Aktuelles - Wat jüst so los is

Tagung "Minority Languages in the Digital Age"

Minderheitensprache im digitalen Zeitalter. Sprachgebrauch, Spracherhalt, Sprachvermittlung

Digitale internationale Tagung

Digitale Medien üben einen stetig zunehmenden Einfluss auf unser Kommunikationsverhalten aus. Die zunehmende Digitalisierung eröffnet aber nicht nur neue Möglichkeiten und Herausforderungen für die alltägliche Kommunikation, sie eröffnet auch neue Perspektiven für Minderheitensprachen, die trotz sprachpolitischer Bemühungen wie der Europäischen Sprachencharta als gefährdet betrachtet werden müssen. Referent*innen aus Großbritannien, den Niederlanden, Irland und Deutschland werden am 11. und 12. Dezember 2020 in einer gemeinsamen digitalen Tagung „Minderheitensprachen im digitalen Zeitalter“ des Kompetenzzentrums für Niederdeutschdidaktik der Universität Greifswald und der School of Languages ans Social Sciences der Aston University in Birmingham in 20 Vorträgen die europäischen kleinen Sprachen Färöisch, Friesisch, Gälisch, Niederdeutsch, Sorbisch und Walisisch in den Fokus setzen.

Die internationale und interdisziplinäre Fachtagung will der Frage nachgehen, welche Rolle das Internet und digitale Medien für den Erhalt von Minderheitensprachen spielen können und wie sich der Gebrauch von Minderheitensprachen durch die Nutzung digitaler Kommunikationsformen verändert. Darüber hinaus sollen auch die Perspektiven thematisiert und diskutiert werden, die die digitale Kommunikation für den Erwerb und die Vermittlung von Minderheitensprachen eröffnet.

Die Tagung wird gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung Essen. Das Alfried Krupp Wissenschaftskolleg bietet die Vorträge der Tagung als digitale Veranstaltungsserie an. Der Zugang zu den Vorträgen wird über die Software Zoom bereitgestellt. 15 Minuten vor Veranstaltungsbeginn leitet der Link zu einem Wartebereich von Zoom weiter. Zum angekündigten Veranstaltungsbeginn werden dann die Teilnehmenden automatisch in den digitalen Hörsaal weitergeleitet. Die Handreichung zur Digital Lecture gibt Hilfestellungen im Umgang mit der App Zoom.

Um an der Tagung teilnehmen zu können, ist eine Registrierung bis 7. Dezember 2020 erforderlich. Ein Zugriff auf die digitalen Vorträge ist nach erfolgter Anmeldung bis Januar möglich. Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch.

Link zur Anmeldung: https://www.wiko-greifswald.de/index.php?id=163517

Tagungshomepage des Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald

 

Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald
PD Dr. Birte Arendt
Kompetenzzentrum für Niederdeutschdidaktik
Rubenowstraße 3, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 3440
arendt@uni-greifswald.de

Virtuelles Landesmuseum auf Niederdeutsch anhören

Plattdeutsch zum Hören und Mitmachen im Virtuellen Landesmuseum M-V

Ein Anliegen des Virtuellen Landesmuseums M-V ist die Barrierefreiheit. Diese wurde nun um das Niederdeutsche erweitert und bietet ab sofort die Möglichkeit, den Startseitentext und die Einführungen zu den neun Themenrubriken auf Plattdeutsch vorlesen zu lassen.


Ortschronist Dieter Kölpien aus Güstrow ergriff die Initiative und konnte viele Niederdeutschsprecher aus Güstrow dazu begeistern, sich der Sache und natürlich dem Niederdeutschen anzunehmen. Mit einfachen Mitteln, wie z.B. Handyaufnahmen, konnten die "Plattschnacker" die Übersetzungen einsprechen und so an die Stiftung Mecklenburg senden, wodurch ein bunter und lebendiger Zugang zur Landesgeschichte und zum Niederdeutschen entstehen konnte.

