Didaktik der deutschen Sprache und Literatur

Der Lehrstuhl „Didaktik der deutschen Sprache und Literatur“ befasst sich mit Lehr- und Lernprozessen in den Bereichen Literatur-, Sprach- und Mediendidaktik des Deutschen. Wir qualifizieren angehende Deutschlehrkräfte für das Grundschullehramt und das Sekundarstufenlehramt.
Unser zentrales Anliegen für das Lehramtsstudium ist eine effektive Verbindung von Theorie und Praxis. Die Vermittlung fundierter theoretischer Kenntnisse der Deutschdidaktik auf dem aktuellen Stand der Forschung gehört dazu ebenso wie eine reflexive und unterstützende Begleitung von Praxisphasen.
Die Forschungsschwerpunkte der Professur liegen in den Bereichen Literarisches Lernen, Interpretieren literarischer Texte, Literatur und Bildung sowie (Kinder- und Jugend-)Literatur zu Holocaust und Nationalsozialismus. Darüber hinaus forschen wir zu fachspezifischen Leseprozessen mittels Eye-Tracking.
Kontakt
Lehrstuhlinhaberin
Rubenowstraße 3 - Raum 3.10
17487 Greifswald
Tel.: +49 3834 420 3410
anette.sosnauni-greifswaldde
Sekretariat
Rubenowstraße 3 - Raum 2.13
17489 Greifswald
Tel.: +49 3834 420 3412
fachdidaktik-deutschuni-greifswaldde
Sprechzeiten:
Montag - Freitag 8:00 - 12:00 Uhr
Aktuelles
Ausschreibung: Tutorium für die Fachdidaktik (BM)
Am Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur am Institut für Deutsche Philologie der Universität Greifswald ist zum 15.10.2026 eine Stelle als studentische Hilfskraft zu besetzen. Die Stelle umfasst voraussichtlich einen Umfang von 20 Stunden pro Monat. Es handelt sich um ein Tutorium zum Basismodul Fachdidaktik Deutsch mit einer Laufzeit bis zum 15.02.2027.
Die Bewerbungsunterlagen (Motivationsschreiben, Lebenslauf, Transkript of Records bzw. Notenspiegel, evtl. bisherige studentische Hilfstätigkeiten) richten Sie bitte bis zum 10. August 2026 an das Sekretariat, Frau Förster: fachdidaktik@uni-greifswald.de
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!
Romantik revisited – Literaturgeschichte im Dialog
Unterrichtsmaterial

Die vorliegenden Unterrichtsmaterialien und -impulse zur Epoche der Romantik wurden von Projektbeteiligten auf der Basis einer Umfrage unter Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften entwickelt. Das Unterrichtsmaterial integriert Ausstellungsinhalte des Deutschen Romantik-Museums in Frankfurt am Main, des Pommerschen Landesmuseums in Greifswald und des Beethoven-Hauses in Bonn.
Es kann im Literatur- und Literaturgeschichtsunterricht des Faches Deutsch, aber auch in Sequenzen der Fächer Kunst oder Musik eingesetzt werden. Die didaktische Konzeption basiert auf einem erweiterten Textbegriff. Konzipiert ist das Material für den Einsatz in den Klassenstufen 10-13. Es orientiert sich an den KMK-Bildungsstandards sowie den Rahmen- bzw. Lehrplänen der gymnasialen Oberstufe der Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern und Hessen für das Fach Deutsch. Es handelt sich um ergänzendes Unterrichtsmaterial und ist in allen Bundesländern einsetzbar.
Einleitungs- und Abschlussmodul bieten Lehrkräften Möglichkeiten für die Hinführung zur Epoche der Romantik und eine reflektierende Rückschau. Modul 1 befasst sich aus literatur-, kunst- und musikgeschichtlicher Perspektive mit der Problematisierung von Epochenmodellen. Die Module 2-5 bieten Unterrichtsimpulse zu den Themen „Vom Zeitgeist der Romantik“, „Räume der Romantik“, „Farben der Romantik“ und „Innenwelten“.
Neben einer Einleitung u.a. mit Erläuterungen zur didaktischen Konzeption bieten die Module Material für Schülerinnen und Schüler, Handreichungen für Lehrkräfte und Medien für den Unterrichtseinsatz (Filme, Podcasts).

Praxis Deutsch Nr.307/2024: Erinnerungskulturen
Hg. von Anette Sosna und Dieter Wrobel
Gedenktage und Jubiläen sind in unserer Gesellschaft allgegenwärtig. Aber warum werden einige Anlässe jedes Jahr begangen und andere kaum erinnert und gefeiert? Woran erinnern wir uns als Gesellschaft? Warum und wie tun wir es? Und welche Rolle spielt der Deutschunterricht dabei?
Die Unterrichtsmodelle in dieser Ausgabe bieten vielfältige Möglichkeiten, das Thema Erinnerungskulturen an konkreten Beispielen didaktisch zu gestalten, zum Beispiel: Was geschieht mit Widerständigem und Irritierendem? Was mit Verfestigtem und Stereotypisiertem? Wie sind Reaktionen wie das verbreitete Schweigen nach dem Holocaust oder die noch immer herrschende Sprachlosigkeit im Nachfeld der deutschen Wiedervereinigung einzuordnen? – Die behandelten Texte und der thematisierte Dokumentarfilm nehmen diese Fragen auf und verarbeiten sie ästhetisch wie inhaltlich. Sie greifen dabei individuelle und gesellschaftliche Wahrnehmungsdynamiken auf.

Interpretieren als metakognitiver Prozess im Deutschunterricht
Sosna, Anette: Interpretieren als metakognitiver Prozess im Deutschunterricht. Interpretationskompetenz fördern in den Sekundarstufen I und II
Beltz Juventa: Weinheim 2023
ISBN 978-3-7799-6891-7
Erscheinungsdatum: 21.06.2023
Habilitationsschrift zur Feststellung der Lehrbefähigung im Fach Didaktik der deutschen Sprache und Literatur an der Philologisch-Historischen Fakultät der Universität Augsburg
Inhalt:
Das Interpretieren literarischer Texte gehört zu den grund-legenden Kompetenzen, die im Deutschunterricht weiter-führender Schularten vermittelt werden, erweist sich aber aus fachwissenschaftlicher wie auch aus fachdidaktischer Perspektive als komplexer und schwer zu fassender Prozess.
Die Studie zeigt grundlegende theoretische und praktische Probleme des Interpretierens auf und entwickelt Lösungs-perspektiven zu Operationalisierbarkeit, Modellierung und Förderung von Interpretationskompetenz in den Sekundar-stufen I und II. Metakognitive Elemente und Strategien sind dabei von zentraler Bedeutung.