Susanne Kabatnik

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Foto: privat

Arbeitsbereich Germanistische Sprachwissenschaft
Institut für deutsche Philologie
Rubenowstr. 3 - Raum 2.11
17487 Greifswald

Telefon: +49 3834 420 3420
Telefax: +49 3834 420 3423
susanne.kabatnikuni-greifswaldde

Sprechzeit: Mo 10-11 Uhr

Vita
2019 Promotion: Leistungen von Funktionsverbgefügen im Text – eine korpuslinguistische Untersuchung am Beispiel von deutschen und polnischen Wikipedia-Artikeln
2019 Promotionsstipendiatin: Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD) und Universität Mannheim
2017 - 2019 Baden-Württemberg-Zertifikat für Hochschullehre, Hochschuldidaktisches Zentrum (HDZ), Universität Mannheim
2014 - 2019 Dozentin und wissenschaftliche Assistentin, Universität Mannheim, Philosophische Fakultät, Institut für Deutsche Philologie
2018 Forschungsassistenz im Projekt „Wie misst man Textqualität im digitalen Zeitalter?“, Universität Mannheim, Institut für Deutsche Philologie
2016 - 2017 Leitung Forschungsgruppe zu „Lösungsorientierten Fragen in psychotherapeutischen Gesprächen“, Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (Mannheim), Abteilung Pragmatik
2014 - 2015 Wissenschaftliche Assistenz Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (Mannheim), Abteilung Grammatik
2015 - 2019 Promotionsstudium: Universität Mannheim, Philosophische Fakultät
2016 Stipendiatin: Polonicum, Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald, Internationale Sommerschule „VI Greifswalder Polonicum: Poland at the Crossroads - Between Eu(ro)phoria and Europhobia“
2014 Master of Arts: „Die Sprache des polnischen HipHop – polnischer HipHop-Slang“
2012 Bachelor of Arts: „Das Futur im Deutschen und im Polnischen“
2008 - 2014 Studium der Slawistik und Deutsch als Fremdsprache (B.A. und M.A.), Ruprecht-Karls-Universität, Heidelberg
Lehre

Seminar: Lexikologie der deutschen Gegenwartssprache  📖  MoodleIcon

Seminar: Nomen-Verb-Verbindungen im Text: Ist Frage stellen eine umständliche Variante von fragen?  📖  MoodleIcon

Seminar: Wissenschaftssprache und Wissenschaftliche Texte  📖  MoodleIcon

Forschungsschwerpunkte
  • Textlinguistik: Textgrammatik und Textsemantik
  • Gesprächsforschung
  • Linguistische Psychotherapie(prozess)forschung
  • Digitale Interaktion und Internetlinguistik
  • Kontrastive Linguistik: Deutsch und Polnisch
  • DaZ/DaF und Fremdsprachendidaktik
Habilitationsprojekt

Internetbasierte Kommunikation in der Psychotherapie – (Wie) kann internetbasierte Kommunikation für die Psychotherapie nutzbar gemacht werden? (Habilitationsprojekt)

Wenn Patient*innen ihre privaten Nachrichten(verläufe) in die Psychotherapiesitzung mitbringen und Probleme bzw. Konflikte mit Mitmenschen daran demonstrieren, kann digitale Interaktion zum Thema psychotherapeutischer Sitzungen werden. Die Kommunikation findet dann auf zwei Ebenen statt: Die erste Ebene betrifft die private und schriftliche Kommunikation zwischen dem/r Patient*in mit beispielsweise Freunden und Verwandten, die z.B. über WhatsApp, SMS oder E-Mail stattfindet. Die zweite Kommunikationsebene findet zwischen Patient*in und Therapeut*in statt, die in das institutionelle Setting der Psychotherapie eingebunden ist und mündlich erfolgt. In Bezug auf diese Kommunikationsebenen werden die folgenden Fragen bearbeitet: Wie werden die privaten Nachrichten von Patient*innen und Therapeut*innen thematisiert und interpretiert? Auf welche sprachlichen Elemente der Textnachrichten beziehen sich die Interaktant*innen? Unterscheiden sich patienten- und therapeutenseitige Interpretationen der Nachrichten voneinander und wenn ja, wie? Wie werden diese Interpretationen im weiteren Gesprächsverlauf ausgehandelt? Kann patientenseitiger Widerstand festgestellt werden und wie erfolgt der Umgang damit seitens des Therapeuten/der Therapeutin? Theoretisch und methodisch geleitet wird die Untersuchung durch das Inventar der Gesprächslinguistik, Text- und Internetlinguistik.

Laufende Forschungsprojekte
  • Internetbasierte Kommunikation in der Psychotherapie (Habilitationsprojekt)
  • Fragen in psychotherapeutischen und Coaching-Gesprächen
  • Narrative der Depressionserzählung in Sozialen Medien
Abgeschlossene Forschungsprojekte
  • Funktionsverbgefüge aus textlinguistischer, korpusbasierter und kontrastiver (deutsch-polnischer) Perspektive (abgeschlossenes Dissertationsprojekt)
  • Lösungsorientierte Fragen im psychotherapeutischen Gespräch: lokale und globale Veränderungspotenziale
Dissertationsprojekt (abgeschlossen)

Leistungen von Funktionsverbgefügen im Text – eine korpusbasierte quantitativ-qualitative Untersuchung am Beispiel des Deutschen und des Polnischen (Dissertationsprojekt abgeschlossen)

