OER in der Lehrer*innenausbildung im Fach Niederdeutsch

Open Educational Resources (OER) bilden einen der drei zentralen Aspekte des Lehrnetzwerks Niederdeutsch vermitteln (LeNie).

Zwei Personen stehen vor einem Greenscreen und lesen aus einem Buch vor.
Foto: Katja Zemlin.
eine Person spricht in ein Mikrofon. Eine zweite Person arbeitet an einem Computer. "Podcast als OER" steht als Schriftzug oben rechts auf dem Bild.
Bild: Inga Hafenstein

Besonders ein kleines Fach wie das Niederdeutsche sieht sich im universitären Lehrbetrieb mit unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert. Um die Ausbildung zukünftiger Niederdeutschlehrer*innen zu stärken, möchte das Lehrnetzwerk Niederdeutsch vermitteln (LeNie) die Synergieeffekte interuniversitärer und kooperativer Lehre fördern. Aus diesem Grund hat sich LeNie zum Ziel gesetzt, kooperative, digital gestützte Lehrformate zu erproben. So wird die Lehr-Lern-Situation für Studierende und Lehrende verbessert und das Lehrangebot an den jeweiligen Hochschulen erweitert. 

Um die Aus- und Weiterbildung zukünftiger Niederdeutschlehrer*innen zu verbessern, strebt LeNie den Ausbau der interuniversitären Kommunikation an, indem es kooperative und kollaborative Forschung und Lehre durch den Einsatz von Open Educational Resources - OER - fördert. Freie Bildungsmaterialien (OER) ermöglichen den Austausch fachlicher Expertise, steigern die Reputation der Lehrperson und können eine Entlastung im Lehrbetrieb darstellen. Auch der Wissenschaftsrat weist in seinen Empfehlungen für eine zukunftsfähige Ausgestaltung von Studium und Lehre auf das vielfältige Potenzial und eine bessere Nutzung von OER hin. (WR 2022, 48)

Damit OER die Lehre an den einzelnen Hochschulen bereichern können, müssen diese für das Fach Niederdeutsch jedoch zunächst erstellt werden. Hierfür gibt das Lehrnetzwerk Niederdeutsch vermitteln (LeNie) den Hochschullehrenden Raum, um kooperativ und kollaborativ freie Bildungsmaterialien zu entwickeln. So wird im Netzwerk sowohl eine technische als auch fachliche Unterstützung bei der Erstellung von OER bereitgestellt. Durch den hohen Stellenwert des kooperativen Arbeitens im Lehrnetzwerk fördert es intrinsisch den Ausbau der interuniversitären (Lehr-)Kooperationen im Fach Niederdeutsch.

 

Podcast als OER

Bild: Anne Hertel.

metaPLATT - ein Beispiel für eine OER aus dem Lehrnetzwerk Niederdeutsch vermitteln (LeNie)

Unser Podcast metaPLATT - Niederdeutschforschung im Gespräch ist ein Beispiel für eine OER aus dem Lehrnetzwerk Niederdeutsch vermitteln (LeNie). Der Podcast hat das Ziel, den Facettenreichtum der Forschung zum Niederdeutschen aufzuzeigen und aktuelle Fragestellungen der Forschung in einem einfach zugänglichen Medium sowohl Studierenden und Lehrenden des Niederdeutschen sowie weiterer germanistischer und philologischer Fächer als auch einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Das metaPLATT-Team besteht zur Zeit aus Anne Hertel (Executive Producer und Produzentin), Annelie Steinbach, Inga Hafenstein und Prof. Dr. Birte Arendt (Executive Producer).

Was ist metaPLATT? metaPLATT ist eine OER, die an der Universität Greifswald als Kopf des Lehrnetzwerks produziert wird. In Einzelinterviews oder angeregten Gruppendiskussionen kommen Expert*innen aus dem Netzwerk zu ihren aktuellen Forschungsprojekten und -fragen zu Wort. Der Podcast umfasst die Themen Literaturwissenschaft, Sprachwissenschaft, Sprachgeschichte, Sprachpraxis und Niederdeutschdidaktik und kann so die Vielfältigkeit der Niederdeutschen Philologie aufzeigen. 

Warum ist metaPLATT eine OER? 

