Tagung: Schlesische Sprachreform, niederländische Netzwerke, pommerscher Petrarkismus: Sibylla Schwarz (1621-1638) im Kontext

Im Jahr der 400. Wiederkehr ihrer Geburt wird der Greifswalder Dichterin Sibylla Schwarz (1621-1638) erneuerte Aufmerksamkeit zuteil. Oszillierend zwischen regelgeleiteter poetischer Nachahmung und Übernahme der abendländischen poetischen Tradition und einer ungewöhnlich freien, selbstbestimmt weiblichen literarischen Schreibgeste, stellt das Werk von Sibylla Schwarz im literarischen Kosmos des 17. Jahrhunderts eine Ausnahmeerscheinung dar, deren Bedeutung weit über das bloß Regionale hinausreicht. Im Jubiläumsjahr 2021 liegen drei neue Ausgaben des Werks der Dichterin vor, die veränderte Zugänge und neue Fragestellungen ermöglichen. Die internationale literaturwissenschaftliche Tagung, die an die Ergebnisse einer 2013 in Greifswald abgehaltenen Konferenz zu Sibylla Schwarz anschließt, unternimmt den Versuch, Schwarz und ihr Werk in den Kontexten des Literatursystems der Frühen Neuzeit zu sehen und darüber die Bedingungen zu rekonstruieren, unter denen sich Werk und Rezeption bewegen. In den Blick geraten dabei insbesondere die Bezüge zur Sprachreform der ‚Schlesischen Schule‘ im Gefolge von Martin Opitz, die Bedeutung der niederländischen Dichtung für Schwarz sowie die Rezeption des europaweit verbreiteten Petrarkismus.   

Anmeldung und Kontakt: Prof. Dr. Klaus Birnstiel – klaus.birnstieluni-greifswaldde.


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