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Ausschreibung: Schreibweisen der Gegenwart. Zeit – Medien – Literatur

Internationale Doktorand*innen-Sommerschule in Greifswald | 31.08.2026 - 04.09.2026

Internationale Doktorand*innen-Sommerschule Greifswald 

Montag, 31. August – Freitag, 4. September 2026 

Beginn: Montag, 31. August, 9.00 Uhr 

Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Eckhard Schumacher (Universität Greifswald) 

Bewerbungsfrist: 26. Mai 2026

Was sind derzeit interessante Medien der Literatur? Wie reagieren literarische Schreibweisen auf neue (und: auf alte) Medien? Wie beeinflussen mediale Dispositive Formen des Erzählens, die Darstellung von Zeit, den Eindruck von Gegenwärtigkeit (oder: von Zeitlosigkeit)? Wie beeinflusst die Verbindung von Text und Bild Zeitgestaltung und Zeitwahrnehmung? Wie arbeiten literarische Texte mit der Differenz von Mündlichkeit und Schriftlichkeit? Wie lassen sich Hören und Lesen verschriftlichen, darstellen, erzählen? 

Die Sommerschule „Schreibweisen der Gegenwart“, die vom 31. August bis zum 4. September 2026 im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald stattfindet, führt Dissertationsprojekte zusammen, die sich mit Gegenwartsliteratur auseinandersetzen und dabei Fragen wie die oben skizzierten an den Schnittstellen zwischen Literatur- und Medienwissenschaften verfolgen. Sie bietet Promovierenden mit Dissertationsprojekten zur Gegenwartsliteratur (Neuere deutsche Literatur, Komparatistik, Medienwissenschaft) die Möglichkeit, sich gemeinsam mit literarischen Formen auseinanderzusetzen, in denen Medialität und Temporalität auf besondere Weise relevant werden, und ein aktives Netzwerk für den anhaltenden Austausch aktueller Forschungszusammenhänge aufzubauen.

Mit den Gastdozent*innen Professorin Dr. Natalie Binczek (Ruhr-Universität Bochum) und Professorin Dr. Brigitte Weingart (Universität der Künste Berlin) sowie Professor Dr. Eckhard Schumacher (Universität Greifswald) werden ausgewählte literarische und theoretische Texte gemeinsam diskutiert. In kurzen Präsentationen, fokussiert auf Zusammenhänge zwischen Zeit, Medien und Literatur, geben die Promovierenden Einblicke in ihre Dissertationsprojekte. Die Seminare und Präsentationen der Sommerschule finden auf Deutsch statt (mit der Möglichkeit, für einzelne Präsentationen oder Diskussionen ins Englische zu wechseln).

Während der Veranstaltung werden täglich Kaffee und Mittagessen zur Verfügung gestellt, zudem werden die Kosten für voraussichtlich zwei gemeinsame Abendessen übernommen. Eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben. Die externen Teilnehmer*innen erhalten für die Kosten für Reise und Unterkunft einen Zuschuss von 400 Euro. Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Wenn Sie sich für die Sommerschule bewerben möchten, senden Sie bitte ein Motivationsschreiben mit einem kurzen CV (zusammen maximal 1 Seite) und ein Abstract (ca. 1 Seite, maximal 3000 Zeichen) für eine 20minütige Präsentation aus dem Zusammenhang Ihres Dissertationsprojekts, fokussiert auf Fragen der Medialität und/oder Temporalität in der Gegenwartsliteratur.

Motivationsschreiben, CV und Abstract fügen Sie bitte in einer PDF-Datei zusammen und senden diese per E-Mail an: eckhard.schumacher@uni-greifswald.de 

Ende der Bewerbungsfrist: 26. Mai 2026. 

 

Natalie Binczek ist Professorin für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum. Im Bochumer Sonderforschungsbereich „Virtuelle Lebenswelten“ (SFB 1567) ist sie Co-Leiterin des Teilprojekts „Virtualität in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur“. 2022 ist der von ihr mitherausgegebene Band Auditory Spaces. Resonanzräume der Literatur nach 1945 erschienen, 2020 das von ihr mitherausgegebene Handbuch Literatur & Audiokultur

Brigitte Weingart ist Professorin für Medientheorie an der Universität der Künste Berlin. Im Sonderforschungsbereich „Intervenierende Künste” der FU Berlin (SFB 1512) leitet sie ein Teilprojekt zu Internet-Memes. 2025 war sie Mitherausgeberin des Schwerpunkts „Aneignung revisited: Memes” der Zeitschrift für Medienwissenschaft, 2017 ist das von ihr mitherausgegebene Handbuch Literatur & Visuelle Kultur erschienen. 

Eckhard Schumacher ist Professor für Neuere deutsche Literatur und Literaturtheorie an der Universität Greifswald. Er ist Sprecher des Internationalen Graduiertenkollegs „Baltic Peripeties. Narratives of Reformations, Revolutions and Catastrophes“ (GRK 2560). 2022 ist der von ihm mitherausgegebene Band Literatur nach der Digitalisierung. Zeitkonzepte und Gegenwartsdiagnosen erschienen, 2019 das von ihm mitherausgegebene Handbuch Literatur & Pop.

 

Kontakt:

Prof. Dr. Eckhard Schumacher

Institut für deutsche Philologie, Universität Greifswald 

Rubenowstraße 3, 17489 Greifswald

 https://germanistik.uni-greifswald.de/schumacher/