Herzlich willkommen am Institut für deutsche Philologie!
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Dann sind Sie bei uns genau richtig. Auf dieser Seite finden Sie alle wichtigen Informationen rund um das Studium am Institut für Deutsche Philologie. Hier erhalten Sie einen ersten Eindruck von Ihrem Studium und erfahren mehr von unserem Studienangebot, Ihre Ansprechpartner*innen sowie die Auflösung des Quiz im Rahmen der Hochschulinformationstage.
Über die nachfolgenden Kacheln gelangen Sie direkt zu den Themen, die für Sie besonders interessant sind:
Deutsch studieren in Greifswald
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Studienangebot

Mit einem Klick auf die entsprechende Kachel gelangen Sie zur jeweiligen Seite des Studiengangs. Sollten Sie Fragen zu den Studiengängen am Institut für Deutsche Philologie haben, wenden Sie sich gerne jederzeit an die jeweilige Fachstudienberatung.
Philo-Quiz
Hochschulinformationstage
Lagen Sie richtig? Die Lösung der jeweiligen Frage finden Sie unter den nachstehenden Reitern.
Frage 1 - Germanistische Sprachwissenschaft

Richtig ist Antwort a): Das ist nur ein Bruchteil der Bevölkerung, 17% empfinden Verwaltungsschreiben als völlig unverständlich, 65% als weniger gut verständlich, 5% haben keine Angabe gemacht. (Quelle: IfD-Umfrage, Allensbach Institut, 2008).
In unserem Arbeitsbereich ist das Kooperationsprojekt „Bessere Bescheide“ angesiedelt, wir unterstützen hier die Stadt bei der Verbesserung von Verwaltungskommunikation. Studierende werden in dieses Projekt aktiv eingebunden, z.B. in den Seminaren: Bescheide und Behördenschreiben. Sprache in der Verwaltung, Textlinguistik oder Verstehen und Verständlichkeit.
Frage 2 - Didaktik der deutschen Sprache und Literatur

Richtig ist Antwort a): Studierende sollten in einer Studie sowohl per Hand als auch digital notieren, welche Informationen ihnen aus einem Videovortrag im Gedächtnis geblieben sind. Der Vergleich wies erhöhte Memorierungseffekte bei 151 Studierenden für das Schreiben mit der Hand nach, was wohl auch an der Schreibgeschwindigkeit und der Notwendigkeit, Informationen für die schriftliche Fixierung auszuwählen, liegt. (Nachzulesen bei: Mueller, Pam A. & Oppenheimer, Daniel M. (2014). The Pen Is Mightier Than the Keyboard: Advantages of Longhand Over Laptop Note Taking. Psychological Science, 25 (6), 1159–1168. doi:10.1177/0956797614524581).
In den didaktischen Lehrveranstaltungen wenden wir uns solchen und ähnlichen Fragen zu.
Frage 3 - Neuere deutsche Literatur und Literaturtheorie

Richtig ist Antwort b): Der erste Satz von Franz Kafkas Erzählung „Die Verwandlung“ lautet: „Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt.“ Die Geschichte beginnt wie die Fortsetzung eines Albtraums, ist aber „kein Traum“, wie Gregor Samsa selbst feststellt, als er „seinen gewölbten, braunen, von bogenförmigen Versteifungen geteilten Bauch“ und seine „vielen, im Vergleich zu seinem sonstigen Umfang kläglich dünnen Beine“ sieht. Irritierend, aber zugleich faszinierend ist, dass nur Gregor Samsa, ein Handelsreisender, sich verwandelt hat, nicht aber seine Familie, sein Zimmer und sein Umfeld. So erscheint das „ungeheuere Ungeziefer“ wie ein Fremdkörper in einer ansonsten realistisch wirkenden Geschichte, in der der unspektakuläre Alltag von Familien- und Berufsleben durch eine „Verwandlung“ empfindlich gestört wird.
Schon in der ersten Einführungsvorlesung wie in vielen weiteren Seminaren des Arbeitsbereichs „Neuere deutsche Literatur und Literaturtheorie“ untersuchen wir, wie literarische Texte ‚gemacht‘ sind, wenn sie – wie Kafkas „Die Verwandlung“ – zugleich verstörend und faszinierend wirken.
Frage 4 - Deutsch als Fremdsprache

