Anja Sieger

Lehrkraft für besondere Aufgaben

Arbeitsbereich Fachdidaktitk/Medien
Institut für deutsche Philologie
Rubenowstr. 3 - Raum 3.14
17487 Greifswald

Tel.: +49 (0)3834 420 3419
Fax: +49 (0)3834 420 3423
anja.sieger(at)uni-greifswald(dot)de

Sprechzeit: Do 14-15 Uhr

Sprechstunde während der vorlesungsfreien Zeit: /

 

 

Vita
1971 geboren in Ueckermünde
1989 Abitur
1990-1996 Lehramtsstudium (Gymnasium) für die Fächer Deutsch und Kunst und Gestaltung an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald; Erstes Staatsexamen
Thema der Staatsexamensarbeit: „Das Abweichende ist das Böse.“ Heinar Kipphardts „März“-Roman – Außenseitertum und Normalität in der literarischen Gesellschaftsbetrachtung
März 1997-Januar 1998 wissenschaftliche Hilfskraft im Koeppen-Archiv Greifswald
Februar 1998-Januar 2000 Referendariat am Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium Greifswald; Zweites Staatsexamen
Thema der Staatsexamensarbeit: Möglichkeiten des produktiven Umgang mit der Novelle „Bahnwärter Thiel“ von Gerhart Hauptmann
ab März 2000 Lehrerin am Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium in Greifswald
2002-2007 Leitung der Fachkonferenz Deutsch
2005-2007 Leitung der Fachschaft Deutsch, Kunst, Musik
seit 2006 örtliche Betreuerin PAD: Organisation und Betreuung des Familienaufenthalts für Preisträger der deutschen Sprache im Auftrag des Pädagogischen Austauschdienstes Bonn
ab Oktober 2008 Lehrkraft für besondere Aufgaben im Bereich Fachdidaktik
Lehre

Informationen zu den Lehrveranstaltungen finden Sie im Selbstbedienungsportal (LSF) über die folgenden Links.

Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2011

Mo 12-14 Einführung in die Sprach- und Literaturdidaktik (Grundkurs/ Prosem.) [ab 3. Sem.]
4004085 Anja Sieger, Rubenowstr. 1, HS 2
Wie kann man Schüler für das Lesen begeistern und sie zugleich literarisch bilden? Wie ist es möglich, ihnen nicht nur die Notwendigkeit eines normgerechten Sprechens und Schreibens zu vermitteln, sondern sie auch für die Beweglichkeit des sprachlichen Systems zu sensibilisieren?
Wie kann man im Deutschunterricht didaktische Notwendigkeiten bezüglich Orthographie und Sprachbetrachtung mit der Entdeckung der Ästhetik der deutschen Sprache verbinden? Und was macht generell guten Deutschunter-richt aus? Unter Berücksichtigung der aktuellen Diskussion um Kompetenzorientierung und Bildungsstandards werden in der Einführungsveranstaltung Ziele, Konzepte und Methoden des Umgangs mit Sprache und Literatur thematisiert und damit auch die Rahmenbedingungen eines guten Deutschunterrichts beleuchtet. Einen besonde-ren Stellenwert werden in diesem Zusammenhang Möglichkeiten zur Gestaltung eines integrativen Deutschunter-richts einnehmen. In Vorbereitung auf das eigene Unterrichten im Hauptstudium sollen darüber hinaus Grundla-gen für die Planung und Durchführung von Unterrichtseinheiten sowie für das Anfertigen von Stundenentwürfen vermittelt werden. Literatur:
Brand, Tilman von: Deutsch unterrichten. Friedrich Verlag, 2010
Kämper-van den Boogaart, Michael (Hrsg.) : Deutschdidaktik. Leitfaden für die Sekundarstufe
I und II, Cornelsen Scriptor, 2008
Ossner, Jakob: Sprachdidaktik Deutsch, Schöningh, 2006
Fr 8-10 Dramatische Texte im Deutschunterricht (Hauptseminar)
4004088 Anja Sieger, Wollweberstr. 1, HS
Auch wenn diverse Vorschläge und Konzepte für einen „anderen“ Umgang mit dramatischen Texten im Deutsch-unterricht vorliegen, werden in der Unterrichtspraxis Werke dieser literarischen Gattung auch heute noch haupt-sächlich gelesen. Reine Lesedramen, die gattungsbestimmende Merkmale des dramatischen Genres übernehmen, aber nicht primär für eine Bühnenumsetzung bestimmt sind, gibt es jedoch eher selten. Ein Unterricht, der (aus-schließlich) das Lesen, Analysieren und Interpretieren von dramatischen Texten verfolgt, kann dem dramatischen
Text durch seinen Partiturcharakter und mit seiner elementaren Beziehung zum Handeln somit wohl kaum gerecht werden. Ziel des Seminars ist es, verschiedene didaktische Konzepte zum Umgang mit dramatischen Texten im Deutschunterricht kennen zu lernen und in Hinblick auf ihre Textsortenrelevanz und Praxistauglichkeit zu beleuch-ten. Ausgehend von der Beobachtung Günter Waldmanns, dass das Lesenlernen von Dramen im Theater beginne, wird ein verbindlicher gemeinsamer Theaterbesuch („Antigone“, Tragödie von Sophokles oder „Nachtasyl“, Dra-ma von Maxim Gorki) eine wesentliche Diskussions- und Arbeitsgrundlage des Seminars bilden.
Literatur:
Denk, Rudolf/Möbius, Thomas: Dramen- und Theaterdidaktik. Eine Einführung. Erich
Schmidt Verlag, 2008
Mi 14-16 Examenskolloquium - Aktuelle Aspekte der Sprach- und Literaturdidaktik
4004093 Grit Jarmer/ Anja Sieger, Beginn siehe Aushang!
Mit diesen Veranstaltungen wird den Studierenden die Möglichkeit gegeben, sich in Vorbereitung auf die Exami-na mit den Prüfenden zu aktuellen Fragestellungen der Fachdidaktik Deutsch vertiefend oder wiederholend zu verständigen.
Vorausgesetzt werden eine gründliche Aufbereitung absolvierter Lehrveranstaltungen in der Fachdidaktik, eine intensive Beschäftigung mit aktuellen Diskussionen in der fachdidaktischen Literatur und die Übernahme eines Kolloquiumsbeitrages. Genaue Inhalte und Termine werden rechtzeitig vor Beginn per Aushang bekannt gegeben.
Produktives Schreiben
Mo 14-16 Produktives Schreiben I (Übung)
4004094 Anja Sieger, Soldmannstr. 15, SR 046
Di 8-10 Produktives Schreiben II (Übung)
4004095 Anja Sieger, Rubenowstr. 3, R 1.22
Do 12-14 Produktives Schreiben III (Übung)
4004096 Anja Sieger, Rubenowstr. 3, R 1.22
Der produktive Umgang mit Literatur eröffnet Möglichkeiten einer praktischen Auseinandersetzung mit lyrischen, epischen und dramatischen Texten und führt neben einem „Lernen mit Kopf, Herz und Hand“ (Andreas Flitner) auch dazu, dass die Werke „genauer wahrgenommen, deutlicher erfahren und differenzierter erfasst werden“ (Günter Waldmann). Werden im dritten Übungsblock verschiedene Möglichkeiten des produktiven Verstehens von Literatur thematisiert und in Hinblick auf ihre didaktisch-methodische Funktion auf den Prüfstand gestellt, steht im zweiten Block das Praktizieren unterschiedlicher kreativer Schreibformen im Mittelpunkt der Beschäftigung. Am Beginn der Übung werden im Rahmen eines ersten Blockes verschiedene Varianten des spielerischen Umgangs mit Sprache erprobt und in Bezug auf ihre unterrichtliche Einbindung diskutiert werden. Die Freude am eigenen Schreiben, am Produzieren von ganz unterschiedlichen Texten soll in allen drei Blöcken durch vielfältige Aufgaben und Anregungen befördert werden.
Literatur:
Ulrich, Winfried: Sprachspiele. Texte und Kommentare. Lese- und Arbeitsbuch für den
Deutschunterricht. 2. Auflage. Hahner Verlagsgesellschaft, 2002
Braukmann, Werner: Freies Schreiben. Praxishandbuch für die Sekundarstufe I und II. Cornelsen,
2003
Waldmann, Günter: Produktiver Umgang mit Literatur im Deutschunterricht: Grundriss einer
produktiven Hermeneutik. 5., unveränderte Auflage. Schneider Verlag Hohengehren, 2007
Schulpraktische Übungen
Blockseminar SPÜ I, Jahngymnasium, Klasse 11 (LA Gymn.)
4004097 Anja Sieger (14.02.-04.03.11)
Di 12.15 -14.45 SPÜ II, Jahngymnasium, Klasse 7 (LA Gymn.)
4004098 Anja Sieger
Do 7.30-10 SPÜ III Jahngymnasium, Klasse 7 (LA Gymn.)
4004099 Anja Sieger

Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2010/11

Blockseminar Erarbeitung des Lehrmaterials „Textanalyse für den Literaturunterricht“
4004074 Monika Schneikart/ Anja Sieger (Projekt am Humboldt-Gymnasium)
Das Seminar kann im Bereich Fachdidaktik nur als HS angeboten werden. Es soll die schulpraktischen Übungen (SPÜ) vorbereiten, indem das neue textanalytische Wissen (Beispiel Narratologie) fachdidaktisch aufbereitet wird für den Literaturunterricht.
Mi 8-10 Lyrische Texte im Deutschunterricht (Hauptseminar)
4004110 Anja Sieger, Domstr. 9a, Hörsaal 4
Viele Kinder werden bereits im Kleinkindalter mit lyrischen Texten konfrontiert, stehen doch Kinderreime und -lieder häufig am Beginn ihrer Lesesozialisation. Dennoch empfinden nicht wenige Schüler im Deutschunterricht, dass es sich bei Gedichten um einen „etwas entlegene(n) und auch nutzlose(n) und einschüchternde(n) Bereich der Literatur“ (Günter Waldmann) handelt, der nichts mit ihrer Lebenswelt zu tun hat und nur von Spezialisten verstanden werden kann.
Ausgehend von dieser Beobachtung Günter Waldmanns und unter Berücksichtigung der Rezeptionsbesonderheiten lyrischer Texte sollen im Seminar aktuelle Methoden und Konzepte im Umgang mit lyrischen Texten vorgestellt, an Beispielen erprobt und in Hinblick auf ihre Praxisrelevanz diskutiert werden. Welche Möglichkeiten zur Stärkung des lebensweltlichen Bezuges durch eine Öffnung des Lyrikunterrichts bestehen, soll im Seminar ebenso thematisiert werden wie die Frage, inwiefern das Auswendiglernen von Gedichten legitimiert werden kann. Das Finden von geeigneten Texten für Interpretationsaufsätze, die unterrichtliche Vermittlung der Arbeitstechniken des Interpretierens und Vergleichens von lyrischen Texten sowie die Korrektur und Bewertung von Schüleraufsätzen sollen darüber hinaus Berücksichtigung finden.
Literatur:
Franz, Kurt; Hochholzer, Rupert: Lyrik im Deutschunterricht. Grundlagen – Methoden – Beispiele. 2. unveränderte Auflage. Schneider Verlag Hohengehren, 2010
Fr 12-14 Aktuelle Kinder- und Jugendbücher zum Thema „Holocaust“ im Deutschunterricht (Hauptseminar)
4004111 Anja Sieger, Rubenowstr. 3, R 1.05
„Die Toten sollen mahnen.
Wen? Mich?!
Ich bin nicht dabei gewesen.
Was geht mich das an?“
Dieser Auszug aus einem Gedicht einer 18jährigen Schülerin aus dem Jahre 1994 verdeutlicht die Einstellung nicht weniger Heranwachsender zu den Themen „Nationalsozialismus“ und „Holocaust.“ Gleichzeitig fällt auf, dass in den letzten Jahren zahlreiche, sehr unterschiedlich ausgerichtete Werke der Kinder- und Jugendliteratur zu diesem Kapitel der deutschen Geschichte erschienen sind. Nicht wenige dieser Texte finden sich auf den Nominierungslisten zum renommierten Deutschen Jugendliteraturpreis (im Bereich Kinderbuch 2010 „Das Mädchen mit den drei Namen“ von Tami Shem-Tov) bzw. haben diese Auszeichnung verliehen bekommen und das keineswegs nur von der Kritikerjury. Beispielsweise erhielt 2009 Markus Zusaks Roman „Die Bücherdiebin“ den Preis der Jugendjury, in diesem Jahr ist Morris Gleitzmans Jugendbuch „Einmal“ von den jugendlichen Lesern für diesen Preis vorgeschlagen worden.
