Prof. Dr. Eckhard Schumacher

Lehrstuhlinhaber und Geschäftsführender Direktor

Arbeitsbereich Neuere deutsche Literatur und Literaturtheorie
Institut für Deutsche Philologie
Rubenowstr. 3 - Raum 3.02
17487 Greifswald

Tel.: +49 (0)3834 420 3421 bzw. 3406 (Sekretariat)
Fax: +49 (0)3834 420 3432
eckhard.schumacher(at)uni-greifswald(dot)de

Sprechzeit in der Vorlesungszeit: Mi 9-10 Uhr
(Anmeldeliste an der Bürotür)

Sprechstunde während der vorlesungsfreien Zeit:

n.V.

 

Leitung des Wolfgang-Koeppen-Archivs der Universität Greifswald
http://germanistik.uni-greifswald.de/forschung/einrichtungen/wka/

Vita
1966 geboren
Studium der Literaturwissenschaft in Bielefeld und Baltimore
1996 Promotion an der Universität Bielefeld
1997-1999 Forschungsprojekt an der Universität Bielefeld ("Pop – Kultur – Wissenschaft")
1999-2004 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kulturwissenschaftlichen Forschungskolleg "Medien und kulturelle Kommunikation" (Universität zu Köln
2005-2008 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für deutsche Philologie der Ludwig-Maximilians-Universität München; Koordinator der DFG-Forschergruppe "Anfänge (in) der Moderne"
2007 Habilitation an der Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften der Ludwig-Maximilians-Universität München
WS 2008/09 Vertretung des Lehrstuhls für Neuere deutsche Literatur an der Ludwig-Maximilians-Universität München
seit März 2009 Professor für Neuere deutsche Literatur und Literaturtheorie an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
2011 Ruf an die Eberhard Karls Universität Tübingen: Professur für Deutsche Philologie / Literatur der Gegenwart (Ruf abgelehnt)
2011-2013 Geschäftsführender Direktor des Instituts für Deutsche Philologie an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
2013-2015 Prorektor der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
seit 2016 Geschäftsführender Direktor des Instituts für Deutsche Philologie an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
Lehre

Informationen zu den Lehrveranstaltungen finden Sie im Selbstbedienungsportal (LSF) über die folgenden Links:

 

Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2011

Di 12-14 Prosa des 20. Jahrhunderts (Vorlesung)
4004027 Eckhard Schumacher, Rubenowstr. 1, HS 5

Die Vorlesung gibt einen Überblick über wichtige Tendenzen, Neuentwicklungen, Kontinuitäten und Brüche in der deutschsprachigen Prosa im 20. Jahrhundert. Neben Fragen nach literaturgeschichtlichen Zusammenhängen (et-wa in der Gegenüberstellung von Moderne und Postmoderne) werden dabei vor allem einschlägige literarische Verfahren sowie Fragen nach dem Begriff und den Grenzen der Literatur diskutiert. Ein Schwerpunkt liegt auf Kurzprosa, angesprochen werden aber auch andere Prosaformen wie Roman, Essay, Reportage, Tagebuch, Bericht oder Protokoll. Das Programm wird in der ersten Sitzung vorgestellt.


Do 12-14 Versuche: Essay und Wissenschaft (Seminar)
4004035 Eckhard Schumacher, Rubenowstr. 3, R 1.05

Während in anderen Disziplinen der 'Versuch' häufig im Zentrum der Forschung steht, etwa in Form des wissen-schaftlichen Experiments, gestaltet sich seine Verortung in der Literaturwissenschaft komplizierter. Dies zeigt sich nicht zuletzt am Beispiel des Essays, dem Wort nach: ein Versuch. In der Literaturwissenschaft wird dem Essay nur bedingt der Status von Wissenschaftlichkeit zuerkannt, der Essay wird aber auch nicht ohne Weiteres der Literatur zugerechnet. Das Seminar nimmt diese merkwürdige Zwischenstellung als Ausgangspunkt für eine Reihe von Fragen, die das Verhältnis von Essay und Wissenschaft betreffen: Welche Rolle spielt der Essay in der Litera-turwissenschaft? Wie reflektiert die Literaturwissenschaft die Geschichte des Essays? Welche Rolle spielen da-bei das Prinzip des Versuchs und die Praxis des Experimentierens? Diskutiert werden u.a. Essays von Theodor W. Adorno, Karl Heinz Bohrer, Gabriele Goettle, Michel de Montaigne, Robert Musil, Friedrich Schlegel, David Shields.
Vorstellung des Programms in der ersten Sitzung. Ein Reader mit der Seminarlektüre wird ab der ersten Vorle-sungswoche erhältlich sein.


Mi 12-14 Übersetzung als literarisches Verfahren (Seminar)
4004044 Eckhard Schumacher, Rubenowstr. 3, R 1.05

Dass literarische Texte nicht ohne große Verluste in andere Sprachen übersetzt werden können, ist ebenso ein Gemeinplatz der Literaturwissenschaft wie die Tatsache, dass fremdsprachige Literatur häufig erst durch die Möglichkeit der Übersetzung rezipiert werden kann. Beide Sichtweisen blenden zumeist aus, dass Übersetzung auch selbst als literarisch-poetisches Verfahren fungieren kann. Vor dem Hintergrund einschlägiger Überlegungen aus der Übersetzungstheorie wird sich das Seminar in diesem Sinn mit literarischen Texten befassen, in denen mit Verfahren der Übersetzung, der Sprachmischung, der Mehrsprachigkeit und der Auseinandersetzung mit 'Fremdsprachen' gearbeitet wird, um etwas zu produzieren, das nicht auf den Status als Übersetzung beschränkt werden kann. Was etwa passiert, wenn Oskar Pastior dreiundvierzig verschiedene Übersetzungen von Charles Baudelaires Gedicht 'Harmonie du soir' anpeilt? Was, wenn Rolf Dieter Brinkmann und Ralf-Rainer Rygulla ohne Kenntnisse der französischen Sprache Guillaume Apollinaires Gedicht 'La jolie rousse' unter dem Titel 'Der joviale Russe' ins Deutsche übertragen? Und was, wenn sich Yoko Tawada mit 'Überseezungen' befasst?
Vorstellung des Programms in der ersten Sitzung. Ein Reader mit der Seminarlektüre wird ab der ersten Vorle-sungswoche erhältlich sein.
Zugangsvoraussetzungen: Lesen Sie bitte vor der ersten Sitzung Friedrich Schleiermacher: „Ueber die verschiede-nen Methoden des Uebersezens" (1813), in: Das Problem des Übersetzens, hg. von H.J. Störig, Stuttgart 1963. Der Text wird im Selbstbedienungsportal und als Kopiervorlage im Handapparat Deutsche Philologie zur Verfügung gestellt. Weiterhin wird die Bereitschaft zu genauer Textlektüre und aktiver Teilnahme vorausgesetzt. Die Zu-gangsvoraussetzungen werden ggf. im Seminar überprüft.