Richtig ist Antwort a): Die Abkürzungen L1, L2 und L3 beziehen sich auf die chronologische Reihenfolge des Spracherwerbs im Verlauf des Lebens: L1 ist die zuerst erworbene Sprache (Erstsprache), L2 die zweite und L3 die dritte Sprache. Dabei ist wichtig, dass diese Einteilung keine Aussage über das Kompetenzniveau trifft.
Die Dominanz von Sprachen kann sich im Laufe des Lebens gravierend verändern. Eine als Kind erworbene Erstsprache muss nicht zwangsläufig das gesamte Leben über auch die dominante Sprache bleiben. Vor allem in Migrationskontexten ändert sich die Dominanz von Sprachen häufig. Weiterhin ist es auch möglich, dass eine zuerst erworbene Zweitsprache vollständig vergessen wird (language attrition) und eine spätere Sprache dominant wird.
Mit solchen Themen setzen wir uns in Lehrveranstaltungen auseinander, die sich mit Mehrsprachigkeit beschäftigen wie Sprache und Migration oder Mehrsprachiger Spracherwerb. Dort wird untersucht, wie sich Sprachbiografien entwickeln, wie sich Sprachdominanz im Lebensverlauf verändern kann und welche Rolle Migration und soziale Kontexte dabei spielen.
Frage 5 - Ältere deutsche Sprache und Literatur

Richtig ist Antwort c): Die Vorstellung, das Mittelalter habe an eine flache Erde geglaubt, ist ein moderner Mythos. Tatsächlich war die Kugelgestalt der Erde bereits in der Antike bekannt und blieb auch im Mittelalter unter gebildeten Kreisen weitgehend unbestritten. Gelehrte, insbesondere in klösterlichen und universitären Kontexten, übernahmen dieses Wissen selbstverständlich.
Der Irrtum entstand erst im 19. Jahrhundert, vor allem durch populäre Geschichtsdarstellungen, die das Mittelalter bewusst als „unwissene Epoche“ stilisierten. Besonders einflussreich waren dabei romantisierende oder polemische Geschichtserzählungen über Christoph Kolumbus. Das Beispiel zeigt exemplarisch, wie historische Mythen weniger aus dem Mittelalter selbst stammen, sondern aus späteren Deutungen der Epoche.
Dieses Thema wird typischerweise behandelt im Einführungsseminar Mittelalterliche Literatur.
Frage 6 - Niederdeutschdidaktik

Richtig ist Antwort b): „Moin“ stammt von niederdeutsch mooi/moi, was so viel wie schön, hübsch, schmuck bedeutet. Mit der Kurzform von „Moien Dag!“ wünscht man zeitunabhängig einfach einen schönen Tag in Norddeutschland, maßgeblich im Hamburger und in Schleswig-Holsteiner Raum.
Begrüßungen und weitere niederdeutsche Sprachbausteine erwirbst Du – auch völlig ohne Vorkenntnisse – bei uns im Sprachkurs Plattdeutsch I. Wenn Du auch das Beifach Niederdeutsch studierst, kannst du die Sprache anschließend sogar an den Schulen Norddeutschlands unterrichten.
Frage 7 - Germanistische Sprachwissenschaft

Richtig ist Antwort b): Emojis stehen häufig am Ende von Sinneinheiten und es liegt nahe, sie mit Satzzeichen zu vergleichen. Somit ist die Funktion von Emojis losgelöst von der Annahme, dass sie Mimik ersetzen sollen in einem Kommunikationsraum, in dem man sich nicht gegenseitig sieht und nur miteinander schreibt. In einer Studie von Georg Albert aus dem Jahr 2015 zeigte sich, dass in 74% von 30000 Belegen ein Smiley statt eines Satzzeichens verwendet wird.
Emojis, Hashtags, Memes, Sticker, Kurzvideos – Phänomene der digitalen Kommunikation sind elementarer Bestandteil des sprachwissenschaftlichen Studiums an unserem Institut, z.B. in Seminaren zu Internetlinguistik, Digitaler Linguistik, zu Social Media und Deutschunterricht oder auch in der Vorlesung „Angewandte Linguistik“.
Frage 8 - Didaktik der deutschen Sprache und Literatur

Richtig ist Antwort c): Die Ermittlung von Wortschatzumfang und Wortschatzqualität stellt ein wichtiges Instrument der Sprachstandsdiagnostik dar. So können z. B. über Bildbenenntests Entwicklungsstörungen oder die Schulreife festgestellt werden.
Mit solchen Fragen beschäftigen wir uns in den Lehrveranstaltungen für Deutsch in der Grundschule.
Frage 9 - Neuere deutsche Literatur und Literaturtheorie