Inwiefern (trotz der nicht selten durch Schule verursachten Übersättigung auf Seiten der Heranwachsenden) diese und andere Werke der aktuellen Kinder- und Jugendliteratur zum Thema „Holocaust“ Einzug in den Deutschunterricht halten sollten, welche thematischen und literar-ästhetischen Besonderheiten sie ausmachen und welche Möglichkeiten der unterrichtlichen Einbindung sie hierdurch offerieren, soll im Seminar thematisiert werden.
Teilnahmevoraussetzungen sind eine hohe Lesebereitschaft sowie die Übernahme eines Seminarbeitrags. Die Lektüreliste wird mit Beginn der vorlesungsfreien Zeit per Aushang bekannt gegeben.
Literatur:
Birkmeyer, Jens (Hrsg.): Holocaust-Literatur und Deutschunterricht. Perspektiven schulischer Erinnerungsarbeit. Schneider Verlag Hohengehren, 2008.
Mi 14-16 Aktuelle Aspekte der Sprach- und Literaturdidaktik (Kolloquium)
4004114 Anja Sieger/ Grit Jarmer, Beginn: 15.12., Rubenowstr. 3, R 2.10
Produktives Schreiben
Mo 12-14 Produktives Schreiben I (Übung)
4004115 Anja Sieger, Rubenowstr. 3, R 1.22
Di 12-14 Produktives Schreiben II (Übung)
4004116 Anja Sieger, Rubenowstr. 2, SR 2
Mi 12-14 Produktives Schreiben III (Übung)
4004117 Anja Sieger, Rubenowstr. 3, R 1.22
Der produktive Umgang mit Literatur eröffnet Möglichkeiten einer praktischen Auseinandersetzung mit lyrischen, epischen und dramatischen Texten und führt neben einem „Lernen mit Kopf, Herz und Hand“ (Andreas Flitner) auch dazu, dass die Werke „genauer wahrgenommen, deutlicher erfahren und differenzierter erfasst werden“ (Günter Waldmann). Werden im dritten Übungsblock verschiedene Möglichkeiten des produktiven Verstehens von Literatur thematisiert und in Hinblick auf ihre didaktisch-methodische Funktion auf den Prüfstand gestellt, steht im zweiten Block das Praktizieren unterschiedlicher kreativer Schreibformen im Mittelpunkt der Beschäftigung. Am Beginn der Übung werden im Rahmen eines ersten Blockes verschiedene Varianten des spielerischen Umgangs mit Sprache erprobt und in Bezug auf ihre unterrichtliche Einbindung diskutiert werden.
Die Freude am eigenen Schreiben, am Produzieren von ganz unterschiedlichen Texten soll in allen drei Blöcken durch vielfältige Aufgaben und Anregungen befördert werden.
Literatur:
Ulrich, Winfried: Sprachspiele. Texte und Kommentare. Lese- und Arbeitsbuch für den Deutschunterricht. 2. Auflage. Hahner Verlagsgesellschaft, 2002
Braukmann, Werner: Freies Schreiben. Praxishandbuch für die Sekundarstufe I und II. Cornelsen, 2003
Waldmann, Günter: Produktiver Umgang mit Literatur im Deutschunterricht: Grundriss einer produktiven Hermeneutik. 5., unveränderte Auflage. Schneider Verlag Hohengehren, 2007.