Die Tonaufnahme bildet als Bildungsmaterial (R) die Grundlage für die Arbeit und den Ausgangspunkt des Vorhabens. Diese konnte das Team um Anne Hertel mit freundlicher Unterstützung in den Räumen des DigiL@b des Instituts für Deutsche Philologie aufnehmen. In welchem Sinne sind die Podcasts nun educational (E) und open (O)? Der Podcast vermittelt Wissen in Form von Interviews und ist in diesem Sinne bereits Bildungsmaterial. Darüber hinaus sind die Audioelemente so konzipiert, dass sie zum Einstieg in oder zur Vorbereitung auf eine Seminarsitzung genutzt werden können. Zusätzlich ist in jede Folge mindestens eine vorbereitende oder weiterführende Aufgabe für die Studierenden integriert sowie ein Impuls für eine anschließende Diskussion im Seminar. So können die Podcasts in mehrfacher Hinsicht zum Wissenserwerb genutzt werden. Der Podcast bietet allen Interessierten eine Möglichkeit, ihr Wissen zu erweitern und einen Einblick in aktuelle Forschungsvorhaben zu bekommen. Das dritte Kriterium bezieht sich auf den Aspekt der freien Bildungsmaterialien (O). Der Podcast und somit auch das Wissen der Expert*innen ist in diesem Format niedrigschwellig nutzbar und kann auch im Unterricht an Schulen (Sek II) integriert werden. Des Weiteren stehen die Audioaufnahmen unter der Lizenz  CC BY-SA 4.0 und tragen den 5R-Freiheiten nach David Wiley Rechnung. 

Wie unterstützt metaPLATT die Ziele des Lehrnetzwerks? 

Der Podcast greift in seiner Form die Vorhaben des Lehrnetzwerks auf und verkörpert gleichzeitig die Ziele: 

  • im Sinne der Kooperation aller Expert*innen aus dem Netzwerk wird hier in medialer Form der Austausch von Wissen ermöglicht, der den Studierenden asynchron und unabhängig von der jeweiligen Hochschule zur Verfügung steht.
  • Anhand des Podcasts kann das Netzwerk nun erproben, wie und ob sich dieses Format als digital gestütztes Lehrformat für die Niederdeutschvermittlung an Hochschulen anbietet.

Warum bietet sich ein Podcast an? 

Ein Podcast bietet sich aus Sicht des Netzwerks an, da die Beliebtheit des Mediums stetig steigt (vgl. Online-Audio-Monitor 2024) und eine Integration in den eigenen Seminarkontext vielfältig möglich ist und innovative Lehrformen, wie z.B. Flipped Classroom-Seminare unterstützt. Um den Rezipient*innen das Audioerlebnis so angenehm und zugänglich wie möglich zu gestalten, sind alle relevanten Informationen und Literaturangaben in den Shownotes aufgelistet. 

Haben wir Ihr Interesse wecken können? Dann finden Sie den Podcast metaPLATT hier.

Folge 1: Von der Tradition zur Innovation: Der Wenkerbogen im digitalen Zeitalter – Ein Gespräch mit Dr. Lisa Dücker

  • Das Transkript zu Folge 1
  • Die Shownotes inklusive Anwendungsaufgaben zu Folge 1In der ersten Folge von metaPLATT sprechen wir mit Dr. Lisa Dücker, Philipps Universität Marburg, über die Wenkerbögen, eine einzigartige Sammlung von Dialektumfragen aus dem 19. Jahrhundert. Wer war Georg Wenker? Was sind Wenkerbögen eigentlich? Erfahre, wie diese Bögen die Grundlage für den „Sprachatlas des Deutschen Reichs“ bildeten und wie sie heute noch für Forschung und Lehre ein unerschöpfliches Potenzial bieten. Dich interessiert auch, wie die Wenkerbögen in der digitalen Welt verwendet werden können, um die Sprachgeschichte zu erforschen? Dann wirf mit uns einen Blick in die Wenkerbogen-App. Schlagworte: Wenkerbögen, Georg Wenker, Sprachatlas, Niederdeutsch, REDE SprachGis, Dialektologie, Sprachgeschichte, Digitalisierung, Regionalsprache, Binnendifferenzierung, Lautverschiebung, Einstieg in ein Seminar

Folge 2: Zwischen den Sprachen - Dr. Viola Wilcken erklärt das Phänomen Missingsch