Das Museum ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stiftung Mecklenburg mit dem Museumsverband in Mecklenburg-Vorpommern e.V., das durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur MV gefördert wird. Der niederdeutsche Hörbereich soll noch erweitert werden. Hierzu werden Interessierte gesucht, die Lust dazu haben, selbst Texte aus dem Virtuellen Landesmuseum auf Niederdeutsch (oder auf Hochdeutsch und/oder Englisch) aufzunehmen.
Interessierte wenden sich dazu an folgende Adresse:
ostrop@stiftung-mecklenburg.de

Die niederdeutsche Version des Virtuellen Landesmuseums finden Sie hier: https://www.landesmuseum-mecklenburg.de/pd/

Fritz-Reuter-Preis 2020 für Susanne Bliemel

Die Carl-Toepfer-Stiftung verleiht alle zwei Jahre den Fritz-Reuter-Preis für herausragende Leistungen auf dem Gebiet des Niederdeutschen. Seit dem Jahr 2008 ist dieser Preis, auf den man sich nicht bewerben kann, mit 10.000€ dotiert. Das Kuratorium, das aus Vertretern des niederdeutschen Wissenschafts- und Kulturlebens besteht, ehrt 2020 die Lehrerin, Autorin, Moderatorin und Beauftragte für die Umsetzung des Landesprogramms "Meine Heimat - mein modernes Mecklenburg-Vorpommern" Susanne Bliemel mit der Verleihung des Preises. Die Carl-Toepfer-Stiftung begründet ihre Entscheidung in einer Pressemitteilung folgendermaßen:

Mit ihr wird eine Frau geehrt, die sich in jahrelangem Bemühen um das Plattdeutsche einen hervorragenden Platz sowohl unter den politisch als auch pädagogisch, journalistisch und literarisch wirkenden Vertretern des Niederdeutschen erarbeitet hat. Durch ihren Einsatz und ihre Beharrlichkeit ist das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern als Vorreiter dafür anzusehen, was für Platt in der Schule möglich ist.

Wir gratulieren Susanne Bliemel herzlich und freuen uns, dass Frau Dr. phil. habil. Birte Arendt die Laudatio halten wird. 
Im Frühsommer werden Termin und Ort der Preisverleihung veröffentlicht.
 

Weitere Informationen zur Carl-Toepfer-Stiftung erhalten Sie unter folgendem Link:


Homepage Carl-Toepfer-Stiftung

Plattfunk. Der Podcast auf Hoch- und Plattdeutsch

Am 24. Februar 2020 veröffentlichte das Zentrum für Niederdeutsch in Holstein erstmals „Plattfunk. Der Podcast auf Hoch- und Plattdeutsch“.

Beim ersten plattdeutsch-hochdeutschen Dialog-Podcast, den Thorsten Börnsen und Nikos Saul vom Plattdeutschzentrum ins Leben gerufen haben, tauschen sich die beiden Männer über niederdeutsche Themen aus, reden aber auch über aktuelle Themen und über das, was ihre Hörerinnen und Hörer interessiert. Das Besondere an diesem Podcast ist, dass die Sprecher immer abwechselnd erst Hoch- und dann Plattdeutsch reden.
Thorsten Börnsen und Nikos Saul planen in lockerer Folge im Rhythmus von vier bis sechs Wochen neue Folgen bzw. Ausgaben von "Plattfunk".

Auf YouTube ist der Podcast hier zu finden: Plattfunk - YouTube
oder auf Spotify: Plattfunk - Spotify.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Zentrums für Niederdeutsch in Holstein:
Plattfunk - Zentrum für Niederdeutsch in Holstein

"Alwine des Monats" - Aktion zu Ehren von Alwine Wuthenow

"Alwine des Monats" - Aktion zu Ehren von Alwine Wuthenow

Anlässlich des 200. Geburtstags von Alwine Wuthenow im September und zu Ehren der Dichterin und ihrer Werke will der Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. mit der monatlichen "Alwine des Monats" an das Werk der Dichterin - auch unter ihrem Pseudonym Annmariek Schulten bekannt - erinnern. Dazu wird jeden Monate ein Gedicht oder ein kurzen Auszug daraus ausgewählt und auf der folgenden Seite präsentiert:

Alwine des Monats - Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.