Warum existieren Konstruktionen, wie Frage stellen oder Antwort geben, wenn es verbale Entsprechungen, wie fragen oder antworten, gibt? Empirische Untersuchungen zeigen, dass derartige Nomen-Verb-Verbindungen im Vergleich mit den Verben spezifische syntaktische Leistungen aufweisen, wie z.B. die Möglichkeit zur Attribuierung und Referenzialisierung sowie Änderungen der Valenz und der kommunikativen Struktur. Auf der Textebene zeichnet sich dadurch ein Zusammenspiel der Konstruktion mit anderen sprachlichen Einheiten, wie Adjektiven und/oder Nebensätzen, ab und Informationen können so nicht nur unterschiedlich perspektiviert und gewichtet, sondern auch anders im Textverlauf eingebettet werden als mit dem Basisverb. Funktionsverbgefüge werden in diesem Dissertationsprojekt als kohärenzstiftende Mittel im Kontrast zu ihren polnischen Äquivalenten auf textuelle Funktionen hin untersucht. Die Datengrundlage bildet das deutsche und das polnische Wikipedia-Artikel-Korpus (2015) des Instituts für Deutsche Sprache.

Vorträge und Publikationen

Vorträge

  • 19. September 2019: Funktionsverbgefüge in der digitalen Sprachkritik (Vortrag). GAL-Sektionentagung 2019. Tagung der Gesellschaft für Angewandte Linguistik, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, 18. – 20. September 2019.
  • 04. Juli 2019 (mit Thomas Spranz-Fogasy): Relationship building by means of Solution Oriented Questions in psychodiagnostic interviews (Vortrag). IIEMCA, Conference of the International Instiute for Ethnometho dology an Conversation Analysis, Universität Mannheim, 2. - 5. Juli 2019.
  • 25. Oktober 2018: Was leisten Streckverbgefüge im Text? Eine korpusgestützte Untersuchung am Beispiel des deutschen (eine) Entscheidung treffen und des polnischen podjąć/podejmować decyzję (Vortrag). Kontrastive Linguistik, 25. – 26.10.2018, Mailand (Italien).
  • 11. September 2018: Reproduzierbarkeit im Text – eine korpuslinguistische Untersuchung am Beispiel von deutschen und polnischen Streckverbgefügen (Vortrag). Europhras2018: Reproducibility from a phraseological perspective: Structural, functional and cultural aspects, 10.-12. September 2018, Białystok (Polen).
  • 06. Juli 2018: (eine) Frage stellen - zada(wa)ć pytanie: Functions of German and Polish Support Verb Constructions in texts - a corpus-based case study (Poster and Flash talk). QUALICO 2018, International Quantitative Linguistics Conference, July 5.-8. Juli 2018, Breslau (Poland).
  • 29. Mai 2018: Textual functions of German and Polish Support Verb Constructions – a corpus-based case study on Wikipedia texts (Talk). PICGL5: 5th Patras International Conference of Graduate students in Linguistics, 27.-29. Mai 2018, Patras (Greece).
  • 14. März 2018 (mit Lisa Appelmann / Aivars Glaznieks/ Maja Linthe/ Jennifer Frey): Wie misst man Textqualität im digitalen Zeitalter? (Projektposter „MIT.Qualität“), 54. Jahrestagung des Instituts für Deutsche Sprache: Neues vom heutigen Deutsch, Empirisch - methodisch – theoretisch, 13. bis 15. März 2018, Mannheim
  • 08. September 2017 (mit Thomas Spranz-Fogasy): Herstellung von Wissen durch Lösungsorientierte Fragen in OPD-Interviews (Vortrag). GAL-Sektionentagung 2017, Tagung der Gesellschaft für Angewandte Linguistik, Universität Basel, 7. & 8. September 2017 (Schweiz).
  • 07. September 2017: Textuelle Funktionen von Streckverbgefügen im Polnischen und im Deutschen - Korpusgestützte Untersuchung. Poster-Slam, GAL-Sektionentagung 2017, Tagung der Gesellschaft für Angewandte Linguistik, Universität Basel, 7. & 8. September 2017 (Schweiz). Auszeichnung für das beste Poster.
  • 18. Juli 2017 (mit Prof. Dr. Thomas Spranz-Fogasy): Solution-oriented requests (Talk). The 15th International Pragmatics Conference (IPrA2017), 16-21 July 2017, Belfast (Northern Ireland).

Publikationen

  • Kabatnik, Susanne (i. Vorb.): Leistungen von Funktionsverbgefügen im Text – eine korpuslinguistische Untersuchung am Beispiel von deutschen und polnischen Wikipedia-Artikeln.
  • Läpple, Sina/Kabatnik, Susanne/Nikendei, Christoph /Spranz-Fogasy, Thomas (erscheint): Therapeutische Reaktionen auf Patientenwiderstand in psychodiagnostischen Gesprächen – am Beispiel Lösungsorientierter Fragen.
  • Kabatnik, Susanne/ Nikendei, Christoph/Spranz-Fogasy, Thomas (2019): The Power of LoF - Veränderung durch Lösungsorientierte Fragen impsychotherapeutischen Gespräch. In: Eva-Maria Graf / Claudio Scarvaglieri / Thomas Spranz-Fogasy: Pragmatik der Veränderung. Problem- und lösungsorientierte Kommunikation in helfenden Berufen. Tübingen: Narr.
  • Spranz-Fogasy, Thomas; Kabatnik, Susanne; Nikendei, Christoph (2018): Wissenskonstitution durch Lösungsorientierte Fragen in psychodiagnostischen Interviews. In: Heß-Lüttich et al. (2018): Rhetorik und Medizin. Berlin / Boston: De Gruyter.