorhabens ist die Verbindung der drei wissenschaftlichen Disziplinen Fachsprachenlinguistik, Transferwissenschaft sowie Verständlichkeitsforschung relevant.
 
Förderung: 
Landesgraduiertenstipendium der Universität Greifswald

Stefan Buchholz

Stefan Buchholz

Arbeitsbereich: Germanistiche Sprachwissenschaft
 
Betreuerin: Prof. Dr. Christina Gansel
 
geplanter Abschluss: August 2018
 
Arbeitstitel
Textsorten als Operationen von sozialen Systemen am Beispiel der „Umweltfreundlichen Universität Greifswald“ und ihrer Texte
 
Abstract
Kann die moderne Gesellschaft ihre Existenz gefährden? Ausgehend von dieser von Niklas Luhmann in Ökologische Kommunikation (1985) gestellten Frage soll es im Dissertationsprojekt zunächst darum gehen, wie angemessene Reaktionen auf ökologische Gefährdungen aussehen. Dabei unterscheidet Luhmann zwischen funktionalen und moralischen Reaktionen, wobei die funktionalen die resonanzfähigen darstellen. Ökologische Kommunikation könne nur dann erfolgreich sein, d.h. Umweltproblematiken können nur dann gelöst werden, wenn die Gesellschaft sich über Codierungen der Wissenschaft, Wirtschaft, Politik etc. mit der biologischen Umwelt ins Verhältnis setzt. Welchen Beitrag kann nun die Linguistik leisten?
Der germanistischen Sprachwissenschaft an der Universität Greifswald, vor allem Prof. Christina Gansel, gelingt es seit einigen Jahren, sich mit der soziologischen Systemtheorie Niklas Luhmanns ins Verhältnis zu setzen. Dies geschieht über die Komplementärsetzung des linguistischen Kommunikationsbereiches und dem systemtheoretischen sozialen System, wodurch es möglich wird, Systemhaftigkeit in die Komplexität der Textwelt zu bringen und über das Verhältnis von Text und Gesellschaft aufzuklären.
Das übergeordnete soziale System, das Funktionssystem, das beispielhaft untersucht wird, ist die Wissenschaft, genauer gesagt das Organisationssystem Universität. An Texten der „Umweltfreundlichen Universität Greifswald“, z.B. am Newsletter der AG Umweltmanagement, soll nun u.a. mit Hilfe der klassischen internen und externen Merkmale zur Textsortenbeschreibung, vor allem durch die Bestimmung der Funktionalität, nachgewiesen werden, dass die Evolution der Textwelt dazu führt, dass die Unterscheidung Funktionalität/ Moral aufzubrechen beginnt und ethische Positionen im wissenschaftlichen Betrieb nicht zu viel oder zu wenig Resonanz erzeugen, sondern den funktionalen Anforderungen entsprechen, die Luhmann fordert. Wenn moralische Prinzipien funktionalisierbar sind, ist dann die ökologische Bewegung auf dem Weg zu einem Funktionssystem?
 
Förderung/Stipendium: wissenschaftliche Hilfskraft im International Office

Anne Diehr

Arbeitsbereich: Germanistische Sprachwissenschaft
 
Betreuer: Prof. Dr. Jürgen Schiewe
 
Arbeitstitel: Kollektive Identitätskonstruktionen im Rahmen der Flüchtlingsthematik. Eine diskurslinguistische Untersuchung von Identitätsarbeit anhand ausgewählter Onlinemedien
 