  • Das Transkript zu Folge 2
  • Die Shownotes inklusive Anwendungsaufgaben zu Folge 2In der zweiten Folge von metaPLATT sprechen wir mit Dr. Viola Wilcken, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, über Missingsch, eine historische Sprachform, und wir gehen der Frage nach, wie Missingsch in Bezug auf das Niederdeutsche und das Hochdeutsche einzuordnen ist. Unsere Expertin erklärt uns, warum und inwiefern Missingsch eine Mischsprache ist, welche lautlichen und morphosyntaktischen Merkmale das Missingsch kennzeichnet und wie Missingsch in der Literatur verwendet wurde. In dieser Folge erforschen wir die komplexe Geschichte und den aktuellen Status von Missingsch und geben zwei mögliche Anwendungsbeispiele. Schlagworte: Missingsch, Niederdeutsch, Sprachgeschichte, Literatur, Sprachkontakt, Hochdeutsch, Einführung

Folge 3: Das REDE SprachGIS: Sprachkarten, Audiomaterial und so viel mehr mit Marina Frank

  • Das Transkript zu Folge 3
  • Die Shownotes inklusive Anwendungsaufgaben zu Folge 3In der dritten Folge von metaPLATT sprechen wir mit Marina Frank, Philipps Universität Marburg, über das REDE SprachGIS, ein Forschungstool zur Visualisierung von Regionalsprachen. Erfahre, was sich hinter REDE SprachGIS verbirgt und welches Potenzial es für den Niederdeutschunterricht bietet. Mit REDE SprachGIS können Sprachatlanten und Tonaufnahmen genutzt werden, um Sprachwandel zu betrachten und Lernende für die Vielfalt der Sprache zu sensibilisieren. Schlagworte: Sprachatlas, Niederdeutsch, REDE SprachGis, Sprachdidaktik, Mediendidaktik, Wenkerbögen, Variationslinguistik, Dialektologie, Sprachgeschichte, Regionalsprache, Sprachwandel, Interaktion, Einstieg

Folge 4: Von Wörtern und Karten: Die digitale Erfassung von Dialekten im Dialektatlas Mittleres Westdeutschland (DMW) mit Prof. Dr. Helmut Spiekermann

  • Das Transkript zu Folge 4
  • Die Shownotes inklusive Anwendungsaufgaben zu Folge 4In der vierten Folge von metaPLATT sprechen wir mit Prof. Dr. Helmut Spiekermann, Universität Münster, und seinen beiden Mitarbeiter*innen Gero Gehrke und Stephanie Sauermilch über den Dialektatlas Mittleres Westdeutschland – kurz DMW. Der DMW ist ein digitaler Atlas, der die phonologischen, lexikalischen und syntaktischen Merkmale darstellt und einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der Sprachgeschichte und der Sprachvielfalt in der Region leistet. Du erfährst, wie das Projekt entstanden ist, welche Herausforderungen es zu überwinden gilt, wie es die sprachliche Vielfalt in der Region aufzeigen kann und wie der Atlas zum Einsatz in deinem Unterricht kommen kann. Schlagworte: Dialektatlas, Niederdeutsch, DMW, Dialektatlas Mittleres Westdeutschland, Dialektologie, Sprachgeschichte, Regionalsprache, Sprachwandel, Mediendidaktik, Einstieg

Folge 5: Niederdeutschdidaktik medial inklusiv gedacht – Ein Gespräch mit Prof. Dr. Cornelius Herz und Dr. Söhnke Post

  • Das Transkript zu Folge 5
  • Die Shownotes inklusive Anwendungsaufgaben zu Folge 5In der heutigen Folge von metaPLATT sprechen wir mit Prof. Dr. Cornelius Herz und Dr. Söhnke Post von der Leibniz-Universität Hannover über die Rolle des Niederdeutschen in Niedersachsen. Wir sprechen über die Bedeutung des Hochdeutschen und des Niederdeutschen für den Raum Hannover und diskutieren, wie das Niederdeutsche in Schule und Gesellschaft wahrgenommen wird und wie es sich in der digitalen Welt ändern könnte. Anforderungen an einen modernen Niederdeutschunterricht werden ebenso diskutiert wie de Frage, inwiefern das Hannoversche-Modell zur Literatur- und Mediendidaktik eine Antwort hierfür bieten könnte. Also bleibt gespannt und hört rein! Schlagworte: Niederdeutschdidaktik, Literatur- und Mediendidaktik, Digitalisierung, sprachliche Rezeption, sprachliche Produktion, kulturelle Sinnstiftung, Sprachenpolitik, Einführung

