Dr. phil. Pavla Schäfer

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Arbeitsbereich Germanistische Sprachwissenschaft 
Institut für deutsche Philologie
Rubenowstraße 3 
17487 Greifswald


pavla.schaeferuni-greifswaldde

 

Wissenschaftlicher Werdegang
seit 10.2020 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Deutsche Philologie, Universität Greifswald, Aufgaben im Grundschullehramt
10.2019-09.2020 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Germanistik, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
04.2012-09.2019 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Deutsche Philologie, Universität Greifswald; Aufgaben in Lehre und Forschung, organisatorische Unterstützung des Lehrstuhls, Gremienarbeit
08.2007-01.2012 Doppelpromotion in der Germanistischen Sprachwissenschaft an der Universität Greifswald und der Masaryk-Universität, Brno (Tschechien); finanziert durch Stipendien
09.2001-07.2007 Magisterstudium an der Masaryk-Universität, Brno (Tschechien), Germanistik und Geschichte
Berufserfahrung und ehrenamtliche Tätigkeiten
06.2014-09.2020 Redakteurin von „Aptum. Zeitschrift für Sprachkritik und Sprachkultur“
seit 05.2014 Vorsitzende des Greifswalder Zweigvereins der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS)
08.2010-09.2010 Organisatorin eines deutsch-tschechischen Tandem-Sprachkurses und Deutschlektorin; Gleiches in den Jahren 2007, 2008 und 2009. 2007 Gründerin des Tandem-Kurses.
12.2008-06.2009 Dolmetscherin und Übersetzerin beim Projekt [Weiße Flecken] von step21, Hamburg
11.2006-11.2009 Lektorin für Tschechisch, Institut für Slawistik, Greifswald
Stipendien, Förderprogramme, Auszeichnungen
seit 10.2014 Mentee im Greifswalder Mentoring-Programm für Postdoktorandinnen und Habilitandinnen
05.2012 Rektorenpreis der Masaryk-Universität in der Kategorie „Herausragende Dissertation“
10.2011-12.2011 FAZIT-Stipendium, Universität Greifswald (Promotion)
10.2010-09.2011 Alfred-Toepfer-Stipendium, Universität Greifswald (Promotion)
10.2008-07.2009 DAAD-Stipendium für Nachwuchswissenschaftler, EMAU, Greifswald (Promotion)
04.2008-09.2008 Stipendium der Universität Greifswald (Promotion)
Lehre

Aktuelle Lehrveranstaltungen

Forschungsschwerpunkte

1. Linguistische Vertrauensforschung

Die linguistische Erforschung des Zusammenhangs von Vertrauen und Sprache auf verschiedenen Ebenen (Texte, Diskurse, Gespräche) gehört seit Jahren zu meinen zentralen Forschungsinteressen. In exemplarischen Analysen habe ich die von mir entwickelte Operationalisierung angewendet, um verschiedene Facetten des Phänomens zu beleuchten. So habe ich die Rolle von Vertrauen für die Öffentlichkeitsarbeit einer deutsch-tschechischen Kulturstiftung, für die DDR-Staatssicherheit, die Rolle von Vertrauen in Verschwörungstheorien oder in der Arzt-Patienten-Kommunikation, den Zusammenhang von Vertrauen, Angemessenheit oder Empathie und die kulturelle Bedingtheit von Vertrauen exemplarisch untersucht. Die Vertrauensforschung bietet wesentliche Anknüpfungspunkte für interdisziplinäre Zusammenarbeit, die im Rahmen meiner Forschung und Lehre beachtet werden.

2. Medizinische Kommunikation

In diesem Forschungsfeld ist mein Habilitationsprojekt angesiedelt. Im Projekt werden Schulmedizin und Homöopathie nach der Wissenschaftstheorie von Ludwik Fleck als zwei „Denkkollektive“ mit unterschiedlichen „Denkstilen“ konzeptualisiert. Untersuchungsgegenstand sind Sprachgebrauchs­muster in Lehrbüchern zur Inneren Medizin und Homöopathie. Über mein Habilitationsprojekt hinaus interessiere ich mich allgemein für den Sprachgebrauch im medizinischen Bereich und für den öffentlichen Homöopathiediskurs. 

Weitere Themen und Methoden in Forschung und Lehre:

3. (Korpus)Pragmatik
4. Stilistik
5. Semantik
6. Textlinguistik
7. Diskurslinguistik
8. Sprachkritik
9. Grammatik
10. Gesprächslinguistik
11. Korpuslinguistik
12. Varietätenlinguistik
13. Kulturlinguistik

Mitgliedschaften
  • Mitglied der Gesellschaft für Angewandte Linguistik (GAL, gal-ev.de)
  • Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Linguistische Pragmatik e.V. (ALP, www.alp-verein.de)
  • Mitglied des Forschungsnetzwerks Sprache und Wissen (http://sprache-und-wissen.de/)
  • Mitglied des Netzwerkes KULI – Kulturbezogene und kulturanalytische Linguistik (https://kulturlinguistik.org/)
  • Assoziiertes Mitglied des DFG-Forschungsnetzwerks Linguistik und Medizin (http://www.linguistik-medizin.net/)
  • Mitglied der Gesellschaft für Deutsche Sprache (GfdS, gfds.de)
Publikationen

Publikationen

Monographien

  • 2016: Linguistische Vertrauensforschung. Eine Einführung. Berlin, Boston: de Gruyter. (= Germanistische Arbeitshefte 47).
  • 2013: Das Potenzial der Vertrauensförderung. Sprachwissenschaftliche Explikation anhand von Texten der Brücke|Most-Stiftung. Berlin: Erich Schmidt. (Dissertation).