Di 16-18 Forschungskolloquium/ Examenskolloquium (Oberseminar)
4004068 Eckhard Schumacher, Rubenowstr. 3, R 1.05

Im wöchentlichen Wechsel verbindet das Kolloquium ein Forschungskolloquium (Beginn 5.4., weitere Termine: 19.4., 3.5., 17.5., 31.5., 28.6., 12.7.) und ein Examenskolloquium (Beginn 12.4., weitere Termine: 26.4., 10.5., 24.5., 7.6., 21.6., 5.7.). Es ist möglich, an beiden Teilen oder an nur einem Teil des Kolloquiums teilzunehmen. Das Exa-menskolloquium widmet sich allen Fragen, die im Rahmen der Vorbereitung für Abschlussarbeiten bzw. Ab-schlussprüfungen im Bereich Neuere deutsche Literatur und Literaturtheorie anfallen (Staatsexamen, Magister, Master). Das Forschungskolloquium bildet einen Rahmen für die Diskussion literaturtheoretischer Texte und Posi-tionen sowie für die Präsentation von aktuellen Forschungsvorhaben (Forschungsprojekte, Dissertationen, Habili-tationen).
Um vorab einen Überblick über Interessen und mögliche Schwerpunktsetzungen zu erhalten, bitte ich um Anmel-dung in der Sprechstunde oder per Mail mit dem Betreff 'Kolloquium' bis zum 30.3.2011
(eckhard.schumacher@uni-greifswald.de). Geben Sie bei der Anmeldung bitte an, ob Sie an beiden Teilen oder nur am Examens- bzw. nur am Forschungskolloquium teilnehmen möchten.


Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2010/11

Di 8-10 Einführung in die Literaturwissenschaft (Vorlesung)
4004014 Eckhard Schumacher, Rubenowstr. 1, HS 1

Die Vorlesung führt in zentrale Fragestellungen der germanistischen Literaturwissenschaft ein. Als Einführung soll sie ein wissenschaftliches Problembewusstsein vermitteln, das sich durch Offenheit für Irritationen auszeichnet und auf diese Weise die selbstständige Auseinandersetzung mit literarischen Texten und literaturwissenschaftlichen Problemen ermöglicht. Auf der Grundlage exemplarischer Texte werden historische wie systematische Akzente gesetzt. Neben die Frage 'Was ist Literaturwissenschaft?' rückt dabei immer wieder erneut auch die Frage: 'Was ist Literatur?' Vorgestellt werden u.a. folgende Themenkomplexe und Konzepte: Lesen/Verstehen/Interpretieren, Autor/Werk/Leser, Poetik, Rhetorik und Ästhetik, Textkritik und Editionsphilologie, Literaturgeschichte und Literaturgeschichtsschreibung, Geschichte der Germanistik, Literaturtheorie, Medien- und Kulturwissenschaft. Vorstellung des Programms in der ersten Sitzung.
Di 12-14 Geschichte der Gegenwartsliteratur (Seminar)
4004060 Eckhard Schumacher, Rubenowstr. 3, R 1.05
Aus der Perspektive der Literaturgeschichtsschreibung stellt sich Gegenwartsliteratur vor allem als ein Problem dar: Wie lässt sich das, was gegenwärtig erscheint, historisch einordnen? Was ist von nur gegenwärtigem Interesse, was langfristig relevant? Ist Gegenwartsliteratur überhaupt ein Gegenstand der Literaturwissenschaft? Oder eher Sache der tagesaktuellen Literaturkritik, des zeitdiagnostischen Essays? Und: Was heißt überhaupt Gegenwartsliteratur? Diese und weitere Fragen haben längst auch selbst eine Geschichte. So wird Mitte des 19. Jahrhundert etwas anderes unter dem Begriff (und unter der Geschichte) der Gegenwartsliteratur verstanden als etwa Ende des 20. Jahrhunderts. Dabei verändern sich die Erwartungshaltungen gegenüber Gegenwartsliteratur ebenso wie das jeweilige Selbstverständnis von Literaturkritik und Literaturwissenschaft. Das Seminar wird sich im Blick auf derartige historische Veränderungen einerseits grundlegenden Fragen zu Begriff und Geschichte der Gegenwartsliteratur widmen und wird andererseits ausgewählte Diskussionen zur Gegenwartsliteratur im Kontext von Literaturkritik und Literaturgeschichtsschreibung rekonstruieren.
Zugangsvoraussetzungen: Lesen Sie bitte vor der ersten Sitzung Frank Schirrmacher: Abschied von der Literatur der Bundesrepublik, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung 2.10.1990 und Georg Stanitzek: Philologie und Gegenwartsessay. Überlegungen aus disziplinärer Sicht, in: Kai Kauffmann/Erhard Schütz (Hg.): Die lange Geschichte der Kleinen Form. Beiträge zur Feuilletonforschung, Berlin 2000, S. 243-252. Kopiervorlagen werden im Handapparat Deutsche Philologie bereitgestellt. Der Dozent behält sich eine geeignete Überprüfung der Zugangsvoraussetzungen in der ersten Vorlesungswoche vor.


Di 18-20 Kolloquium/ Oberseminar
4004075 Eckhard Schumacher, Rubenowstr. 3, R 2.10

Das Kolloquium wird im Wintersemester zweigeteilt stattfinden: Im wöchentlichen Wechsel verbindet es ein Examenskolloquium (Beginn 12.10., weitere Termine: 26.10., 9.11., 23.11., 7.12., 4.1., 18.1.) und ein Forschungskolloquium (Beginn 19.10., weitere Termine: 2.11., 16.11., 30.11., 14.12., 11.1., 25.1.). Es ist möglich, an beiden Teilen oder an nur einem Teil des Kolloquiums teilzunehmen. Das Examenskolloquium widmet sich allen Fragen, die im Rahmen der Vorbereitung für Abschlussarbeiten bzw. Abschlussprüfungen anfallen (Staatsexamen, Magister, Master). Das Forschungskolloquium bildet einen Rahmen für die Diskussion literaturtheoretischer Texte und Positionen sowie für die Präsentation von aktuellen Forschungsvorhaben (Forschungsprojekte, Dissertationen, Habilitationen). Um vorab einen Überblick über Interessen und mögliche Schwerpunktsetzungen zu erhalten, bitte ich um Anmeldung in der Sprechstunde oder per Mail mit dem Betreff 'Kolloquium' bis zum 30.9.2010 (eckhard.schumacher@uni-greifswald.de). Geben Sie bei der Anmeldung bitte an, ob Sie an beiden Teilen oder nur am Examens- bzw. am Forschungskolloquium teilnehmen möchten.