Abstract:
Die Flüchtlingsthematik ist ein dominierender Gegenstand aktueller medialer Berichterstattung. Sie löst grundlegende Debatten aus, die kollektive, gesellschaftliche Identitätsbilder infrage stellen. Bezieht man sich auf die in der Identitätsforschung seit einiger Zeit etablierte These, dass ein bestimmtes Selbstbild nicht als festgeschriebene Größe vorhanden ist, sondern in alltäglicher Tätigkeit konstruiert wird, ergeben sich in diesem Zusammenhang folgende Fragen: Wie erfolgen Identitätskonstruktionsprozesse auf gesellschaftlicher Ebene? Welchen Einfluss nimmt die Flüchtlingsthematik auf gesellschaftliche Selbstbilder? Welche Akteure nehmen in diesen Prozessen eine zentrale Position ein? Und anhand welcher sprachlichen Mechanismen definiert sich ein kollektives Selbstbild im Zuge der aktuellen Entwicklungen? Das Dissertationsprojekt geht diesen Fragen aus diskurslinguistischer Perspektive nach.
Den Ausgangspunkt der Dissertation bildet die These, dass die gesellschaftlichen Identitäts- und Wirklichkeitskonstruktionsprozesse maßgeblich im medialen Diskurs erfolgen und somit an dieser Stelle der zentrale Zugang zu dieser Thematik zu finden ist. Hier setzt die geplante Untersuchung identitätsbildender Prozesse auf kollektiver Ebene an. Den methodischen Rahmen bietet die Diskurslinguistische Mehr-Ebenen-Analyse (DIMEAN). Das Untersuchungskorpus enthält verschiedene Texte medialer Online-Berichterstattung und untersucht diese im Rahmen einer Längsschnittstudie. Fokussiert werden dabei identitätsbildende Elemente, die sich sprachlich im Diskurs zeigen. Zentrale Fragen sind hierbei: Wie lassen sich identitätsbildende Elemente auf der sprachlichen Ebene beobachten und analysieren, z.B. in Frames, mit Hilfe bestimmter Topoi oder Metaphernverwendung? Welche Themen werden in Relation zu historischen Ereignissen gesetzt? Welche Akteure sind in den Diskurs involviert und welche werden thematisiert? Welche Identitätsentwürfe und damit Wirklichkeitsentwürfe werden bearbeitet und kommuniziert? Das DIMEAN-Modell bietet insofern eine vielversprechende theoretische und methodische Grundlage, als dass es Aspekte auf der intratextuellen Ebene, der Akteurs-Ebene und der transtextuellen Ebene in die Untersuchung einbezieht und somit einen Zugriff auf die Thematik identitätsbildender Prozesse über Sprache ermöglicht.

Aza Gleichmann

Aza Gleichmann

Arbeitsbereich: Germanistiche Sprachwissenschaft
 
Betreuerin: Prof. Dr. Christina Gansel
 
geplanter Abschluss: Herbst 2016
 
Arbeitstitel
Textsortennetz und Wissenskonstituierung in rechtlicher Kommunikation
 
Abstract
Recht regelt das Zusammenleben der Menschen in der demokratischen Gesellschaft. Dabei ist Recht nicht objektiv gegeben, sondern wird erst mittels Sprache konstituiert. Die Lebenssachverhalte werden erst dann rechtlich relevant, wenn sie sprachlich gefasst werden, sie mit bestimmten Ausdrücken und Ausdruckkomplexen bezeichnet und benannt werden. Auch Normtexte (Richtlinien, Gesetze, Staatsverträge, Verordnungen, Satzungen) und Gerichtsentscheidungen existieren in Form von komplexen sprachlichen Zeichen, die Texte. Als Texte werden Einheiten betrachtet, die eine bestimmte thematische und grammatische Struktur und (mindestens) eine kommunikative Funktion aufweisen (vgl. Gansel 2007: 51). Im Prozess der juristischen Tätigkeit werden Texte rezipiert, miteinander verknüpft und dabei neue produziert. Texte und ihre Vernetzungen tragen zur Konstituierung von überindividuellem Wissen bei, das den Untersuchungsgegenstand meines Dissertationsprojektes darstellt. Das Promotionsprojekt mit dem Titel Textsortennetz und Wissenskonstituierung in rechtlicher Kommunikation setzt sich mit den thematisch, funktional und medial zusammenhängenden Texten zu Rundfunkgebühren sowie ihrer Abstraktion, Diskurs und mit der diskursiven Konstituierung von Wissen im Recht auseinander. Es verfolgt das Ziel, am Beispiel der Rundfunkgebühren aufzuzeigen, wie mittels Sprache Wissen in rechtlicher Kommunikation konstituiert wird. Um dieses Ziel zu erreichen, modelliert das Dissertationsprojekt den Prozess der Wissenskonstituierung, wobei es interdisziplinär vorgeht und die bereits bestehenden text-, diskurs- und medienlinguistischen Methoden unter Beachtung der Erkenntnisse von Gesellschaftstheorie und Rechtsmethodik in Beziehung setzt und sie weiterentwickelt. So wird die Wissenskonstituierung als ein Prozess dargestellt, in dem Textsorten beteiligt sind, die neben textinternen Funktionen auch textexterne Funktionen übernehmen. Weitere Analysekategorien in diesem Prozess sind inter- und hypertextuelle Beziehungen zwischen den Texten verschiedener Textsorten, „semantische Kämpfe“, Argumentationsstrukturen sowie sprachliche Mittel des Geltungsanspruchs.

