Martina Wernli (Berlin): Das Wissen der Schriftstellerinnen um 1800. Vergessene Autorinnen, vergriffene Forschung

Ringvorlesung "Feministische Epistemologien. Wissen, Macht, Geschlecht"

Epochenüberblicke, Literaturgeschichten und Schulbücher kommen oft ohne Autorinnen um 1800 aus – die Studierenden kennen dann Schriftsteller wie E.T.A. Hoffmann, Novalis, Eichendorff oder Friedrich Schlegel. Die feministische Literaturwissenschaft hat aber zwischen 1980 und 2000 zu Autorinnen wie Dorothea Schlegel, Rahel Levin Varnhagen, Sophie Tieck oder Karoline von Günderrode geforscht und publiziert. Diese Forschung ist mittlerweile größtenteils vergriffen, die Werke der Schriftstellerinnen wurden immer noch nicht ediert – die Folge ist, dass sie nur mit größerem Aufwand Eingang in die Lehre finden. Welche Mechanismen spielen hier eine Rolle und wie lassen sich diese Dynamiken durchbrechen? Der Vortrag stellt einzelne Autorinnen und Werkauszüge vor, stellt die Lage der Forschung darf und reflektiert das Verhältnis von traditionellerer Literaturwissenschaft und aktivistischen Projekten wie etwa dem offenen Netzwerk #breiterkanon.

Moderation: Jun.Prof. Dr. Elisabeth Flucher, Prof. Dr. Katrin Horn

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Organisator

  • Jun.Prof. Dr. Elisabeth Flucher, Prof. Dr. Katrin Horn

Veranstaltungsort