Mi 12-14 Fakt und Fiktion: Konzepte realistischen Schreibens (Seminar)
4004058 Eckhard Schumacher, Rubenowstr. 3, R 1.05

In dem Maß, in dem in den Literatur- und Kulturwissenschaften seit einigen Jahren die Konstruiertheit des vermeintlich Authentischen hervorgehoben wird, häufen sich auch Stimmen, die eine Rückkehr des Realen beobachten oder auch einfordern. Diesen wissenschaftlichen Debatten korrespondieren Schreibweisen in der Gegenwartsliteratur, die einerseits auf dokumentarische Verfahren wie Protokoll und Mitschrift setzen, andererseits aber häufig zugleich auch die Grenzziehung zwischen Fakt und Fiktion gezielt verunsichern. Vor diesem aktuellen Hintergrund wird das Seminar historisch weiter ausgreifende Überlegungen zu literatur- und kulturtheoretischen Konzepten realistischen Schreibens mit der Lektüre ausgewählter literarischer Texte verbinden. Diskutiert werden u.a. Texte von Aristoteles, Erich Auerbach, Roland Barthes, Hubert Fichte, Rainald Goetz, Alexander Kluge, Wolfgang Koeppen, Helmut Lethen. In Verbindung mit dem Seminar findet im Wintersemester am Alfried Krupp Wissenschaftskolleg eine Vortragsreihe statt (bitte halten Sie sich frei, jeweils mittwochs, 18.15 Uhr: 27.10.; 10.11.; 24.11.; 08.12.; 12.01.; 26.01.).
Zugangsvoraussetzungen: Lesen Sie bitte vor der ersten Sitzung Bernd W. Seiler: Das Wahrscheinliche und das Wesentliche. Vom Sinn des Realismusbegriffs und der Geschichte seiner Verundeutlichung, in: Zur Terminologie der Literaturwissenschaft, hg. von Ch. Wagenknecht, Stuttgart 1989, S. 373-392 und Roland Barthes: Der Wirklichkeitseffekt [1968], in: Ders.: Das Rauschen der Sprache, Frankfurt/M. 2005, S. 164-172. Kopiervorlagen werden im Handapparat Deutsche Philologie bereitgestellt. Der Dozent behält sich eine geeignete Überprüfung der Zugangsvoraussetzungen in der ersten Vorlesungswoche vor.

 

Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2010

Do 10-12 Performativität und Performanz (Vorlesung)
4004034, Rubenowstr. 2, Hörsaal


Auf die Frage: "Who are you?" antwortet Madonna in einem Interview: "I think of myself as a performance artist – I hate being hold a pop star!" Und sie fügt, als der Interviewer den Begriff 'performance artist' wiederholt, hinzu: "I like that because it covers everything." Ein Ausgangspunkt der Vorlesung ist die Vermutung, dass sich die Prominenz, die die Begriffe Performanz und Performativität in den vergangenen Jahren im Kontext der Kulturwissenschaften erlangt haben, einer ähnlichen Erwartungshaltung verdankt. Auch in der literatur- und kulturwissenschaftlichen Theoriediskussion wird versucht, mit den Begriffen Performanz und Performativität möglichst viele und sehr unterschiedliche Felder abzudecken. Dabei werden sie von verschiedenen Positionen aus auch auf je unterschiedliche Weise verwendet, so dass sich in den Konzepten nicht zuletzt die gegenwärtigen Debatten um Fragen der Repräsentation, Medialität, Textualität und Identität bündeln. In der Vorlesung sollen Ähnlichkeiten und Differenzen der verschiedenen Ansätze skizziert werden, um Möglichkeiten und Probleme herauszuarbeiten, die die Begriffe Performanz und Performativität für die Literaturwissenschaft eröffnen. Vorgestellt werden Texte aus dem Kontext von Sprachphilosophie, Sprechakttheorie und Dekonstruktion (u.a. John L. Austin, Jacques Derrida), Konzeptionen von Performanz und Performativität im Rahmen von Gender Studies und Cultural Studies, (u.a. Judith Butler, Peggy Phelan), Ansätze aus der Anthropologie und den Theaterwissenschaften (u.a. Victor Turner, Erika Fischer-Lichte) wie auch im engeren Sinn literaturwissenschaftliche Ansätze (u.a. Shoshana Felman, Jonathan Culler).


Mi 12-14 Romantische Ironie: Friedrich Schlegel und das Athenäum (Seminar)
4004046, Rubenowstr. 3, R 1.05

„Was kann wohl von allem, was sich auf die Mitteilung der Ideen bezieht, anziehender sein, als die Frage, ob sie überhaupt möglich sei; und wo hätte man nähere Gelegenheit, über die Möglichkeit oder Unmöglichkeit dieser Sache mancherlei Versuche anzustellen, als wenn man ein Journal wie das Athenäum entweder selbst schreibt, oder doch als Leser an demselben teilnimmt?“, schreibt Friedrich Schlegel im Frühjahr 1800 in der letzten Ausgabe des Athenäum. Das Seminar wird diese Frage aufnehmen und sie mit Blick auf einige der „Versuche“ diskutieren, die Schlegel von 1798 bis 1800 in der von ihm mitbegründeten Zeitschrift veröffentlicht hat – darunter die 'Fragmente', 'Über Goethes Meister', das 'Gespräch über die Poesie' und 'Über die Unverständlichkeit'. Die Frage nach der Möglichkeit der „Mitteilung der Ideen“ verbindet sich dabei fast unweigerlich mit dem für Schlegel zentralen, aber nur schwer zu verortenden Begriff der Ironie – der sich, wie Schlegel schreibt, „mehr oder minder überall“ im Athenäum „äußert“.
Zugangsvoraussetzungen: Lesen Sie bitte vor der ersten Sitzung Friedrich Schlegels Essay 'Über die Unverständlichkeit' und Ernst Behlers Aufsatz 'Athenäum. Die Geschichte einer Zeitschrift'. Kopiervorlagen werden im Handapparat Deutsche Philologie bereitgestellt. Die Textkenntnis ist in der ersten Sitzung nachzuweisen.