Folge 6: Niederdeutsch am Sprachenrand - Ein Gespräch mit Alicia Gauter und Christian Sadel

  • Das Transkript zu Folge 6
  • Die Shownotes inklusive Anwendungsaufgaben zu Folge 6In Sachsen-Anhalt gibt es eine einzigartige Sprachlandschaft, wo sich Niederdeutsch und Mitteldeutsch begegnen. Deshalb sprechen wir in unserer aktuellen Folge von metaPLATT mit Alicia Gauter und Christian Sadel, wissenschaftliche Mitarbeiter*innen der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, über Herausforderungen und Möglichkeiten der Niederdeutschvermittlung am Sprachenrand. Wir erkunden die Geschichte des Niederdeutschen in Sachsen-Anhalt, von der Benrather Linie bis zur Rolle Martin Luthers, sprechen über die aktuelle Situation der Niederdeutschvermittlung und die Herausforderungen, die sie mit sich bringt. Lernt die einzigartige Sprachlandschaft am Sprachenrand kennen und wie diese zur Förderung des Niederdeutschen beitragen kann. Schlagworte: Niederdeutsch, Sachsen-Anhalt, Sprachenkontakt, Sprachenrand, Sprachvermittlung, Fremdsprachenpädagogik, Digitalisierung, Sprachenpolitik, Einstieg

Folge 7: Sprachwandel und regionale Sprachkompetenz - Ein Gespräch zum Status und Gebrauch des Niederdeutschen und deren Erhebung mit Dr. Astrid Adler

  • Das Transkript zu Folge 7
  • Die Shownotes inklusive Anwendungsaufgaben zu Folge 7In dieser Folge von metaPLATT bekommen wir von Dr. Astrid Adler einen umfassenden Einblick in den aktuellen Stand des Niederdeutschen. Wir beleuchten, wie viele Menschen Niederdeutsch sprechen, wie ihre Sprachkenntnisse beschaffen sind und welche Einstellungen sie gegenüber ihrer Sprache haben. Dabei geht es nicht nur um Zahlen und Fakten, sondern auch um das kulturelle Erbe und die regionale Identität, die in dieser Sprache lebendig werden. Im Gespräch werden wir auch die Herausforderungen der Datenerhebung und wissenschaftlichen Analyse beleuchten und diskutieren, welche Impulse die Studienergebnisse für die Bildung und den Unterricht bieten. Erfahre mehr über die Studie Status und Gebrach des Niederdeutschen und höre rein. Schlagworte: Niederdeutsch, Plattdeutsch, Sprachpolitik, Spracherwerb, Sprachgeschichte, Standardisierung, Datenerhebung, Umfragemethoden, Einführung

Folge 8: Schriftlichkeit, Sprachausbau und die Zukunft der Sprache – Ein Gespräch mit Dr. Franziska Buchmann

  • Das Transkript zu Folge 8
  • Die Shownotes inklusive Anwendungsaufgaben zu Folge 8In dieser spannenden Folge tauchen wir mit Dr. Franziska Buchmann, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, tief ein in die Welt der konzeptionellen Schriftlichkeit im Niederdeutschen. Was versteckt sich hinter den Begriffen konzeptionelle Schriftlichkeit und Sprachausbau? Und warum ist dieser Begriff gerade für das Niederdeutsche so wichtig? Erfahre mehr über die Brüche in der niederdeutschen Sprachgeschichte und die Aufgabe, das Niederdeutsch zukunftsorientiert zu vermitteln. Schlagworte: Niederdeutsch, Schriftlichkeit, Konzeptionelle Schriftlichkeit, Sprachausbau, Spracherwerb, Bildungssprache ,Sprachgeschichte, Standardisierung, Lehre, Einführung

Folge 9: Regionale Literatursprachen: Vielfalt, Geschichte und Zukunft des Niederdeutschen mit Robert Langhanke

