Anna Lena van Beek

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Arbeitsbereich Ältere deutsche Sprache und Literatur
Institut für deutsche Philologie
Rubenowstraße 3 - Raum 2.05
17487 Greifswald

Tel.: +49 3834 420 3439
Fax: +49 3834 420 3434

anna.vanbeek(at)uni-greifswald(dot)de

Vita
WS 2017/2018 Vertretung als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für deutsche Philologie an der Universität Greifswald
seit 2017 Redakteurin für das Ressort Germanistik (Mittelhochdeutsche Sprache und Literatur) für „Mittelalter – Interdisziplinäre Forschung und Rezeptionsgeschichte“
seit 10/2014 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Germanistik der Universität Hamburg bei Prof. Dr. Bernhard Jahn
2011-2014 Master-Studium „Deutschsprachige Literaturen“ an der Universität Hamburg
2007-2011 Bachelor-Studium „Deutsche Sprache und Literatur“ an der Universität Hamburg
Forschungsschwerpunkte
  • Riesen in der Literatur des Mittelalters (Promotionsprojekt)
  • Mittelhochdeutsche Heldenepik
  • Diskursgeschichte
  • Mythologie
  • Historische Narratologie
  • Wissen und Literatur
Dissertationsprojekt

Was ist ein Riese? Diese Frage lässt sich vermeintlich leicht beantworten: Er ist sehr groß. Darüber hinaus wird es mit der Typologie des Riesen aber komplexer: Im Ausgang des Mittelalters beginnen laut Hans Fromm die Konturen zwischen Helden und Riesen zu verwischen und zu einer „einzigen Vorstellung“ zusammenzuschmelzen. Beginnt dieser Prozess erst zu diesem Zeitpunkt oder ist er schon älter? Gibt es überhaupt eine klare Trennung zwischen Riese und Heros? Und hat man im Mittelalter an Riesen geglaubt? Die Untersuchung folgt allgemein der Leitfrage nach den Konzeptionen des Riesen in der christlichen, naturwissenschaftlichen und der literarischen Texttradition des Mittelalters. Je nach Text liegt eine seltsame Mixtur niederer Mythologie, biblischer Wahrheit und antiker Einflüsse vor. Wenn sich, wie erwartet, ein Mosaik unterschiedlicher Wahrnehmungen und Vorstellungen von Riesen in den Texten belegen lässt, wird sich die Arbeit gegenüber früheren Pauschalaussagen der Forschung durch eine differenzierte historisch-anthropologische Analyse positionieren.

Betreuung: Prof. Dr. Bernhard Jahn
Zuordnung/Förderung: Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Germanistik

Publikationen und Vorträge

Aufsätze

 

  • 01/17 ez muoz dem Berner werden leit – Rächende Riesen in der aventiurehaften Dietrichepik, in: Mittelalter. Interdisziplinäre Forschung und Rezeptionsgeschichte, 29. Januar 2017, https://mittelalter.hypotheses.org/9544.
  • 01/17 Buchbesprechung zu Tina Marie Boyer: The Giant Hero in Medieval Literature. Brill: Leiden, Boston 2016 (Explorations in Medieval Culture 2). In: ZfdPh 136/1 (2017). S. 152-157.

Vorträge

 

  • „Riesen und Helden. Erklärungsmodelle für eine unfeste Dichotomie“ auf der Tagung „Die Lesbarkeit von Helden. Fragen zur Existenz einer ‚Helden-Semiotik‘“ in Tübingen, 04.08. – 05.08.2017.
  • „Rächende Riesen in der aventiurehaften Dietrichepik“ auf der Tagung „Riesen – Entwürfe und Deutungen des Außer/Menschlichen in mittelalterlicher Literatur“ in Potsdam, 23.-25.3.2017.
  • „Riesen im Alten Testament – Zur Rezeption der Nimrod-Figur im Mittelalter“ auf dem 2.  Mediävistischen Promovendentreffen Hamburg/Kiel in Kiel, 20.01.2017.