Schulpraktische Übungen
Schulpraktische Übungen I (Unterrichtstraining) (Übung)
Blockveranstaltung vom 20.09.2010 bis zum 08.10.2010
4004118 Anja Sieger
Schulpraktische Übungen II (Unterrichtstraining) (Übung)
4004119 Anja Sieger
Schulpraktische Übungen III (Unterrichtstraining) (Übung)
4004120 Anja Sieger

 

Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2010

Mi 8-10 Umgang mit Texten im Deutschunterricht (Hauptseminar)
4004082, Rubenowstr. 1, HS 3
Epische, lyrische und dramatische Texte bilden den Hauptauseinandersetzungsgegenstand des Literaturunterrichts; der Umgang mit ihnen stellt für den kindlichen und jugendlichen Leser aber nicht selten eine große Herausforderung dar. Sind es bei lyrischen Texten z.B. die Bildhaftigkeit der Sprache oder die Verdichtung der Form, die zu Leseschwierigkeiten führen können, stellen dramatische Texte aufgrund ihrer Bühnenbestimmung Partituren dar, die einen geübten Leser benötigen. Epische Texte befriedigen durch das Erzählen zwar ein menschliches Grundbedürfnis, Probleme gibt es aber dennoch bei komplexen und modernen Erzähltexten.
Im Rahmen des Seminars sollen aber nicht nur fiktionale Textsorten in Hinblick auf ihre Rezeptionsbesonderheiten und die daraus resultierenden gegenstandsspezifischen Konzepte und Methoden zum Gegenstand werden.
Sachtexte zu verstehen, ihnen schnell die geforderten Informationen zu entnehmen und diese zielgerichtet zu verarbeiten, sind Fähigkeiten von kompetenten Lesern im Informationszeitalter. Zur Kompetenzbeförderung werden Sachtexte im Deutschunterricht dementsprechend nicht nur als Lernmedium genutzt, sondern auch als Lerngegenstand betrachtet. Gerade für Jungen stellen Sachtexte darüber hinaus eine Alternative zur fiktionalen Literatur dar. Die unterschiedlichen Möglichkeiten des Umgangs mit Sachtexten im Deutschunterricht bilden daher einen weiteren Beschäftigungsgegenstand.
Literatur: 
Bogdal, Klaus-Michael/Korte, Hermann (Hrsg.): Grundzüge der Literaturdidaktik. dtv, 2006
Fix, Martin/Jost, Roland: Sachtexte im Deutschunterricht. Schneider Verlag Hohengehren, 2005