Wissenschaftliche Aufsätze, Handbuchbeiträge

  • (eingereicht): Schulmedizinische und Homöopathische Lehrbücher als Ort der Verfestigung und Tradierung von Denkstilen. (In: Iakushevich/Schnedermann/Ilg: Tagungssammelband zur Tagung des Netzwerks Linguistik und Medizin)
  • 2020: Empathie und Vertrauen in der Arzt-Patienten-Kommunikation. In: Jacob, Katharina/ Konerding, Klaus-Peter/Liebert, Wolf-Andreas (Hrsg.): Sprache und Empathie. Beiträge zur Grundlegung eines linguistischen Forschungsprogramms. S. 377-417. (= Sprache und Wissen 42).
  • 2020: Linguistische Wege zu gutem Stil. In: Jörg Kilian/Thomas Niehr/Jürgen Schiewe: Handbuch Sprachkritik. Berlin: J.B. Metzler, S. 179-185.
  • 2018b: Verschwörungstheorien – Ein Fall für die linguistische Vertrauensforschung? In: Aptum. Zeitschrift für Sprachkritik und Sprachkultur 14, 3. S. 221-238.
  • 2018a: Formelhafter Sprachgebrauch in Fachdiskursen der Schulmedizin, Naturheilkunde und Homöopathie – Erste Überlegungen zu einem Forschungsvorhaben. In: Stumpf, Sören/Filatkina, Natalia (Hrsg.): Formelhafte Sprache im Text und Diskurs. Berlin, Boston: de Gruyter (= Formelhafte Sprache/Formulaic Language 2). S. 311-350.
  • 2018, mit Irina Jesan: Wissenschaftssprachliche Grammatik. In: Gansel, Christina/Nefedov, Sergej (Hrsg.): Wissenschaftliches Schreiben. Ein Handbuch. Greifswald. S. 119-146.
  • 2018, mit Christina Gansel, Sergej Nefedov und Jürgen Schiewe: Domäne Wissenschaft. In: Gansel, Christina/Nefedov, Sergej (Hrsg.): Wissenschaftliches Schreiben. Ein Handbuch. Greifswald. S. 11-54. (Zuständig für Ausführungen zu Themenfindung, Fragestellung und Hypothesenbildung, S. 22-29).
  • 2017: (Inter)kulturelle Aspekte der Vertrauensbildung. In: Nefedov, Sergej/ Grigorieva, Ljubov/Bock, Bettina (Hrsg.): Deutsch als Bindeglied zwischen Inlands- und Auslandsgermanistik. Beiträge zu den 23. GeSuS-Linguistik-Tagen in Sankt Petersburg, 22.-24. Juni 2015. Hamburg. S. 133-142.
  • 2016, mit Bettina M. Bock: Der Vertrauensbegriff als Kategorie der Geheimdienstarbeit. Eine exemplarische Analyse der Rolle von Vertrauen in der internen Kommunikation der DDR-Staatssicherheit. In: Dorota Kaczmarek (Hrsg.): Politik – Medien – Sprache. Deutsche und polnische Realien aus linguistischer Sicht. Łodz: WUŁ, S. 57-80.
  • 2015, mit Birte Arendt: Bewertungen im Wissenschaftsdiskurs. Eine Analyse von Review-Kommentaren als Aushandlungspraxis normativer Erwartungen. In: Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik 45, Heft 177, S. 104-125.
  • 2014: Durch Angemessenheit zur Vertrauenswürdigkeit. Angemessener Sprachgebrauch als Mittel zum Zweck. In: Aptum. Zeitschrift für Sprachkritik und Sprachkultur 3, S. 240-261.
  • Matějková, Pavla (2012): Vertrauen durch Texte fördern. Linguistische Untersuchung von Mitteln der Vertrauensförderung. In: Iakushevich, Marina/Arning, Astrid (Hrsg.): Strategien persuasiver Kommunikation. Hamburg, S. 71-88.

Herausgeberschaften:

  • 2015, mit Birte Arendt (Hrsg.): Angemessenheit. Themenheft. In: Aptum. Zeitschrift für Sprachkritik und Sprachkultur 2.

Eingereichte Publikationen:

  • Wörterbuch zur Sprach- und Kommunikations­wissen­schaft, Band 12 „Lexikologie/Phraseologie“; Lemmata: Inventar, Lexik, Lexikon, Allosem, Ausdruck, Autosemantikum, Denotat, Designans, Desig­nat, etymologische Motiviertheit, expressive Bedeutung, Form, Gesamt­bedeutung, Hauptbe­deutung; lexical item, Lexikoneintrag, Wortschatzumfang, absolute meaning, Aus­drucksebene, Bedeu­tungsmerkmal, Bedeutungsstruktur, begriffliche Komponente, Binarität, Definiendum, Termi­nologisierung.