  • Das Transkript zu Folge 9
  • Die Shownotes inklusive Anwendungsaufgaben zu Folge 9In der 9. Folge von metaPLATT sprechen wir mit Robert Langhanke, Europa-Universität Flensburg, über die sprachliche und literarische Vielfalt des Niederdeutschen. Gemeinsam gehen wir der Frage nach, was regionale Literatursprachen sind und weshalb das Niederdeutsche ein besonders aufschlussreiches Beispiel dafür bietet. Im Mittelpunkt stehen die Reliterarisierung, zentrale Autoren wie Klaus Groth und Fritz Reuter sowie die ästhetische und sprachliche Vielfalt der neuniederdeutschen Literatur. Darüber hinaus diskutieren wir aktuelle Entwicklungen: den gegenwärtigen Zustand der niederdeutschen Literatur, Standardisierungstendenzen, digitale Publikationsformen und die Rolle von Region und Sprache in der Literatur der Zukunft. Außerdem bieten wir euch Einblicke in das das Flensburger Mundartliteratur-Korpus, das historische Texte systematisch erfasst und für Forschung und Lehre zugänglich macht. Neugierig geworden? Dann hört gern in die neue Folge hinein. Schlagworte: Reliterarisierung, Sprachspeicher, Sprachvielfalt, Niederdeutsch, Klaus Groth, Fritz Reuter, Regioanlsprache, Literaturgeschichte, Einführung

Folge 10: Niederdeutsch und New Speaker – Ein Gespräch mit PD Dr. Klaas-Hinrich Ehlers

  • Das Transkript zu Folge 10
  • Die Shownotes inklusive Anwendungsaufgaben zu Folge 10Ein spannender Einblick in die Welt der New Speakers. Dr. Klaas-Hinrich Ehlers, Universität Rostock, enthüllt, wie er in seiner Forschung zufällig auf eine überraschende Gruppe von Sprecher*innen gestoßen ist. Gemeinsam sprechen wir darüber, wie er bei seiner Feldforschung vorgegangen ist, welche Bedeutung Sprachkontakt hat und welches gängige Narrativ er widerlegt hat. Schlagworte: New Speaker, Niederdeutsch, Migration, Sprachkontakt, Sprachhistorie, Spracherhalt, Shared History

Folge 11: Literatur in Zeiten der Schriftlosigkeit. Niederdeutsche Literatur im 17. und 18. Jahrhundert – Ein Gespräch mit Prof. Dr. Doreen Brandt

  • Das Transkript zu Folge 11
  • Die Shownotes inklusive Anwendungsaufgaben zu Folge 11In der 11. Folge von metaPLATT sprechen wir mit Prof. Dr. Doreen Brandt und Kea-Marie Wolters von der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg über ein Thema, das wie ein Widerspruch anmutet: die niederdeutsche Literatur in Zeiten der Schriftlosigkeit. Wir sprechen also über die Überlieferung von Texten in niederdeutscher Sprache, die es eigentlich gar nicht geben dürfte, und wie sie trotzdem existieren können. Die verschiedenen Phasen niederdeutscher Literatur, die Bedeutung des Begriffs ‚Diglossie‘ und die Reliterarisierung sind interessante Themen des Gesprächs. Doreen Brandt gibt uns einen Einblick in ihr aktuelles Forschungsprojekt „Literatur in Zeiten der Schriftlosigkeit“, Kea-Marie Wolters spricht über ihre Masterarbeit und wir beschäftigen uns mit der Bedeutung von Editionen für die niederdeutsche Philologie. Entdeckt mit uns neue Perspektiven auf die Geschichte der niederdeutschen Literatur. Schlagworte: Schriftlosigkeit, Niederdeutsche Literatur, Diglossie, Schriftkultur, Forschung, Editionswissenschaft, Literatur in der Diglossie, Niederdeutsch, Schriftsprachenwechsel, Kontinuität, Einstieg

Folge 12: Niederdeutsche Literatur und Nationalismus im 19. Jahrhundert – Ein Gespräch mit Nikos Saul

  • Das Transkript zu Folge 12
  • Die Shownotes zu Folge 12In der 12. Folge von metaPLATT tauchen wir in die Welt der niederdeutschen Lyrik ein. Nikos Saul, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, spricht über seine Forschung zum Verhältnis von niederdeutscher Lyrik und Nationenbildung im 19. Jahrhundert. Wir beleuchten die niederdeutsche Lyrik in einer Zeit von Umbrüchen, Kriegen und der Nationenbildung des Deutschen Reichs und sprechen über diese Kontexte und die politischen Positionierungen wie auch die formalen Besonderheiten niederdeutscher Lyrik. Diese Folge bietet nicht nur einen Einblick in ein wenig beachtetes Forschungsthema, sondern auch eine Chance, kritisch mit Quellen umzugehen, und über den Zusammenhang von Literatur und Politik zu reflektieren. Schlagworte: Niederdeutsche Literatur, niederdeutsche Lyrik, 19. Jahrhundert, Nationalismus, Nationenbildung, Plattdeutsch, Niederdeutsch, Lyrik, Klaus Groth, Reichsgründung, Sprache und Politik