Fr 12-14 Phantastische Kinder- und Jugendliteratur und ihr Beitrag zur Leseförderung (Hauptseminar) 
4004083, Rubenowstr. 3, R 1.05
„Ich bin 10 Jahre alt und als ich dieses Buch („Das Geheimnis des 12. Kontinents“ von Antonia Michaelis, 348 Seiten) in unserem Bücherladen sah, dachte ich sofort, das muss ein gutes Buch sein. Ich kaufte mir es also und las es innerhalb von 4 Tagen durch. Das Buch ist sooooooo gut geschrieben, dass man gar nicht aufhören möchte zu lesen.“
Diese Rezension der 10-jährigen Nele steht beispielhaft für die Begeisterung, die Werke der phantastischen Literatur bei vielen Kindern und Jugendlichen auslösen. Selbst Kinder und Jugendliche, die sich als „Nicht-Leser“ bezeichnen, greifen zu Werken dieses Genres und bewältigen den häufig recht großen Textumfang von mehreren hundert Seiten erfolgreich.
Besonders für Kinder stellen phantastische Erzählungen die bevorzugte Lektüre dar, und das für Jungen und Mädchen gleichermaßen. Hier liegen also große Chancen für eine schulische Leseförderung, die ergriffen werden sollten.
Ausgehend von dieser Beobachtung, werden im Seminar klassische und moderne Werke der phantastischen Kinder- und Jugendliteratur gelesen und in Hinblick auf ihren Unterrichtseinsatz untersucht werden. Eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Begriff der Kinder- und Jugendliteratur, ihrer historischen Entwicklung und Funktionsbestimmung wird einleitend am Beginn der Beschäftigung stehen. 
Teilnahmevoraussetzungen sind eine hohe Lesebereitschaft sowie die Übernahme eines Seminarbeitrags. Die Lektüreliste wird mit Beginn der vorlesungsfreien Zeit per Aushang bekannt gegeben.
Literatur:
Lange, Günter (Hrsg.): Taschenbuch der Kinder- und Jugendliteratur. Band 1 und 2. 4., unveränderte Auflage. Schneider Verlag Hohengehren, 2005
Knoblauch, Jörg/Stenzel, Gudrun (Hrsg.): Zauberland und Tintenwelt. Fantastik in der Kinder- und Jugendliteratur. Juventa, 2006


Mo 12-14 Produktives Schreiben I (Übung)
4004088 Rubenowstr. 3, R 1.22
Di 12-14 Produktives Schreiben II (Übung)
4004089 Rubenowstr. 3, R 1.22
Mi 12-14 Produktives Schreiben III (Übung)
4004090 Rubenowstr. 3, R 1.22
Anmeldung zu allen drei Kursen online unter www.phil.uni-greifswald.de/seminaranmeldung, Frist 1.-14.2.


Mi 14-16 Aktuelle Aspekte der Sprach- und Literaturdidaktik (Kolloquium)

4004091, Rubenowstr. 1, HS 2
ab der 8. Woche der Vorlesungszeit, zusammen mit Kurt Rose
Mit diesen Veranstaltungen wird den Studierenden die Möglichkeit gegeben, sich in Vorbereitung auf die Examina mit den Prüfenden zu aktuellen Fragestellungen der Fachdidaktik Deutsch vertiefend bzw. wiederholend zu verständigen.
Vorausgesetzt werden eine gründliche Aufbereitung absolvierter Lehrveranstaltungen in der Fachdidaktik, eine intensive Beschäftigung mit aktuellen Diskussionen in der fachdidaktischen Literatur und die Übernahme eines Kolloquiumbeitrages. Genaue Inhalte und Termine werden in Vorbereitung auf die erste Veranstaltung (siehe Aushang) vereinbart.


Schulpraktische Übung I (Unterrichtstraining/Übung)
Blockveranstaltung vom 22.02.-12.03.2010
4004093 (Anmeldung abgeschlossen)
Mo 14.30-17 Schulpraktische Übung III (Unterrichtstraining/Übung)
4004095 Fischerschule, Kl. 5
Di 7.30-10 Schulpraktische Übung IV (Unterrichtstraining/Übung)
4004096 Jahngymnasium, Kl. 7

 

Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2009/10

Mo 12-14 Lessozialisation - Lesekompetenz - Leseförderung (Hauptseminar)
4004079 Domstr. 9a (Historisches Institut), HS 12
In der Studie „Lesen in Deutschland 2008“ gaben 44,5 % der befragten 19jährigen an, als Kind nie ein Buch geschenkt bekommen zu haben. Im Zusammenhang von PISA 2000 erklärten 42 % der befragten 15jährigen Schüler, dass sie nie zum Vergnügen lesen würden.
Eine Kernaussage der „Erfurter Studie“ aus dem Jahr 2001 lautet, dass Schüler durchaus für das Lesen zu begeistern sind, nur meist nicht durch den Deutschunterricht.
Bei PISA 2000 landeten die deutschen Schüler auf Platz 21 von 31 teilnehmenden Staaten, seitdem gibt es trotz diverser Fördermaßnahmen eher verhaltene Verbesserungen. 
Das Hauptseminar geht der Frage nach, inwiefern ein Zusammenhang zwischen der Lesesozialisation von Kindern und Jugendlichen und ihrer Lesekompetenz besteht. In Beantwortung und Weiterführung dieser Fragestellung sollen im Anschluss daran schulische, aber auch außerschulische Möglichkeiten der Leseförderung thematisiert und anhand von Praxisbeispielen konkretisiert werden.
Literatur:
Graf, Werner: Lesegenese in Kindheit und Jugend. Einführung in die literarische Sozialisation. Schneider Verlag Hohengehren, 2007
Bertschi-Kaufmann, Andrea (Hrsg.): Lesekompetenz, Leseleistung, Leseförderung. Grundlagen, Modelle und Materialien. 2. Auflage. Kallmeyer in Verbindung mit Klett, 2008
Schiefele, Ulrich; Artelt, Cordula; Schneider, Wolfgang; Stanat, Petra (Hrsg.): Struktur, Entwicklung und Förderung von Lesekompetenz. Vertiefende Analysen im Rahmen von PISA 2000. Verlag für Sozialwissenschaften, 2004


Do 8-10 Schreiben lernen - Lernen durch schreiben (Hauptseminar)
4004080 Rubenowstr. 2, Hörsaal
Dass das Schreiben für die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ebenso wichtig wie das Lesen ist und dem Deutschunterricht zur Vermittlung von Schreibkompetenzen die Hauptrolle zukommt, zeigt sich bereits in den Lernbreichen des Faches und wird auch in den Bildungsstandards ausdrücklich betont. Wie Schüler das Schreiben als basale Fähigkeit erwerben, was Schreibkompetenz als Textproduktionskompetenz meint und mit welchen Mitteln und Methoden sie befördert werden kann, soll im Seminar unter Berücksichtigung der Subjekt-, Sach- und institutionellen Perspektive schulischen Schreibens thematisiert werden. Die Erkenntnis, dass durch das Schreiben unterschiedliche Lernprozesse angestoßen werden können und es somit laut Martin Fix nicht nur „Lerngegenstand, sondern auch Lernmedium“ ist, soll darüber hinaus einen Schwerpunkt des Hauptseminars bilden und anhand von verschiedenen Praxisbeispielen diskutiert und veranschaulicht werden.
Literatur:
Fix, Martin: Texte schreiben. Schreibprozesse im Deutschunterricht. 2. Auflage. Verlag Ferdinand Schöningh, 2008
Baurmann, Jürgen: Schreiben-Überarbeiten-Beurteilen. Ein Arbeitsbuch zur Schreibdidaktik. 3. Auflage. Kallmeyer Verlag in Verbindung mit Klett, 2008
Becker-Mrotzek, Michael/Böttcher, Ingrid: Schreibkompetenz entwickeln und beurteilen. Praxishandbuch für die Sekundarstufe I und II. Cornelsen Verlag Scriptor, 2006