Do 8-10 Tourismus und Literatur: Venedig als Paradigma (Seminar)
4004047, Rubenowstr. 3, R 1.05

In The Tourist. A New Theory of the Leisure Class untersucht Dean MacCannell die Verbindungen zwischen modernen Subjektivitätsentwürfen, kulturellen Aspekten des Tourismus und Konzepten von Authentizität. Für MacCannell ist der Tourist nicht nur eine bestimmte Person, die einer sozialen Gruppe, den Touristen, zugeordnet werden kann, sondern zugleich ein Modell für den modernen Menschen. Das Seminar wird Tourismus-Theorien wie die von MacCannell aufnehmen und sie im Blick auf deutschsprachige literarische Texte und Filme diskutieren, deren Gegenstand die Erfahrung des Reisens und des Tourismus in Italien ist. An ausgewählten Texten vom 18. bis zum 21. Jahrhundert soll untersucht werden, wie der Blick des Reisenden bzw. Touristen einen modernen Mythos der 'Italianität' erzeugt (im Sinne von Roland Barthes' Mythen des Alltags) und wie sich das Konzept des 'Tourismus' durch Erfahrungen von Fremdheit und kultureller Differenz konstituiert, die auch die literarischen Texte prägen. Im Zentrum werden dabei Darstellungen von Venedig stehen, das nicht nur schon früh als ein paradigmatischer Ort für die deutsche 'Italiensehnsucht' begriffen wird, sondern auch als Paradigma für die Entwicklung des Tourismus. Die Venedigdarstellungen (u.a. von Johann Wolfgang von Goethe, August von Platen, Friedrich Nietzsche, Rainer Maria Rilke, Georg Simmel und Wolfgang Koeppen) sollen im Seminar kontrastiert werden mit Texten von Autoren, die während eines Aufenthalts in der Villa Massimo in Rom entstanden sind, darunter Rolf Dieter Brinkmanns Rom, Blicke und Feridun Zaimoglus Rom intensiv. Mein Jahr in der ewigen Stadt. 
Zugangsvoraussetzungen: Lesen Sie bitte vor der ersten Sitzung Jonathan Cullers Aufsatz 'The Semiotics of Tourism' sowie die Darstellung vom Venedig-Aufenthalt in Goethes 'Italienischer Reise'. Kopiervorlagen werden im Handapparat Deutsche Philologie bereitgestellt. Die Textkenntnis ist in der ersten Sitzung nachzuweisen.


Di 18-20 Kolloquium/ Oberseminar
4004063, Rubenowstr. 3, R 2.10

Als Kolloquium soll das Oberseminar einen Rahmen für die Diskussion literaturtheoretischer Texte und Positionen bilden und zugleich für die Diskussion von aktuellen Forschungsvorhaben wie auch von Examens- und Masterarbeiten bzw. Dissertationen genutzt werden. Um vorab einen Überblick über Themenvorschläge und mögliche Schwerpunktsetzungen zu erhalten, bitte ich um Anmeldung mit einem kurzen Interessensexposé per E-Mail mit dem Betreff 'Kolloquium' bis zum 12.03.2010 an eckhard.schumacher@uni-greifswald.de. Interessent/innen erhalten dann in der Woche vor Semesterbeginn per Mail weitere Informationen zum voraussichtlichen Programm.

 

Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2009/10

Di 18-20 Kolloquium (Oberseminar)
4004058 Rubenowstr. 3, R 1.22

Als Kolloquium soll das Oberseminar einerseits einen Rahmen für die Diskussion literaturtheoretischer Texte und Positionen bilden und andererseits für die Vorbereitung und Diskussion von Examens- und Masterarbeiten bzw. Dissertationen genutzt werden. Um vorab einen Überblick über Wünsche und Themenvorschläge zu erhalten, bitte ich um unverbindliche Anmeldung mit einem kurzen Interessensexposé (zur Literaturtheorie und/oder Examensarbeit bzw. Dissertation) per E-Mail mit dem Betreff 'Oberseminar' bis zum 15.09.2009 an eckhard.schumacher@uni-greifswald.de. Interessent/innen erhalten dann in der Woche vor Semesterbeginn per Mail weitere Informationen zum voraussichtlichen Programm.


Mi 12-14 Pop und Literatur: Gegenwartsliteratur seit 1964 (Hauptseminar)
4004041 Rubenowstr. 1 (Audimaxgebäude), HS 3

Anders als im Fall von Pop Art und Popmusik sorgt die Kopplung von Pop und Literatur seit Mitte der 1960er Jahre für Irritationen, die bis heute schnell zu Grundsatzdiskussionen über den Zustand der Gegenwartsliteratur führen. Was genau in diesem Zusammenhang Pop heißen könnte, ist dabei häufig ebenso wenig geklärt wie die Frage, was eigentlich Literatur ist. Das Hauptseminar wird diese Irritationen sowohl in literaturgeschichtlicher als auch in systematischer Hinsicht in den Blick nehmen und am Beispiel von deutschsprachigen Texten von den 1960er Jahren bis zur Gegenwart diskutieren. Einen Ausgangspunkt der Überlegungen bildet die These, dass sich Pop nicht auf einen eindeutig begrenzbaren Gattungszusammenhang reduzieren lässt, der unter dem Stichwort 'Popliteratur' literaturgeschichtlich erfasst werden kann, dass die Verbindung von Pop und Literatur aber gleichwohl wiederkehrende Probleme, Konzepte und Unterscheidungen erkennbar werden lässt, die auch für weiterführende Überlegungen zum Begriff der Gegenwartsliteratur relevant sind – etwa die Fixierung auf die je aktuelle Gegenwart, die sich nicht nur Rolf Dieter Brinkmann zum Programm macht: "... jetzt, jetzt, jetzt, ad infinitum!" 
Zugangsvoraussetzungen: Lesen Sie bitte vor der ersten Sitzung Rolf Dieter Brinkmann: 'Angriff aufs Monopol. Ich hasse alte Dichter', Rainald Goetz: 'Subito' und Andreas Neumeister: 'Pop als Wille und Vorstellung'. Die Texte finden sich in der Anthologie Pop seit 1964, hg. v. Kerstin Gleba u. Eckhard Schumacher, Köln: KiWi 2007. Kopiervorlagen werden bereitgestellt. Der Dozent behält sich eine geeignete Überprüfung der Zugangsvoraussetzungen in der ersten Vorlesungswoche vor.