Beate Gierschner

Beate Gierschner

Arbeitsbereich: Germanistische Sprachwissenschaft

 

Betreuerinnen: Prof. Dr. Christina Gansel (Uni Greifswald)

                            Prof. Dr. Tanja Jungmann (Uni Rostock)

 

Geplanter Abschluss: voraussichtlich Frühjahr 2019

 

Arbeitstitel: Einfluss des semantischen Primings auf die Leseleistungen von Kindern und Jugendlichen mit Lese-Rechtschreibstörung

 

Abstract:

 

Beim Priming beeinflusst ein kurzfristiger Kontext-Stimulus („Prime“) die Verarbeitung eines nachfolgenden Ziel-Stimulus („Target“) (Gulan, 2010). Übertragen auf die Verarbeitung geschriebener Sprache in der Grundschule erleichtert es Kindern beispielsweise den Leselernprozess, wenn sie eine Verbindung zwischen dem gelesenen Wort und ihren bisherigen Erfahrungen herstellen. Primes (z.B. Bilder), die dem Target vorangehen, beeinflussen die Erkennungszeit der semantischen Merkmalszuordnung (Gulan & Valerjey, 2010). Erste Ergebnisse einer Vorstudie im Erwachsenenalter (Prange, unveröff.) zeigen, dass die durchschnittliche Lesegeschwindigkeit bei 2,24 Sekunden liegt. Die funktionale Merkmalszuordnung (Ø = 2,0 s) zu einer Kategorie verläuft dabei 30 Millisekunden schneller als die visuelle Merkmalserkennung (Ø = 2,3 s).

Im ersten Teil der vorliegenden Promotionsstudie werden zunächst die Lesegeschwindigkeiten und Primingeffekte an einer Stichprobe von n =47 sprachgesunden Kindern und Jugendlichen ermittelt. Darüber hinaus werden Unterschiede zwischen den Altersgruppen bei funktionalen und visuellen Merkmalszuordnungen einer Kategorie (Obst, Gemüse, Werkzeuge, Spielzeug, Tiere) erfasst und die Erkennungszeiten nach präsentierten Targetreizen überprüft. Es wird davon ausgegangen, dass ein schnellerer Leseprozess stattfindet, wenn enge, positive Beziehungen zwischen Target und Prime vorliegen. Erste Ergebnisse zur Identifikation geeigneter Primes und Targets werden vor dem Hintergrund des Logogenmodells (Patterson, 1998) diskutiert und interpretiert.

Im zweiten Teil der vorliegenden Promotionsstudie wird auf der Basis der Erkenntnisse aus Teil 1 eine Intervention zur Verbesserung der Lesegeschwindigkeit bei Kindern und Jugendlichen mit LRS entwickelt und deren Effektivität im Rahmen einer Einzelfallserie (n = 6) evaluiert.  