Produktives Schreiben (Übung)
Mo 8-10 4004084 Rubenowstr. 3, R 1.22
Do 12-14 4004085 Rubenowstr. 3, R 1.22
Fr 8-10 4004086 Rubenowstr. 3, R 1.22
Der produktive Umgang mit Literatur eröffnet Möglichkeiten einer praktischen Auseinandersetzung mit lyrischen, epischen und dramatischen Texten und führt neben einem „Lernen mit Kopf, Herz und Hand“ (Andreas Flitner) auch dazu, dass die Werke „genauer wahrgenommen, deutlicher erfahren und differenzierter erfasst werden“ (Günter Waldmann). Werden im dritten Übungsblock verschiedene Möglichkeiten des produktiven Verstehens von Literatur thematisiert und in Hinblick auf ihre didaktisch-methodische Funktion auf den Prüfstand gestellt, steht im zweiten Block das Praktizieren unterschiedlicher kreativer Schreibformen im Mittelpunkt der Beschäftigung. Am Beginn der Übung werden im Rahmen eines ersten Blockes verschiedene Varianten des spielerischen Umgangs mit Sprache erprobt und in Bezug auf ihre unterrichtliche Einbindung diskutiert werden. 
Die Freude am eigenen Schreiben, am Produzieren von ganz unterschiedlichen Texten soll in allen drei Blöcken durch vielfältige Aufgaben und Anregungen befördert werden.
Literatur: 
Braukmann, Werner: Freies Schreiben. Praxishandbuch für die Sekundarstufe I und II. Cornelsen, 2003
Waldmann, Günter: Produktiver Umgang mit Literatur im Deutschunterricht: Grundriss einer produktiven Hermeneutik. 5., unveränderte Auflage. Schneider Verlag Hohengehren, 2007
Ulrich, Winfried: Sprachspiele. Texte und Kommentare. Lese- und Arbeitsbuch für den Deutschunterricht. 2. Auflage. Hahner Verlagsgesellschaft, 2002


Zu allen drei Übungen online-Anmeldung unter www.phil.uni-greifswald.de/seminaranmeldung 31.08.-6.9.09
n.V. Examenscolloquium (zusammen mit Kurt Rose)
4004087
Bitte setzen Sie sich mit den Lehrenden in Verbindung.

 

Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2009

Mo 12-14 Umgang mit Dramen im Deutschunterricht (Hauptseminar)
4004074 Rubenowstr. 1/ Hörsaalgebäude, HS 1
Phantastische Kinder- und Jugendliteratur und ihr Beitrag zur Leseförderung(Hauptseminar)
4004075a Mo 16-17 Rubenowstr. 3, R. 1.05
4004075b Do 8-9 Rubenowstr. 3, R. 1.22
Produktives Schreiben (Übung)
4004076 Mo 8-10 Rubenowstr. 3, R. 1.22
4004077 Mi 8-10 Rubenowstr. 3, R. 1.05
4004078 Mi 12-14 Rubenowstr. 3, R. 1.22
Do 9.30-12 Schulpraktische Übung
404081 Jahngymnasium

 

Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2008/09

Aktuelle Kinder- und Jugendbücher und ihr Beitrag zur Leseförderung(Seminar)
Di 14-16, Rubenowstr. 3, R 2.10 
Entwicklung von Lesekompetenzen in den Jahrgangsstufen 7 bis 10 (Seminar)
Do 8-10, Rubenowstr. 3, R. 1.22 
Produktives Schreiben/ Produktiver Umgang mit Literatur (Übung)
Mo 12-14, Rubenowstr. 3, R 2.10
Di 8-10, Rubenowstr. 3, R 1.22
Do 12-14, Rubenowstr. 3, R 1.22 
Schulpraktische Übungen (Unterrichtstraining) Gymnasium
30.09.-13.10. Blockveranstaltung
Mo 7-10
Mi 7-10
Mi 14-16
Achtung: Online-Anmeldung zu diesen Übungen!

Weiterführende Links

Weitere Informationen, sowie Seminardokumente finden Sie auf der persönlichen Homepage von Frau Sieger