Do 8-10 Tourismus und Literatur: Ankunft in Amerika (Hauptseminar)
4004043 Rubenowstr. 2, SR 1

Bei der Einfahrt in den Hafen von New York entfaltet sich, liest man im 1893 erstmals erschienenen Baedeker-Reiseführer Nordamerika, "ein prächtiges Bild". Wie der Hafen, der bei der Ankunft den "ersten Blick" auf Amerika "eröffnet", wird auch die "fast mitten im Fahrwasser" liegende "Statue der Freiheit" mit einem Sehenswürdigkeitssternchen ausgezeichnet. Dabei wird die Freiheitsstatue nicht nur als "größtes Bildwerk alter und neuer Zeit" vorgestellt, sondern auch als ein Ausflugsziel, das "eine prächtige Aussicht auf New York und seine Umgebungen bietet". Hier zeichnet sich eine Verlagerung des Blicks auf die 'Neue Welt' ab, die sich im Zeitraum zwischen den 1880er und 1920er Jahren erstmals beobachten lässt: New York und die USA erscheinen nicht mehr nur als ein Versprechen für Auswanderer, das bei der Ankunft in Amerika durch die Freiheitsstatue symbolisiert wird, sondern auch als eine touristische Attraktion. Das Seminar wird untersuchen, wie diese Verlagerung des Blicks in Romanen, Essays, Reiseberichten und Reiseführern sowie auf Postkarten und Fotografien dargestellt wird. Um eine historische Perspektivierung zu ermöglichen, werden neben Texten aus der Zeit um 1900 (u.a. von Ludwig Fulda, Arthur Holitscher, Franz Kafka) Texte aus der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts diskutiert (vorauss. u.a. von Uwe Johnson, Wolfgang Koeppen, Heiner Müller).
Zugangsvoraussetzungen: Lesen Sie bitte vor der ersten Sitzung die ersten beiden Kapitel von Franz Kafkas Der Verschollene sowie die ersten dreißig Seiten von Wolfgang Koeppens Amerikafahrt. Kopiervorlagen werden bereitgestellt. Der Dozent behält sich eine geeignete Überprüfung der Zugangsvoraussetzungen in der ersten Vorlesungswoche vor.


Do 12-14 Einführung in die Literaturwissenschaft (Vorlesung)
4004011 Loefflerstr. 70, HS (außer am 26.11.!)

Die Vorlesung führt in zentrale Fragestellungen und Probleme der germanistischen Literaturwissenschaft ein. Auf der Grundlage exemplarischer Texte setzt sie historische wie systematische Akzente. Als Einführung soll die Vorlesung ein wissenschaftliches Problembewusstsein vermitteln, das sich durch Offenheit für Irritationen auszeichnet und auf diese Weise die selbstständige Lektüre literarischer und literaturwissenschaftlicher Texte ermöglicht. Neben die Frage 'Was ist Literaturwissenschaft?' rückt dabei immer wieder erneut auch die Frage: 'Was ist Literatur?'. Vorgestellt werden u.a. folgende Themenkomplexe und Konzepte: Literaturgeschichte und Literaturgeschichtsschreibung, Geschichte der Germanistik, Literaturtheorie, Interpretation und Lektüre, Fiktionalität, Autor, Werk und Leser. Vorstellung des Programms in der ersten Sitzung.

Assoziationen/Mitgliedschaften
Forschung
Publikationen
Monographien

• Gerade Eben Jetzt. Schreibweisen der Gegenwart (Frankfurt/M.: Suhrkamp 2003; 2. Aufl. 2011)

• Die Ironie der Unverständlichkeit. Johann Georg Hamann, Friedrich Schlegel, Jacques Derrida, Paul de Man (Frankfurt/M.: Suhrkamp 2000)

Editionen

• Wolfgang Koeppen: Jugend
Hg. von Eckhard Schumacher. In: Wolfgang Koeppen: Werke in 16 Bänden (hg. v. Hans-Ulrich Treichel), Band 7. Berlin: Suhrkamp 2016. 

• Wolfgang Koeppen: Jugend. Textgenetische Edition
Hg. von Katharina Krüger/Elisabetta Mengaldo/Eckhard Schumacher. Online-Publikation, Berlin: Suhrkamp 2016. URL: www.koeppen-jugend.de

Sammelbände (als Mitherausgeber)

• Pop & Literatur (Berlin: de Gruyter, in Vorbereitung, erscheint 2017 in der Reihe "Handbücher zur kulturwissenschaftlichen Philologie")

• Drastik. Ästhetik – Genealogien – Gegenwartskultur (Paderborn: Wilhelm Fink 2016)

• Textgenese und digitales Edieren. Wolfgang Koeppens "Jugend" im Kontext der Editionsphilologie (Berlin: de Gruyter 2016)

• Text+Kritik: Wolfgang Koeppen (Neufassung; München: Edition Text+Kritik 2014)

• Am Anfang war... Ursprungsfiguren und Anfangskonstruktionen der Moderne (München: Fink 2008)

• Originalkopie. Praktiken des Sekundären (Köln: DuMont 2004)

• Einführung in die Geschichte der Medien (Paderborn: UTB/Fink 2004)

• Die Adresse des Mediums (Köln: DuMont 2001)

Anthologie (als Mitherausgeber)

• Pop seit 1964 (Köln: Kiepenheuer & Witsch 2007)
mit Texten u.a. von Rolf Dieter Brinkmann, Clara Drechsler, Peter Handke, Elfriede Jelinek, Hubert Fichte, Diedrich Diederichsen, Rainald Goetz, Thomas Meinecke, Kathrin Röggla, Benjamin v. Stuckrad-Barre, Moritz von Uslar

Aufsätze

• Freiheitsstatue revisited. Tourismus mit Franz Kafka, Wolfgang Koeppen und anderen
In: Michaela Holdenried/Alexander Honold/Stefan Hermes (Hg.): Reiseliteratur der Moderne und Postmoderne. Berlin: Erich Schmidt [im Druck].

• "Re-make / Re-model". Kraftwerk international
In: Uwe Schütte (Hg.): Mensch – Maschinen – Musik. Das Gesamtkunstwerk Kraftwerk. Düsseldorf: C.W. Leske [im Druck]

• Ironie der Ironie. Über Rainald Goetz, Christian Kracht und Friedrich Schlegel
In: Dirk von Petersdorff/Jens Ewen (Hg.): Konjunkturen der Ironie. Göttingen: Winter [im Druck].

2016

• Sprache und Verständlichkeit
In: Ludwig Jäger u.a. (Hg.): Sprache – Kultur – Kommunikation / Language – Culture – Communication. Ein internationales Handbuch zu Linguistik als Kulturwissenschaft / An International Handbook of Linguistics as a Cultural Discipline. Berlin: Walter de Gruyter 2016, S. 93-99.

• "Immer neu loslegen wie neu." Gegenwartsfixierung als Programm
In: Jürgen Brokoff/Ursula Geitner/Kerstin Stüssel (Hg.): Engagement. Konzepte von Gegenwart und Gegenwartsliteratur, Göttingen: V & R unipress 2016, S. 311-323.

• "Hier Versprechen – Here Misunderstanding". Über Martin Kippenberger und Rainald Goetz
In: Lisa Ortner-Kreil/Ingried Brugger (Hg.): Martin Kippenberger. XYZ. Köln: Verlag der Buchhandlung Walther König 2016, S. 187-197.