Richtig ist Antwort b): Irmgard Keun war eine erfolgreiche Schriftstellerin der Weimarer Republik. Ihr erster Roman Gilgi. Eine von uns (1931) erzählt von einer jungen Frau in Köln, die als Angestellte von einem sozialen Aufstieg träumt. Sie versucht, ihr Ziel durch disziplinierte Arbeit zu erreichen, bis eine Liebesgeschichte ihr Leben durcheinanderbringt. Auch der zweite Roman Das kunstseidene Mädchen (1932) dreht sich um eine junge Protagonistin, die aus Köln nach Berlin flüchtet. Die Großstadt wird zugleich als faszinierendes Zentrum der Unterhaltungskultur und als präfaschistische Bedrohung wahrgenommen. Bevor sie als Autorin berühmt wurde, war Irmgard Keun für eine Spielzeit am Theater in Greifswald engagiert, das sie für ein Engagement am Thalia Theater in Hamburg verließ, bevor sie 1929 ihre berufliche Laufbahn als Schauspielerin beendete.
Im Modul „Literaturgeschichte“ wie in weiteren Seminaren befassen wir uns regelmäßig auch mit der Literatur des frühen 20. Jahrhunderts und diskutieren immer wieder auch die Romane von Irmgard Keun.
Frage 10 - Deutsch als Fremdsprache

Richtig ist Antwort c): Der Großteil der Deutschlernenden weltweit im Ausland sind Schülerinnen und Schüler im schulischen Fremdsprachenunterricht. Laut der Erhebung Deutsch als Fremdsprache weltweit des Auswärtigen Amts (2020) liegt ihr Anteil bei rund 80 %. In der jüngsten Ausgabe der Erhebung von 2025 wurde aufgrund uneinheitlicher Datenlagen in einzelnen Ländern keine weltweite Gesamtzahl der Deutschlernenden mehr veröffentlicht. Die verfügbaren Daten zeigen jedoch weiterhin, dass Deutsch international vor allem als Schulfach vermittelt wird und deutlich seltener im universitären oder beruflichen Kontext. Unterrichtsformate, Lehrpläne und Lehrmaterialien sind daher stark auf den schulischen Bereich ausgerichtet.
In Lehrveranstaltungen wie Einführung in das Fach Deutsch als Zweit- und Fremdsprache, Sprachmethodik und Didaktik des Faches DaF/DaZ oder Lehr- und Lernmedien evidenzbasiert analysieren untersuchen wir, wie schulischer DaF-Unterricht weltweit organisiert ist und welche didaktischen sowie methodischen Konsequenzen sich daraus ergeben.
Frage 11 - Ältere deutsche Sprache und Literatur

Richtig ist Antwort b): Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass die großen Hexenverfolgungen „das Mittelalter“ prägten. Tatsächlich entstand das klassische Hexenbild der Teufelsbündlerin mit Schadenzauber, Flugfähigkeit und Hexensabbat erst schrittweise im Spätmittelalter und wurde vor allem in der Frühen Neuzeit (15.–17. Jahrhundert) stark systematisiert und juristisch verfolgt. Im frühen und hohen Mittelalter gab es zwar Vorstellungen von Zauberei und magischen Praktiken, diese wurden jedoch oft anders bewertet – etwa als Aberglauben, Volksmagie oder einzelne Delikte, nicht als ein einheitliches „Hexenwesen“. Die spätere Vorstellung der „Hexe“ ist also ein historisch gewachsenes Konzept, das stark durch kirchliche und juristische Diskurse geprägt wurde.
Dieses Thema wird typischerweise behandelt in thematischen Seminaren höherer Semester der ÄDSL sowie im Einführungsseminar Mittelalterliche Literatur.
Frage 12 - Niederdeutschdidaktik

Richtig ist Antwort d): Neben 24 Amtssprachen und 3 Alphabeten geht man von ca. 60 Regional- und Minderheitensprachen allein in Europa aus, von denen viele auch in der Schule vermittelt werden. Also 40 bis 50 Millionen Menschen sprechen mindestens eine weitere Sprache neben der offiziellen Amtssprache. In Deutschland gilt Niederdeutsch, umgangssprachlich Plattdeutsch, als Regionalsprache und z.B. Sorbisch als Minderheitensprache.
Im Seminar „Niederdeutsche Sprachgeschichte“ schauen wir uns an, wie aus einer überregionalen Verkehrssprache in der mittelalterlichen Hansezeit (Ja, Störtebeker und seine Mannen sprachen eigentlich Plattdeutsch!) eine kleine minorisierte Sprache wurde und welche Rolle Institutionen, wie z.B. die Schule, dabei spielten und spielen.






