Jennifer Hammel

Jennifer Hammel

 

Arbeitsbereich: Germanistische Sprachwissenschaft
 
Betreuer: Prof. Dr. Jürgen Schiewe
 
geplanter Abschluss: 2016
 
Arbeitstitel
Zur Funktionalität nicht-standardsprachlicher Variation in Online-Foren
 
Abstract
Das Dissertationsvorhaben widmet sich der qualitativen und quantitativen Untersuchung von nicht-standardsprachlichen Varianten in Online-Foren. Während die E-Mail- und Chat- Kommunikation bislang linguistisch gut erforscht sind, besteht in der sprachwissenschaftlichen Analyse von Online-Foren ein Forschungsdesiderat. Durch das Dissertationsprojekt sollen grundlegende Merkmale der Foren-Kommunikation und forumsspezifische Besonderheiten aufgedeckt werden.
Der Gebrauch von nicht-standardsprachlichen Varianten wird nicht als Defizit, sondern vielmehr als Zeichen kommunikativer Funktionalität verstanden. „Abweichungen“ von der Standardsprache werden mittels eines selbst erstellten Textkorpus (4000 Forenbeiträge) auf der orthographischen, lexikalischen, grammatischen/syntaktischen und stilistischen Ebene analysiert. Hierbei werden in der qualitativen Analyse nicht-standardsprachliche Varianten identifiziert und klassifiziert sowie deren Funktionalität im jeweiligen Kontext beurteilt. Die quantitative Analyse gibt Auskunft über die Häufigkeit bzw. kommunikative Reichweite und Bedeutsamkeit einer nicht-standardsprachlichen Variante.
Abschließend erfolgt eine Betrachtung von sprachkritischen Aspekten. So vermitteln u.a. metasprachliche Reflexionen der Forenteilnehmer, wie diese selbst ihren Sprachgebrauch laienlinguistisch bewerten. Zudem wird der Frage nachgegangen, was sprachliche Angemessenheit in der Kommunikationsform Online-Forum bedeutet. Initiiert der Sprachgebrauch in Foren einen Sprachwandel? Bilden sich in Online-Foren eigene Sprachgebrauchsnormen aus?
 
Förderung/Stipendium: Bogislaw-Stipendium der Universität Greifswald (seit 10/2012)

Odette Hanus

Odette Hanus

Arbeitsbereich: Germanistische Sprachwissenschaft
 
Betreuer: Prof. Dr. Jürgen Schiewe
 
Geplanter Abschluss: Sommer 2017
 
Arbeitstitel
Speaking MMORPG. Die Sprache der Spieler im Massively Multiplayer Online Role-Playing Game „World of Warcraft“
 
Abstract
War es zu Beginn der computervermittelten Kommunikation noch das mittlerweile wohl jedem bekannte "LoL", so dürfte die Mehrheit der Menschen doch ratlos dreinschauen, wenn sie auf dem Bildschirm „mage lfg PSA/Td4W“ oder „kr machste 5 sec nach’m pull und beim aoe beim tank kuscheln" lesen würden. So und ähnlich klingen Aussagen der Spieler in sog. MMORPGs - Massively Multiplayer Online Role-Playing Games. Diese bezeichnen Computerspiele aus dem Genre der Rollenspiele, die ausschließlich über das Internet spielbar sind. Die Besonderheit dieser Spiele besteht darin, dass der Schwerpunkt auf der Interaktion mit anderen Spielern liegt. Da die meisten Spielinhalte nur in einer Gemeinschaft, die sich untereinander schnell und klar verständigt, bewältigt werden können, bildet die Kommunikation der Spieler die Grundlage für den Erfolg im Spiel. Aus diesem Grund haben sich bestimmte sprachliche Konventionen entwickelt, die von jedem Spieler beherrscht werden müssen und weit über den gängigen Internet-Jargon hinausgehen - eine „Sprache“ also, die fast ausschließlich auf Anglizismen, fremdartig anmutenden Neologismen und eigenartigen Abkürzungen basiert. Obwohl sich einige dieser Zahlen- und Zeichenkombinationen aus dem Kontext erschließen lassen, ist es für einen Außenstehenden nahezu unmöglich, die Unterhaltungen komplett zu verstehen. Ziel dieser Arbeit ist es , die sprachlichen Merkmale der „MMORPG-Sprache“ am Beispiel des derzeit erfolgreichsten MMORPGs World of Warcraft herauszuarbeiten und sie zur Standardsprache in Beziehung zu setzen, um daraufhin zu untersuchen, inwieweit es sich um eine Fachsprache handelt. Anschließend widmet sich die Arbeit der Entstehung und der Weiterentwicklung der Spielersprache in World of Warcraft. Anhand eines chronologischen Vergleichs von Chat-Mitschnitten aus vergangenen Jahren soll ein möglicher Sprachwandel dieser Sprache aufgezeigt werden, um daraufhin eine Parallele zwischen diesem und dem natürlichen Sprachwandel zu ziehen.