Folge 13: Sprache in Bewegung – Ein Gespräch mit Prof. Dr. Michael Elmentaler und Dr. Peter Rosenberg über den „Norddeutschen Sprachatlas“ (NOSA)

Folge 14: Heterogenität trifft Innovation – Ein Einblick in die Niederdeutschdidaktik mit Prof. Dr. Birte Arendt

  • Das Transkript zu Folge 14
  • Die Shownotes inklusive Anwendungsaufgaben zu Folge 14In dieser Folge von metaPLATT tauchen wir gemeinsam mit Prof. Dr. Birte Arendt, Leiterin des Kompetenzzentrums für Niederdeutschdidaktik an der Universität Greifswald, in die theoretischen und praktischen Grundlagen der Niederdeutschdidaktik ein. Wir beleuchten die Disziplingenese der Niederdeutschdidaktik als junges, aber zunehmend institutionalisiertes Feld, diskutieren zentrale Herausforderungen bei der Vermittlung einer Regionalsprache in schulischen und hochschulischen Kontexten und erfahren, welche neuen Wege die Digitalisierung für die Sprachvermittlung eröffnet. Schlagworte: Heterogenität, Kooperation, Innovation, Niederdeutschdidaktik, Sprachrückgang, Digitalisierung, OER, Sprachinstitutionalisierung, didaktische Konzepte

Folge 15: Historische Texte – moderner Zugang: Das Repertorium der mittelniederdeutschen Literatur als multidimensionale Plattform für Forschung und Lehre mit Prof. Dr. Sarah Ihden, Robert Langhanke und Prof. Dr. Jörn Bockmann

  • Das Transkript zu Folge 15
  • Die Shownotes inklusive Anwendungsaufgaben zu Folge 15Wie sieht mittelniederdeutsche Literatur tatsächlich aus? Und wer sie überhaupt geschrieben hat? In dieser Folge tauchen wir gemeinsam mit Prof. Dr. Sarah Ihden, Universität Rostock, Robert Langhanke; Europa-Universität Flensburg; und Prof. Dr. Jörn Bockmann, Europa-Universität Flensburg, in das Repertorium der mittelniederdeutschen Literatur (RML) ein und lernen eine bahnbrechende digitale Plattform für die Erforschung und Vermittlung dieser faszinierenden Sprach- und Literaturtradition kennen. Gemeinsam erfahren wir, wie dieses Repertorium entstanden ist, welche Daten es bietet und warum es gerade für Studierende eine wertvolle Ressource für Seminare, Abschlussarbeiten und Forschung ist. Ob du dich für historische Sprachvielfalt, mittelalterliche Texte oder digitale Forschungsmethoden interessierst, diese Episode zeigt dir, wie moderne Technologien alte Literatur lebendig machen. Zudem bekommst Du praktische Tipps, wie du selbst aktiv mit dem RML arbeiten kannst. Schlagworte: Mittelniederdeutsch, digitales Repertorium, Literaturwissenschaft, Literaturgeschichte, Historische Sprachwissenschaft, Sprachgechichte, Sprachvielfalt, Germanistische Mediävistik, Digital Humanities

Unsere bisherigen Schritte und Erfahrungen in der Umsetzung unserer Ziele haben wir in diesem Video versammelt. Es ist im Rahmen der Abschlusstagung Digitalisierung im Fokus: Neue Wege für Lehre, Lernräume und Prüfungen an Hochschulen am Tag der Lehre  (29.10.2024) an der Universität Greifswald gezeigt worden.

Das Konzept ist gemeinschaftlich von Prof. Dr. phil. Birte Arendt, Anne Hertel, Jörg Holten und Inga Hafenstein entwickelt worden. Die technische Umsetzung lag bei Inga Hafenstein.

Dr. Birte Arendt, Anne Hertel, Jörg Holten, Inga Hafenstein (via Adobe Express), nicht unter freier Lizenz.

II. LeNie-Winterakademie OER-Labor

Hier können wir über die II. LeNie-Winterakademie berichten und Erfahrungen und Eindrücke der Studierenden vorstellen. Gleichzeitig Projektdokumentation.