• "blutig bluten" – Drastik in Rainald Goetz' "Subito"
In: Davide Giuriato/Eckhard Schumacher (Hg.): Drastik. Ästhetik – Genealogien – Gegenwartskultur. Paderborn: Wilhelm Fink 2016, S. 243-257.

• Einleitung
In: Katharina Krüger/Elisabetta Mengaldo/Eckhard Schumacher (Hg): Textgenese und digitales Edieren. Wolfgang Koeppens "Jugend" im Kontext der Editionsphilologie [="Beihefte zu editio", Band 40]. Berlin: de Gruyter 2016, S. 1-5.

• Kommentar
In: Wolfgang Koeppen: Jugend. Hg. v. Eckhard Schumacher (= Werke, Band 7). Berlin: Suhrkamp 2016, S. 112-190.

• Popkolumne. Der Sound und die Stadt
In: Merkur 70 (Januar 2016), S. 57-64.

2015

• Popkolumne. Selbstverhältnisse: Autobiographie und Geschichtsschreibung
In: Merkur 69 (Juli 2015), S. 60-66.

• Popkolumne. Vergangene Zukunft: Repetition, Rekonstruktion, Retrospektion
In: Merkur 69 (Januar 2015), S. 58-64.

• Frühromantik und Gegenwartsliteratur. Progressive Universalpoesie um 2000
In: Helmut Hühn/Joachim Schiedermair (Hg.): Europäische Romantik. Interdisziplinäre Perspektiven der Forschung. Berlin: de Gruyter 2015, S. 279-288.

2014

• Fascinatie, ambivalentie, niet-weten – Over de romans van Thomas Meinecke
In: Arne De Winde u.a. (Hg.): Schakelpauzes. Teksten van en over Thomas Meinecke. Utrecht: Ef & Ef Media 2014, S. 118-125.

• "... vielleicht sah ich es etwas anders als andere". Wolfgang Koeppens Venedig
In: Text+Kritik 34 (X/2014), S. 61-69.

• Popkolumne. Nachtlebengeschichtsschreibung
In: Merkur 68 (2014), S. 42-46.

• Popkolumne. Institutionalisierung und Sezession: Pop-Musik-Theorie
In: Merkur 68 (2014), S. 431-535.

• "Wo komme ich denn bitte vor?" Stefan George bei Dirk von Petersdorff
In: George-Jahrbuch 10 (2014); S. 111-124.

• Chronik Wolfgang Koeppen
zusammen mit Katharina Krüger
In: Text+Kritik 34 (X/2014), S. 105-109.

• "... plan wie eine Sense ..." - Über Oberflächenübersetzungen
In: Uta Degner/Elisabetta Mengaldo (Hg.): Der Dichter und sein Schatten. Emphatische Intertextualität in der modernen Lyrik. Paderborn: Wilhelm Fink Verlag 2014, S. 151-165.

2013

• Rainald Goetz' "Johann Holtrop"
In: Pop. Kultur & Kritik 2 (2013), S. 73-78.

• Popkolumne – Ambivalenz, Obskurität, Sophistikation
In: Merkur 67 (2013), S. 439-443.

• Danksagung als Zitat. Über Rainald Goetz, Jeff Koons und Mercedes-Benz
In: Natalie Binczek u.a. (Hg.): Dank sagen. Politik, Semantik und Poetik der Verbindlichkeit. München: Wilhelm Fink Verlag 2013, S. 121-129.

• "... eine noch zu entwickelnde Form des Essays" – Gattungsexperimente um 1968
In: Michael Bies/Michael Gamper/Ingrid Kleeberg (Hg.): GattungsWissen. Wissenspoetologie und literarische Form. Göttingen: Wallstein Verlag 2013, S. 361-373.

• Zukunft schreiben. Über verpasste Chancen, unabgeschlossene Möglichkeiten und Zukunftsperspektiven nicht mehr ganz neuer Medien
In: Jürgen Brokoff/Elke Dubbels/Andrea Schütte (Hg.): Spielräume. Ein Buch für Jürgen Fohrmann. Bielefeld: Aisthesis 2013, S. 299-310.

• Differenz und Wiederholung. Christian Krachts Imperium
In: Hubert Winkels (Hg.): Christian Kracht trifft Wilhelm Raabe. Die Diskussion um 'Imperium' und der Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2012. Berlin: Suhrkamp Verlag 2013, S. 129-146.

2012

• Wolfgang Koeppens 'Jugend' - Nachlasserschließung, textgenetische Untersuchung, Digitalisierung und Edition. Vorstellung eines Forschungsprojekts an der Universität Greifswald
zusammen mit Katharina Krüger und Elisabetta Mengaldo
In: Flandziu. Halbjahresblätter für Literatur 4/1 (2012) S. 293-298.

• Adresse
In: Christina Bartz/Ludwig Jäger/Markus Krause/Erika Linz (Hg.): Handbuch der Mediologie. Signaturen des Medialen, München: Wilhelm Fink 2012, S. 16-21.

• Oberflächen, Zusammenhänge, Ergänzungen. Zu Natalie Czechs Zusammenarbeit mit Guillaume Apollinaire, Frank O'Hara, Rolf Dieter Brinkmann und anderen. / Surfaces, Correlations, Amendments. On Natalie Czech's Collaboration with Guillaume Apollinaire, Frank O'Hara, Rolf Dieter Brinkmann and Others.
In: Natalie Czech: Je n'ai rien à dire. Seulement à montrer. Ich habe nichts zu sagen. Nur zu zeigen. I have nothing to say. Only to show, Leipzig: Spector Books 2012, S. 89-92.

• Geradeaus Wilhelmsburg
zusammen mit Thomas Meinecke
In: Mark Greif u.a. (Hg.): Hipster. Eine transatlantische Diskussion, Berlin: Suhrkamp 2012, S. 171-187.

• Underground Resistance. Anonymität und Adressierung im Detroit-Techno
In: Ludwig Jäger/Gisela Fehrmann/Meike Adam (Hg.): Medienbewegungen. Praktiken der Bezugnahme, München: Fink 2012, S. 286-301. 

2011

• Das Ende der Popliteratur. Eine Fortsetzungsgeschichte (Teil 2).
In: Olaf Grabienski/Till Huber/Jan-Noël Thon: Poetik der Oberfläche. Die deutschsprachige Popliteratur der 1990er Jahre, Berlin: de Gruyter 2011, S. 53-70.

• "Adapted from a true story". Autorschaft und Authentizität in Rainald Goetz' "Heute Morgen".
In: text+kritik 190 (März 2011), S. 77-88.

• "Be Here Now" – Zitathaftes Aufpfropfen im Pop-Diskurs
In: Uwe Wirth (Hg.): Impfen, Pfropfen, Transplantieren, Berlin: Kadmos 2011, S. 213-234.