Friedrich Markewitz

Friedrich Markewitz

Yvonne Rottler

Yvonne Rottler

Arbeitsbereich: Germanistische Sprachwissenschaft
 
Betreuer: Prof. Dr. Jürgen Schiewe
 
Arbeitstitel
Institutionelle Kommunikationspraxis im sozialen Netzwerk Facebook
 
Abstract
Laut einer Studie des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) ist mittlerweile beinahe die Hälfte aller deutschen Unternehmen und Institutionen in sozialen Netzwerken präsent. Vor allem Facebook wird genutzt, um den Bekanntheitsgrad zu erhöhen, den Kundenstamm zu pflegen und das Image zu verbessern. Angesichts der steigenden Präsenz deutscher Unternehmen und Institutionen auf Facebook stellt sich die Frage, wie solch eine institutionelle Selbstdarstellung im sozialen Netzwerk gestaltet ist? Diese Gestaltung ist – ganz allgemein gesagt – Gegenstand der Dissertation.
Ziel dieser Arbeit ist die umfassende Darstellung der institutionellen Kommunikationspraxis sowie der angewandten Selbstdarstellungs-Mechanismen der Unternehmen und Institutionen im sozialen Netzwerk Facebook. Konkret soll die institutionelle Selbstdarstellung am Beispiel von Institutionen und Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern untersucht werden. Der Grund hierfür ist, dass in MV stetig wiederkehrende Diskussionen um eine Imageverbesserung des Landes geführt werden. Da Facebook zunehmend zur institutionellen Imagearbeit eingesetzt wird, steht im Fokus dieser Dissertation die Frage, wie sich Unternehmen und Institutionen aus Mecklenburg-Vorpommern auf Facebook präsentieren. Es soll untersucht werden, welche Möglichkeiten Facebook Institutionen zur Imagearbeit bietet, wie und mit welcher Wirkung es die Institutionen der Städte Greifswald und Rostock tatsächlich nutzen und ob hinsichtlich der Selbstdarstellung noch Verbesserungsbedarf besteht.
 
Förderung/Stipendium: Landesgraduiertenstipendium (seit Oktober 2012)

Abgeschlossene Dissertationen

Abgeschlossene Dissertationen

Abgeschlossene Dissertationen

Auf dieser Seite finden Sie eine Liste mit einigen abgeschlossenen Dissertationsprojekten aus jüngerer Zeit.

Birte Arendt: Niederdeutschdiskurse

Betreuer: Prof. Dr. Jürgen Schiewe

veröffentlicht unter:
Arendt, Birte (2010): Niederdeutschdiskurse. Berlin: Erich Schmidt Verlag (= Philologische Studien und Quellen 224).

Sonja Balaz: Die Integration der russischsprachigen Minderheit: Diskursanalyse der estnischsprachigen Tageszeitung Postimees (1995-1999)

Betreuer: Prof. Dr. Jürgen Schiewe

Cathrin Christoph: Die Pressemitteilung – Textsorte zwischen Wirtschaft und Journalismus.

