Dustin Matthes

Arbeitsbereich: Neuere deutsche Literatur und Literaturtheorie
 
Betreuerin: Dr. habil. Heide Volkening
 
Arbeitstitel
Reale Virtualität. (Digitale) Simulation als Thema und Schreibweise in Gegenwartsliteratur und Computerspiel
 
Abstract
Computerspiele sind seit ihrer Popularisierung in den 1980er und 1990er Jahren und der Entstehung von Let‘s Plays und Gaming-Livestreams in den 2000er und 2010er Jahren zu einem heute allgegenwärtigen Teil der post-digitalen Alltags- und Popkultur geworden. Parallel zu dieser Entwicklung ist auch das wissenschaftliche Interesse an der Computerspielforschung gewachsen, das sich an seinem Ursprung vor allem aus der Ludologie, häufig zurückgeführt auf Johan Huizingas Werk Homo Ludens. Der Ursprung der Kultur im Spiel  (1938) und aus der Narratologie der Literatur- und Filmwissenschaften speiste.
Das Dissertationsprojekt setzt an dieser Stelle der Institutionalisierung der Game Studies an und stellt sich die Frage, was die literaturwissenschaftliche Analyse aus der Computerspielanalyse gewinnen kann bzw. wie „computerspielhaft“ die Gegenwartsliteratur nach der Digitalisierung ist. Dazu werden auf theoretischer Ebene Gedanken zum Verhältnis von Literatur und (Computer-)Spiel aufgegriffen, ebenso wie Theorien zum „filmischen“ und transmedialen Erzählen. Auf dieser Grundlage sollen dann gegenwartsliterarische Texte und aktuelle Computerspiele vergleichend analysiert werden.

Förderung: Bogislaw-Stipendium der Universität Greifswald (seit Oktober 2020)