2010

• Gegenwartsforschung. Über Schwierigkeiten mit der Geschichte
In: Paul Brodowsky/Thomas Klupp (Hg.): Wie über Gegenwart sprechen. Überlegungen zu den Methoden einer Gegenwartsliteraturwissenschaft, Frankfurt/M. u.a.: Peter Lang 2010, S. 31-46.

• "... das war doch ganz anders" – Walter Kempowskis Zeitmitschriften
In: Lutz Hagestedt (Hg.): Walter Kempowski – Literatur und Erinnerung: Eine Bilanz, Berlin: de Gruyter 2010.

2009

• "Abfall für alle – und keinen". Helmut Krausser im Netz
In: Claude D. Conter/Oliver Jahraus (Hg.): Sex – Tod – Genie. Beiträge zum Werk von Helmut Krausser, Göttingen: Wallstein 2009, S. 225-245.

• Omnipräsentes Verschwinden. Christian Kracht im Netz
In: Johannes Birgfeld/Claude D. Conter (Hg.): Christian Kracht, Köln: Kiepenheuer & Witsch 2009, S. 187-203.

• Existentielles Besserwissen. Dilettantismus und Professionalität im Pop-Diskurs
In: Safia Azzouni/Uwe Wirth (Hg.): Dilettantismus als Beruf, Berlin: Kadmos 2009, S. 201-217.

• Wechselbalgvorgänge, plötzlich abschweifend. Zu Werner Schwabs 'Coverdramen'
In: Werner Schwab: Coverdramen. Mit einem Nachwort von Eckhard Schumacher, Wien: Droschl 2009, S. 240-246.

2008

• Nette Sache, das. Über Fast Weltweit, das Forum Enger und einige nicht mehr ganz genau rekonstruierbare Zusammenhänge
In: Moritz Baßler u.a. (Hg.): Stadt.Land.Pop. Popmusik zwischen westfälischer Provinz und Hamburger Schule, Bielefeld: Aisthesis 2008, S. 82-91.

• Am Anfang war ... Amerika. Die Utopie der 'Neuen Welt' in der deutschsprachigen Literatur des frühen 20. Jahrhunderts
In: Inka Mülder-Bach/Eckhard Schumacher (Hg.): Am Anfang war... Ursprungsfiguren und Anfangskonstruktionen der Moderne, München: Wilhelm Fink Verlag 2008, S. 257-277.

• Die Kunst der Trunkenheit. Franz Kafkas 'Ein Bericht für eine Akademie'
In: Thomas Strässle/Simon Zumsteg (Hg.): Trunkenheit. Kulturen des Rausches, Amsterdam/New York: Rodopi 2008, S. 175-190.

• London, Schritte
In: Karl-Eckhard Carius (Hg.): Brinkmann. Schnitte im Atemschutz, München: edition text + kritik 2008, S. 154f.

2007

• Deutsch als Fremdsprache
In: Thomas Meinecke: Lob der Kybernetik. Sämtliche Songtexte 1980-2007. Mit einem Nachwort von Eckhard Schumacher, Frankfurt/M.: Suhrkamp 2007, S. 231-242.

• Vorwort und Einleitungen: 1964... / 1982... / 1990...
zusammen mit Kerstin Gleba
In: Kerstin Gleba/Eckhard Schumacher (Hg.): Pop seit 1964, Köln: Kiepenheuer & Witsch 2007, S. 11-14, 17-24, 91-96, 193-203.

2006

• Das Ende der Popliteratur. Eine Fortsetzungsgeschichte
In: Christoph Menke/Juliane Rebentisch (Hg.): Kunst – Fortschritt – Geschichte, Berlin: Kadmos 2006, S. 157-166.

• "Don't ! ... Don't! ... Dad!" 
In: Michael Baute/Volker Pantenburg (Hg.): Minutentexte. The Night of the Hunter, Berlin: Brinkmann und Bose 2006, S. 35-37.

• "Schreiben ist etwas völlig anderes als Sprechen." Rolf Dieter Brinkmanns Originaltonaufnahmen
In: Dirck Linck/Gert Mattenklott (Hg.): Abfälle. Stoff- und Materialpräsentation in der deutschen Pop-Literatur der 60er Jahre, Hannover: Wehrhahn 2006, S. 75-90.

• Grenzverhandlungen zwischen Pop, Literatur und Wissenschaft. Anmerkungen zu Thomas Meineckes Romanen
In: Konrad Ehlich (Hg.): Germanistik in / und / für Europa. Faszination – Wissen. Texte des Münchener Germanistentages 2004, Bielefeld: Aisthesis 2006, S. 206-208.

2005

• Die Unverständlichkeit der Ironie. Stabilisierung und Destabilisierung bei Jacques Derrida, Friedrich Schlegel und Johann Georg Hamann
In: Bernhard Gajek (Hg.): Die Gegenwärtigkeit Johann Georg Hamanns. Acta des achten internationalen Hamann-Kolloquiums an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg 2002, Frankfurt/M.: Peter Lang 2005, S. 383-398.

• Unverständlichkeit, Unergründlichkeit, Unentscheidbarkeit – Popgeschichtsschreibung mit Elvis Presley
In: Juerg Albrecht/Jörg Huber/Kornelia Imesch/Karl Jost/Phillipp Stoellger (Hg.): Kultur Nicht Verstehen. Produktives Nichtverstehen und Verstehen als Gestaltung, Zürich: Edition Voldemeer 2005, S. 135-148.

• Schreibweisen des Alltags. Rainald Goetz' Zeitmitschriften
In: Patrick Primavesi/Simone Mahrenholz (Hg.): Geteilte Zeit. Zur Kritik des Rhythmus in den Künsten, Schliengen: Edition Argus 2005, S. 137-151.

2004

• Zeichen über Zeichen: Pop als Resignifikation, Rekombination und Reproduktion
In: Soziale Systeme. Zeitschrift für soziologische Theorie 10/2 (2004), S. 340-346.

• Rhetorik des Neuen. Mediendiskurse zwischen Buchdruck, Zeitung, Film, Radio, Hypertext und Internet
zusammen mit Albert Kümmel, Hedwig Pompe und Leander Scholz
In: Jürgen Fohrmann/Erhard Schüttpelz (Hg.): Die Kommunikation der Medien, Tübingen: Niemeyer 2004, S. 177-274.

• Originalkopie. Praktiken des Sekundären – Eine Einleitung
zusammen mit Gisela Fehrmann, Erika Linz und Brigitte Weingart
In: Gisela Fehrmann/Erika Linz/Eckhard Schumacher/Brigitte Weingart (Hg.): Originalkopie. Praktiken des Sekundären, Köln: DuMont 2004, S. 7-17.