Betreuerin: Prof. Dr. Christina Gansel

veröffentlicht unter:
Christoph, Cathrin (2009): Textsorte Pressemitteilung. Zwischen Wirtschaft und Journalismus. Konstanz: UVK Verlagsgesellschaft mbH.

Jana Kiesendahl: Sprachliche Signalisierungen von Status und Rolle. Eine vergleichende Analyse der E-Mail-Kommunikation und des Sprechstundengesprächs zwischen Lehrenden und Studierenden.

Betreuer: Prof. Dr. Jürgen Schiewe

veröffentlicht unter:
Kiesendahl, Jana (2010): Status und Kommunikation. Ein Vergleich von Sprechhandlungen in universitären E-Mails und Sprechstundengesprächen. Berlin: Erich Schmidt Verlag (= Philologische Studien und Quellen 227).

Piotr Krycki: Die Textsorte „Wetterbericht“ in den Kommunikationsbereichen der Wissenschaft und der Massenmedien.

Betreuerin: Prof. Dr. Christina Gansel

veröffentlicht unter:
Krycki, Piotr (2009): Die Textsorten Wettervorhersage im Kommunikationsbereich Wissenschaft und Wetterbericht im Kommunikationsbereich Massenmedien. Eine textlinguistische, systemtheoretische und funktionalstilistische Textsortenbeschreibung. ub-ed.ub.uni-greifswald.de/opus/volltexte/2009/695/

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende URN: urn:nbn:de:gbv:9-000695-1.

Martha Kuhnhenn: Glaubwürdigkeit in der politischen Kommunikation

Betreuerin: Prof. Dr. Christina Gansel

veröffentlicht unter:
Kuhnhenn, Martha (2014): Glaubwürdigkeit in der politischen Kommunikation Gesprächsstile und ihre Rezeption. Konstanz: UVK Verlagsgesellschaft mbH.

Pavla Matějková: Sprachwissenschaftliche Explikation des Potenzials der Vertrauensförderung. Eine exemplarische Analyse von Texten der Brücke/Most-Stiftung.

Annika Neumann: Das redaktionelle Gewinnspiel als Textsorte im Spannungsfeld zwischen Massenmedien und Markenkommunikation. Eine textlinguistische und systemtheoretische Untersuchung.

Betreuerin: Prof. Dr. Christina Gansel

veröffentlicht unter:
Neumann, Annika (2011): Das redaktionelle Gewinnspiel als Textsorte im Spannungsfeld zwischen Massenmedien und Markenkommunikation. Eine textlinguistische und systemtheoretische Untersuchung. Frankfurt a.M.: Lang.

Helge Perplies: Inventio et Repraesentatio Americae. Die Reisesammlung aus der Werkstatt de Bry.

Betreuerin: Prof. Dr. Monika Unzeitig

Manuela Röthke: Gewaltfreie Kommunikation. Eine Untersuchung zu den bestehenden Kommunikationsstrukturen im Dialog zwischen Pädagoge und Klient.

Betreuer: Prof. Dr. Jürgen Schiewe

veröffentlicht unter:
Röthke, Manuela (2009): „Gewaltfreie Kommunikation“ in Beratungsgesprächen. Studie zu einem konflikthemmenden Sprachhandlungsmodell für das pädagogische Arbeitsfeld des Beratungsgesprächs (Einzelgesprächs). Hamburg: Kovač.

Shanar Sulikan: Slogans in der Printwerbung. Untersuchungen zu ihrer Form und Funktion.

Betreuer: Prof. Dr. Jürgen Schiewe

Andrea Voß: Reisen Erzählen. Rhetorik, Intertextualität und Narrativität des adligen Bildungsreiseberichts der Frühen Neuzeit (1536-1632).

Betreuerin: Prof. Dr. Monika Unzeitig

Markus Wienen: Kommunikativität und Text. Der Rezipient als Konstrukteur von Textualität.

Betreuer: Prof. Dr. Jürgen Schiewe