Matthias Vollmer

Wissenschaftlicher Mitarbeiter & Leiter Pommersches Wörterbuch

Arbeitsbereich Germanistische Sprachwissenschaft 
Institut für deutsche Philologie
Domstraße 14
17489 Greifswald

Tel.: +49 (0)3834 86-3403
Fax: +49 (0)3834 86-3423
mvollmer(at)uni-greifswald(dot)de

Sprechzeit: /

Sprechstunde während der vorlesungsfreien Zeit: nach Vereinbarung

    Vita
    1991 Abschluss des Magisterstudiums der Germanistik, Geschichte und Psychologie an der Universität Bielefeld.
    1996 Promotion mit einer namenkundlichen Arbeit zur Mikrotoponymie eines ostwestfälischen Ortspunktes, die mit dem Agathe-Lasch-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg ausgezeichnet wurde.
    April 1998-Dezember 1998 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Pommerschen Wörterbuch bei der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig
    Januar 1991 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Pommerschen Wörterbuch / Institut für Deutsche Philologie an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald.
    Januar 2001 Habilitation mit einer Arbeit zu den ostpommerschen Dialekten. Venia legendi für Germanistische Sprachwissenschaft.
    Lehre

    Informationen zu den Lehrveranstaltungen finden Sie im Selbstbedienungsportal (LSF) über die folgenden Links:

     

     

    Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2011

    Mo 8-10 Zur Binnendifferenzierung des Deutschen – Schwerpunkt areale Differenzierung (Seminar)
    4004040 Matthias Vollmer, Rubenowstr. 3, R 1.22

    Das Seminar behandelt in erster Linie die Differenzierung des deutschen Sprachraumes in räumlicher Hinsicht, weshalb besonders die rezenten Dialekte und damit Fragestellungen der deutschen Dialektologie, zudem aber auch Funktionen und regionale Ausprägungen der Umgangssprachen im deutschen Sprachgebiet anzusprechen sind. Das Hauptaugenmerk wird dabei auf den sprachlichen Verhältnissen im Norden der Bundesrepublik liegen. Thematisiert werden u.a.: (1) Überblick über Geschichte und Aufgaben der deutschen Dialektologie (2) Gliederung der deutschen Dialekte (3) Fragen der Erhebung sprachlicher Daten und deren Ergebnisdarstellung mit dem Schwerpunkt Sprachkartografie. (4) Analyse lautlicher, morphologischer, lexikalischer und syntaktischer Eigen-schaften verschiedener Dialektregionen. Konkretes Anschauungsmaterial hierzu liefert eine Auswahl mundartli-cher Texte.

    Fr 10-12 Literatur und Region II: Neuniederdeutsche Literatur von der Klassik bis zur Moderne (Proseminar)
    4004082 Matthias Vollmer, Rubenowstr. 3, R 2.10

    Die Veranstaltung beschäftigt sich mit verschiedenen Erscheinungsformen der neuniederdeutschen Literatur bis in die jüngste Gegenwart hinein. Salonfähig wurde die niederdeutsche Mundartliteratur nach dem Abbruch mittel-niederdeutscher Traditionen im späten 16. Jahrhundert erst wieder um 1850 vor allem durch die literarischen Erfolge und die enorme Popularität zweier Männer. Gemeint sind der aus Heide in Dithmarschen stammende Klaus Groth mit seinem Quickborn und der Mecklenburger Fritz Reuter besonders mit seinem Romanwerk. In der Folge entstanden (und entstehen noch) zahllose literarische Texte unterschiedlichster Form und Qualität. Heute führt die durchaus rege plattdeutsche Kulturszene im Literaturbetrieb der Bundesrepublik trotz bemerkenswerter
    Einzelleistungen allerdings letztlich ein Nischendasein. Ausgewählte Texte werden im Rahmen des Seminars gemeinsam gelesen und übersetzt.

    Forschungsschwerpunkte
    • Lexikografie

    • Niederdeutsche Philologie

    • Dialektologie 

    • Namenkunde
    • Forschungsprojekt: Pommersches Wörterbuch
    Publikationen
    Bücher

    Vollmer, Matthias (1995): Flurnamenatlas der Stadt Spenge. Bielefeld. 

    Vollmer, Matthias (1996): Zur Mikrotoponymie eines ostwestfälischen Ortspunktes. Lage.

    Pommersches Wörterbuch, herausgegeben von Renate Herrmann-Winter und Matthias Vollmer, Band I (A-K), Berlin 2008. 

    Aufsätze

    Vollmer, Matthias (1990): Metasprachliches Wissen von Dialektsprechern. Laiendialektologie am Beispiel von Flurnamen. In: Korrespondenzblatt des Vereins für niederdeutsche Sprachforschung, Jg. 97, S. 53-64. 

    Vollmer, Matthias (2008): Zur pommerschen Dialektlexikographie. Kosegartens Wörterbuch der niederdeutschen Sprache älterer und neuerer Zeit. In: Jahrbuch des Vereins für niederdeutsche Sprachforschung, Bd. 131, S. 113-132. 

    Artikel für das Pommersche Wörterbuch

    Band I: 
    Barchus – Bäuk (3. Lfg.; 1999); 
    Bleckschauster – Botterfatt (4. Lfg.; 2000); 
    Botterfett - Bratzer; Bur1 - dålknäuseln (5. Lfg.; 2001); 
    dålkriegen – däugen2; draugen – drösen (6. Lfg.; 2002); 
    drösig – dunkelhaftig; Engelken – fiedeln (7. Lfg.; 2002); 
    fuurts – Gäwelteiken (8. Lfg.; 2003); 
    gäwig – Geschmack; H - håkenrein (9.Lfg.; 2004); 
    håkenriep – häuden; Hilligåbend – holtig (10. Lfg.; 2005); 
    Ierd – ihrwürdig; inknasten – Kaffe (11. Lfg.; 2005); 
    Kaffebohn – Kell; Klink – Klünner2 (12. Lfg.; 2006); 
    Klünnerbåhn – Krågen; kugelblåg – kuwwe (13. Lfg.; 2007). 

    Band II: 
    L – Liseer; Luder – Luzipee; Mähn – mäklig (1. Lfg.; 2008); 
    Månd1 – Mann; Mick1 – Nådelog (2. Lfg.; 2009); 
    Nådelühr – nüwwelig (3. Lfg.; 2010);
    Prager – Puje (4. Lfg.; 2011);
    Pujknüppel – Rohmbotter; Rok – Rom (5. Lfg.; 2012);
    Såmer – Såmerweiten; Schaats – schabbern; schafucken – schauhbåhnen (6. Lfg.; 2013).

    Rezensionen

    Michael Wiegert-Wegener: Anton Wullweber. Pastor in Westfalen. In: Jahrbuch der Augustin-Wibbelt-Gesellschaft, Bd. 8 (1992), S. 71-72. 


    Westfälisches Wörterbuch. Band II, Lieferung 7: Ende bis fast. In: Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik, Bd. 72 (2005), S. 248-249.