• "In Case of Misunderständig, read on!" Pop as Translation
In: Agnes C. Mueller (Hg.): German Pop Culture – How "American" Is It?, Ann Arbor: University of Michigan Press 2004, S. 113-129.

• Vorwort der Herausgeber
zusammen mit Albert Kümmel u. Leander Scholz
In: Albert Kümmel/Leander Scholz/Eckhard Schumacher (Hg.): Einführung in die Geschichte der Medien, Paderborn: UTB/Fink 2004, S. 7-9.

• Revolution, Rekursion, Remediation: Hypertext und World Wide Web
In: Albert Kümmel/Leander Scholz/Eckhard Schumacher (Hg.): Einführung in die Geschichte der Medien, Paderborn: UTB/Fink 2004, S. 255-280.

2003

• Pop – Kultur – Wissenschaft: Schreibweisen zwischen Universität und Pop-Diskurs
In: Peter Wiesinger (Hg.): Akten des X. Internationalen Germanistenkongresses Wien 2000 "Zeitenwende – Die Germanistik auf dem Weg vom 20. ins 21. Jahrhundert", Bd. 9 [= Literaturwissenschaft als Kulturwissenschaft], Bern u.a.: Peter Lang 2003, S. 243-248.

• "Rückkopplungen von Rückkopplungen mit Rückkopplungen" – Störungen im Pop-Diskurs
In: Albert Kümmel/Erhard Schüttpelz (Hg.): Signale der Störung, München: Fink 2003, S. 209-227.

• Das Ende der Ironie (um 1800 / um 2000)
In: Internationale Zeitschrift für Philosophie 1/2003, S.18-30.

• "Das Populäre. Was heißt denn das?" Rainald Goetz' "Abfall für alle"
In: Text und Kritik X/2003 [= Sonderband 'Pop-Literatur', hg. von Heinz Ludwig Arnold u. Jörgen Schäfer], S. 158-171.

2002

• Aufschlagesysteme 1800/2000
In: Jürgen Gunia/Iris Hermann (Hg.): Literatur als Blätterwerk. Perspektiven nichtlinearer Lektüre, Stuttgart: Röhrig 2002, S. 23-45.

• Konkurrenzloses Lachen. Über Harald Schmidt
In: Merkur 641/642 (Sept./Okt. 2002), S. 943-952.

• Klagenfurt, Schnitte
In: Volker Pantenburg/Nils Plath (Hg.): Anführen – Vorführen – Aufführen. Texte zum Zitieren. Bielefeld: Aisthesis 2002, S. 281-286.

• "In Case of Misunderständig, read on!" – Pop, Literatur, Übersetzung
In: Jochen Bonz (Hg.): Popkulturtheorie, Mainz: Ventil 2002, S. 25-44.

• "...never the live, always the 'live'" – Authentizitätszuschreibungen im Pop-Diskurs
In: Jutta Eming / Annette Jael Lehmann / Irmgard Maassen (Hg.): Mediale Performanzen. Historische Konzepte und Perspektiven, Freiburg: Rombach 2002, S. 297-320.

• Performativität und Performance
In: Uwe Wirth (Hg.): Performanz. Zwischen Sprachphilosophie und Kulturwissenschaften, Frankfurt/M.: Suhrkamp 2002, S. 383-402.

• "Tristesse Royale". Sinnsuche als Kitsch
In: Wolfgang Braungart (Hg.): Kitsch. Faszination und Herausforderung des Banalen und Trivialen, Tübingen: Niemeyer 2002, S. 197-211.

2001

• Hyper/Text/Theorie: Die Bestimmung der Lesbarkeit
In: Stefan Andriopoulos/Gabriele Schabacher/Eckhard Schumacher (Hg.): Die Adresse des Mediums, Köln: DuMont 2001, S. 121-135.

• Über die Unverständlichkeit. Nach einer Vorlage aus dem Frühjahr 1800 gekürzt für den Herbst 1998
In: We Are Family – Remix 98. Herausgegeben und eingeleitet von Rembert Hüser. In: Jörg Schönert (Hg.): Literaturwissenschaft und Wissenschaftsforschung, Stuttgart/Weimar: Metzler 2001, S. 595f.

• "From the Garbage, Into The Book." Medien, Abfall, Literatur
In: Jochen Bonz (Hg.): Sound Signatures. Pop-Splitter, Frankfurt/M.: Suhrkamp 2001, S. 190-213.

• "Re-make/Re-model" – Zitat und Performativität im Pop-Diskurs
In: Andrea Gutenberg/Ralph Poole (Hg.): Zitier-Fähigkeit. Findungen und Erfindungen des Anderen. Berlin: Erich Schmidt 2001, S. 271-291.

2000

• Die Unverständlichkeit der Ironie
In: Karl Heinz Bohrer (Hg.): Sprachen der Ironie – Sprachen des Ernstes, Frankfurt/M.: Suhrkamp 2000, S. 91-120.

• Can You Feel It? Pop, Literatur und Religiosität
In: Wolfgang Braungart/Manfred Koch (Hg.): Ästhetische und religiöse Erfahrungen der Jahrhundertwenden III: um 2000, Paderborn u.a.: Schöningh 2000, S. 219-252.

• Passepartout. Zu Performativität, Performance, Präsenz
In: Texte zur Kunst 37 (März 2000), S. 94-103.

1998

• Das Stolpern der Banalität. Über Helge Schneider 
In: Merkur 594/595 (Sept./Okt. 1998), S. 995-998.

• Kulturbeutel oder Jugend ist eine Zeit wenn die Sorgen frei herumreisen 
In: Harald Justin/Nils Plath (Hg.): Tonabnehmer. Populäre Musik im Gebrauch, Münster: Daedalus Verlag 1998, S. 43-51.

• Gender Studies. Thomas Meineckes "Tomboy" 
In: Bielefelder StadtBlatt 49/1998, S. 12.

• Mix, Cuts & Scratches: Die Autorität der Unterhaltung
In: Universität Bielefeld – Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft (Hg.): 25 Jahre – Für eine neue Geisteswissenschaft, Bielefeld: Aisthesis 1998, S. 181-193.

1997

• Laurence Rickels – Vorstellung
In: Laurence Rickels Online [1997], unter: http://www.hydra.umn.edu/twd/ecki.html

1995

• Nach der Party: Techno – Literatur – Theorie
In: Mitteilungen des Deutschen Germanistenverbandes 42/3 (Sept. 1995), S. 42-50.

1994

• Zeittotschläger. Rainald Goetz' Festung
In: Jörg Drews (Hg.): Vergangene Gegenwart – Gegenwärtige Ver¬gangenheit. Studien, Polemiken und Laudationes zur deutschsprachigen Literatur 1960-1994, Bielefeld: Aisthesis Verlag 1994, S. 277-308.